Campanda

Besondere Bedingungen zur Allianz-Versicherung für Campingfahrzeuge auf Campanda

Versicherer: Allianz Versicherungs-AG, Dieselstraße 6, 85774 Unterföhring (nachfolgend "Versicherer" genannt)

Versicherungsnehmer: Campanda GmbH, Uhlandstraße 175, 10719 Berlin (nachfolgend "Campanda" genannt)

Versicherungsvertrag: GFL 30/R001/0054201/240 (nachfolgend „Flottenvertrag Campanda“ genannt)

1. Einbeziehung durch Buchungsabschluss

Diese Bedingungen gelten für den gebuchten Zeitraum für diejenigen Fahrzeuge, die durch Hinweis im Mietvertrag, Zahlung der Prämie und Zahlungs-/Versicherungsbestätigung unter dem Flottenvertrag Campanda der Allianz-Versicherung einbezogen wurden.

2. Vertragsgrundlagen

Ergänzend zu diesen besonderen Bedingungen gelten die beigefügten Allgemeinen Bedingungen für die Kfz-Versicherung von Nutz- und Flottenfahrzeugen AKB-NF, FKRB 260/05.

3. Geltungsbereich

Die Versicherung gilt für Europa und für die außereuropäischen Gebiete, die zum Geltungsbereich des Vertrages über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gehören, insbesondere auch für Malta, die außereuropäischen Gebiete Spaniens (Kanarische Inseln), Portugals (Madeira-Inseln und Azoren) sowie die außereuropäischen Gebiete der Türkei (nicht jedoch für die Türkische Republik Nordzypern) bzgl. der Kfz-Haftpflichtversicherung mit der Deckungssumme, die in dem jeweiligen Land gesetzlich vorgeschrieben ist, mindestens jedoch in Höhe der vertraglich vereinbarten Deckungssumme.

4. Gegenstand der Versicherung

4.1 Versicherte Fahrzeuge

Versichert sind alle zulassungspflichtigen, in Deutschland zugelassenen Camping KFZ/Wohnmobile mit einer zulässigen Gesamtmasse bis 3,5 t, als Campingfahrzeuge genutzte Personenkraftwagen, und Wohnanhänger die über das Portal von Campanda zwischen Privatpersonen vermietet werden, wenn das jeweilige Fahrzeug

  • auf den Vermieter zugelassen und dieser Eigentümer des Fahrzeugs ist, oder wenn dem Vermieter eine Vollmacht des mit ihm in einer Verwandtschaftsbeziehung ersten Grades stehenden Eigentümers, Halters oder eines Leasinggebers zur Nutzung einschließlich Vermietung des Fahrzeugs vorliegt;
  • nicht gewerbsmäßig vermietet wird;
4.2 Versicherte Personen

Versichert sind

4.2.1 Vermieter, die als natürliche Personen ihren ständigen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben.

4.2.2 Mieter, die als natürliche Personen

  • seit mindestens drei Jahren im Besitz einer Fahrerlaubnis ist, die ihn in Deutschland zum Führen des gemieteten Fahrzeugs berechtigt. Weitere Voraussetzung ist, dass kein Fahrverbot besteht oder die Fahrerlaubnis nicht vorläufig entzogen ist.
  • das 23. Lebensjahr, und höchstens das 75. Lebensjahr vollendet haben. Der Vermieter kann in diesem Rahmen für sein Fahrzeug individuell ein Mindestalter und höhere Führerscheindauer festlegen.
  • Versichert ist ferner jeweils ein vom Mieter im Voraus benannter Fahrer, der die vorgenannten, für den Mieter geltenden Voraussetzungen erfüllt sowie darüber hinaus der Halter und der Eigentümer des versicherten Fahrzeugs.

4.2.3 Der Versicherungsschutz aus diesem Vertrag geht demjenigen aus der vom Eigentümer/Halter des jeweils vermieteten Fahrzeugs abgeschlossenen Versicherung vor.

5. Einschränkungen des Versicherungsschutzes

Kein Versicherungsschutz besteht

5.1 für Schäden, die durch den Vermieter oder einen seiner Familien- oder Haushaltsangehörigen als Mieter oder Fahrer des versicherten Fahrzeugs verursacht werden;

5.2 für Fahrzeuge mit mehr als 9 Plätzen einschließlich Fahrerplatz

5.3 bei Verwendung von Fahrzeugen auf dem eingefriedeten, dem öffentlichen Verkehr nicht zugänglichen Gelände von Verkehrsflughäfen / Verkehrslandeplätzen.

5.4 wenn der Vermieter das Übergabe- und Rückgabeprotokoll nicht vollständig ausgefüllt und unterschrieben innerhalb von zwölf Stunden nach Beginn der Vermietung (Übergabeprotokoll) beziehungsweise Ende der Vermietung (Rückgabeprotokoll) an info@fdz-gmbh.eu geschickt hat.

5.5 Versicherungsschutz besteht – unbeschadet der übrigen Vertragsbestimmungen – nur, soweit und solange dem keine auf die Vertragsparteien direkt anwendbaren Wirtschafts-, Handels- oder Finanzsanktionen bzw. Embargos der Europäischen Union oder der Bundesrepublik Deutschland entgegenstehen. Dies gilt auch für Wirtschafts-, Handels-, oder Finanzsanktionen bzw. Embargos, die durch die Vereinigten Staaten von Amerika im Hinblick auf den Iran erlassen werden, soweit dem nicht europäische oder deutsche Rechtsvorschriften entgegenstehen.

6. Umfang des Versicherungsschutzes

Für alle versicherten Fahrzeuge gilt folgender Versicherungsumfang:

Kfz-Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von 100 Mio. EUR pauschal - bei Personenschäden maximal 15 Mio. € je geschädigte Person;

Kaskoversicherung

Teil- und Vollkaskoschutz

  • mit je EUR 250.- Selbstbeteiligung für Wohnwagen und Wohnmobile durch Zusatzversicherung CDW
  • Bei Verstoß gegen die Allgemeine Nutzungs- und Geschäftsbedingungen der Campanda GmbH beträgt die Selbstbeteiligung jedoch immer EUR 1.500.-
  • die Höchstentschädigung beträgt je Fahrzeug und Schadenfall EUR 100.000.-
  • Abweichend von Ziffer 1.2 Kaskobaustein der AKB-NF, FKRB 260/05 gilt Unterschlagung während des Mietzeitraums als mitversichert.

Schutzbrief (AutoPlus) gemäß Teil A Baustein Autoschutzbrief der beigefügten AKB-NF, FKRB 260/05 gilt in analoger Anwendung für die hierunter versicherten Fahrzeuge.

7. Beginn und Ende des Versicherungsschutzes

Für die durch diesen Vertrag versicherten Fahrzeuge und Personen beginnt der Versicherungsschutz mit der Übergabe des Fahrzeugs an den Mieter und endet mit der Rückgabe des Fahrzeugs an den Vermieter. Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist, dass sich das Fahrzeug während und nur in der gesamten über das Portal von Campanda vereinbarten Mietzeit tatsächlich im unmittelbaren Besitz und in der Verfügungsgewalt des Mieters befunden hat.

8. Obliegenheiten vor dem Versicherungsfall

Vermieter und Mieter müssen die in den Allgemeine Nutzungs- und Geschäftsbedingungen der Campanda GmbH aufgestellten Regeln beachten.

Insbesondere ist der Vermieter verpflichtet,

  • für das auf dem Portal von Campanda angebotene Fahrzeug die eigene vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung aufrechtzuerhalten.
  • dem Mieter das Fahrzeug in einem verkehrssicheren und funktionstüchtigen Zustand - insbesondere mit zeitlich ausreichend gültiger Hauptuntersuchungs-Plakette - zu überlassen.
  • Mängel am Fahrzeug jeweils zu Beginn und Ende der Vermietung im Übergabeprotokoll zu vermerken.
  • im Übergabeprotokoll folgende Daten einzutragen bzw. zu vervollständigen: Buchungsnummer, Name, Vorname, Adresse, Personalausweisnummer, Fahrzeugdaten (Hersteller, Typ, amtl. Kennzeichen), Tag und Zeit von Fahrtbeginn sowie von Fahrtende, Kilometerstand bei Fahrtbeginn und Fahrtende sowie die (Mobil-)Telefonnummer, das Übergabeprotokoll zu unterzeichnen und mindestens ein Jahr aufzubewahren.

Der Mieter insbesondere

  • darf das Fahrzeug keinem Dritten - nicht auf dem Portal von Campanda registrierten und als weiteren Fahrer gebuchten Person - zum Gebrauch vor allem als Fahrer überlassen.
  • muss im Übergabeprotokoll folgende Daten eintragen bzw. vervollständigen: Buchungsnummer, Name, Vorname, Adresse, Geburtsdatum, Personalausweisnummer, Fahrzeugdaten (Hersteller, Typ, amtl. Kennzeichen), Tag und Zeit von Fahrtbeginn sowie von Fahrtende, Kilometerstand bei Fahrtbeginn und Fahrtende sowie die (Mobil-)Telefonnummer und das Übergabeprotokoll zu unterzeichnen.

Außerdem gelten die Pflichten und Obliegenheiten der dem Vertrage zugrundeliegenden AKB-NF, FKRB 260/05.

9. Schadenregulierung

9.1 Obliegenheiten nach Eintritt des Versicherungsfalles

Nach Eintritt eines Schadenfalls

  • ist dem Versicherer der Schaden unverzüglich nach Buchungsende per Telefon (Nummern und Informationen siehe Übergabeprotokoll) anzuzeigen.
  • sind Vermieter und Mieter verpflichtet, dem Versicherer Auskunft über ihre Führerscheindaten (Einreichung Kopie der aktuellen Fahrerlaubnis) zu erteilen.
  • ist der Vermieter verpflichtet, dem Versicherer die Fahrzeugidentifikationsnummer des durch diesen Vertrag versicherten Fahrzeuges mitzuteilen.
  • ist der Vermieter verpflichtet, dem Versicherer den Erstversicherer einschließlich Versicherungsscheinnummer und Versicherungsumfang (Haftpflicht, Vollkasko incl. Selbstbeteiligung, Teilkasko incl. Selbstbeteiligung, Differenzdeckung, Schutzbrief) zu nennen.
  • auf Anforderung das unterzeichnete Übergabeprotokoll auszuhändigen.
9.2 Haftpflichtschäden

Vorrangige Inanspruchnahme

Der Versicherer tritt im Rahmen der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung aus diesem Vertrag vorrangig für die entstandenen Schäden ein. Tritt der Versicherer, bei dem der Vermieter für das Fahrzeug die Kfz-Haftpflichtversicherung abgeschlossen hat (Erstversicherer), aufgrund einer direkten Inanspruchnahme durch den Geschädigten (vgl. § 115 VVG) in Vorleistung, wird der Versicherer auf Antrag des Vermieters dem Erstversicherer die geleisteten Entschädigungszahlungen insoweit erstatten wie der Versicherer im Rahmen pflichtgemäßen Ermessens auf Grundlage der AKB-NF, FKRB 260/05 dem Geschädigten zur Leistung verpflichtet gewesen wäre.

9.3 Kaskoschäden

9.3.1 Nach Eintritt eines Kaskoschadens ist dem Versicherer zu gestatten, vor Beginn der Instandsetzungsarbeiten am ver- bzw. gemieteten Fahrzeug Untersuchungen über Ursache und Höhe des Schadens und den Umfang ihrer Leistungspflicht vorzunehmen und – soweit zumutbar –seinen Weisungen Folge zu leisten; die Kosten dafür trägt der Versicherer.

9.3.2 Der Umfang der Versicherungsleistungen nach einem Kaskoschaden richtet sich nach den AKB-NF, FKRB 260/05, Baustein Kaskoversicherung, Abschnitt 1.5 mit folgenden Abweichungen:

9.3.3 Die Reparaturkosten werden zwischen dem Reparateur und dem Versicherer direkt abgerechnet.

9.3.4 Eine Abrechnung auf Gutachtenbasis (fiktive Abrechnung) ist ausgeschlossen.

9.3.5 Bei Bestehen mehrerer Verträge (Mehrfachversicherung) dürfen die gesamten Entschädigungsleistungen den jeweils eingetretenen Schaden nicht übersteigen.

10. Folgen von Obliegenheitsverletzungen

Wird vorsätzlich eine der vorgenannten Pflichten verletzt, besteht kein Versicherungsschutz. Wird die Pflicht grob fahrlässig verletzt, ist der Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem der Schwere des Verschuldens entsprechenden Verhältnis zu kürzen. Wird nachgewiesen, dass die Pflicht nicht grob fahrlässig verletzt wurde, bleibt der Versicherungsschutz bestehen. Abweichend davon ist der Versicherer zur Leistung verpflichtet, soweit die Pflichtverletzung weder für den Eintritt des Versicherungsfalls noch für den Umfang seiner Leistungspflicht ursächlich ist. Dies gilt nicht, wenn die Pflicht arglistig verletzt wird.

11. Anwendbares Recht, Gerichtsstand

Es gilt deutsches Recht. Als Gerichtsstand wird der Sitz des Versicherers vereinbart. § 215 Absatz 1 Satz 2 VVG bleibt unberührt.

11. Salvatorische Klausel

Sollten einzelne Klauseln dieses Vertrages unwirksam sein, so wird die Wirksamkeit des Vertrages insgesamt nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine solche, die nach Sinn und Inhalt der unwirksamen Bestimmung am weitesten entspricht und auf die sich die Parteien in Kenntnis der Unwirksamkeit der Klausel nach Treu und Glauben mutmaßlich geeinigt hätten, hilfsweise die Bestimmungen der Allianz-Gruppe.