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Wer träumt nicht davon, völlig unabhängig von externen Strom- und Wasseranbietern zu leben, dabei auf nichts verzichten zu müssen und gleichzeitig unsere Umwelt zu schonen? Das Zauberwort hierfür lautet autarkes Wohnen, das Leben als Selbstversorger. Mit dem völlig autarken Wohnwagon bietet die gleichnamige Werkstatt aus Wien Campern und Aussteigern die Möglichkeit, diesen Lebensstil zu verwirklichen. Dabei setzen sie neben Autarkie auf Individualität und Selbstverwirklichung.

Sie haben wieder Ärger mit der Stromrechnung, weil die Tarife schon wieder gestiegen sind? Oder Sie hegen schon lange den Wunsch, das Wildcamping im Sommerurlaub wirklich als Wildcamping genießen zu können, ohne jeden zweiten Tag einen Campingplatz für Strom und Wasser ansteuern zu müssen?

Eine junge Werkstatt aus Österreich weiß dafür die Lösung: Im Wohnwagon wird der Traum vom selbstbestimmten Leben Wirklichkeit. Das spannende am Wohnwagon-Angebot ist nicht allein die autarke Funktionsweise des Holz-Caravan – auch die individuelle Gestaltungsmöglichkeit lässt so manches Camper-Herz höher schlagen.

Almwagen Fanni_Innen
Foto: Mit freundlicher Unterstützung von Wohnwagon

„Es gibt bei uns keinen ‚originalen‘ Wohnwagon, jeder Wagen ist ein individuelles Einzelstück“, erklärt Theresa Steininger, Geschäftsführerin von Wohnwagon. „Jeder Kundenwagen bekommt seine eigene Seele und wird speziell für den gewünschten Zweck zusammengestellt“.

Es gibt fast nichts, das nicht geht: Ein mobiles Büro für’s Geschäftsmeeting, eine rollende Bibliothek, ein Gästezimmer im heimischen Garten oder einfach ein Heim auf Rädern für den Sommerurlaub – jeder Kunde kann seiner Phantasie freien Lauf lassen und mit Unterstützung des Wohnwagon-Teams sein eigenes Modell gestalten.

Die fabelhafte Welt der Autarkie – Wie soll Ihr Wohnwagon aussehen?

Das Team von Wohnwagon ist für alle Wünsche offen und unterstützt bei der Konzeption des persönlichen Modells, stellt dieses her und berät bei Fragen zum Aufstellen des fertigen Holz-Caravan:

„Wir richten uns da ganz nach den Ideen unserer Interessenten. Wenn ein Projekt etwas konkreter wird, erarbeiten wir gemeinsam den Grundriss, definieren die Rahmenbedingungen und Kosten und schauen uns auf Wunsch auch die Aufstellung vor Ort und die rechtlichen Rahmenbedingungen an“, erläutert Theresa Steininger den Entwicklungsprozess. Das komplette Beratungspaket erhalten Kunden für eine Beratungspauschale von 800 Euro.

Die Gesamtkosten für den fertigen Wohnwagon berechnen sich unter anderem nach dem verwendeten Material, dem Umfang der Innenausstattung und gewissen Extras. Laut Steininger liegen die Kosten für die aktuellen Modelle zwischen 50.000 und 150.000 Euro und bewegen sich somit in der Preisspanne eines gängigen Mittelklasse-Wohnmobils.

Karl_Außen
Foto: Mit freundlicher Unterstützung von Wohnwagon

In den letzten Wochen durfte das Wohnwagon-Team gleich an zwei neuen, individuellen Modellvarianten arbeiten: Dem „Almwagen Fanni“ für eine Auszeit in den Bergen und dem „Mini-Wohnwagon Karl“ als Wohnwalternative für die bewohnte Innenstadt.

Besonders der urbane „Karl“ gewährt interessante Einblicke in die Möglichkeiten des autarken Lebens. Den Bau der urbanen Wohnwagon-Version gab eine fränkische PR-Agentur in Auftrag.

Im Mai lud „Karl“ mehrere Tage lang zum autarken Probesitzen in der Nürnberger Innenstadt ein, auf seinem eigenen Blog berichten die stolzen Besitzer unter anderem von der Entwicklungs- und Bauphase, der großen Einweihungsfeier in Nürnberg und ihrer ersten Nacht in 25 Quadratmetern urbaner Selbstversorgung.

Ob der kleine Wohnwagon das städtische Leben in Zeiten wachsender Mietpreise und Lebenshaltungskosten entscheidend verändern wird, lässt sich bisher noch nicht sagen. Gut vorstellbar ist es aber allemal.

So unterschiedlich die Wohnwagon-Modelle auch sind, eines haben sie doch alle gemeinsam: Die innovative Technologie, welche Stromrechnung, Heizöl und externe Wasserversorgung zu einem Gedanken der Vergangenheit machen.

Zuhause in der Unabhängigkeit: Zu funktioniert das autarke Wohnen

Kein Abfall, intelligente Energie- und Wasseraufbereitung, rundum natürliches und ökologisch einwandfreies Baumaterial. Von der Stromerzeugung bis zum Dumping haben die Wohnwagon-Entwickler alles bestens durchgeplant.

Strom ohne Kraftwerk

Auf dem Wohnwagon-Dach sammeln vier Photovoltaikpanele mit jeweils 300 Wp Leistung Sonnenenergie und speichern den dadurch erzeugten Strom in einem Hochleistungs-Akku der neuesten Generation.

Ist der Akku vollgeladen, reicht seine Energie bei normaler Nutzung für ganze vier Tage in absoluter Dunkelheit. Bei normaler Sonneneinstrahlung, auch während der Wintermonate, deckt die Solaranlage auf dem Dach den gesamten Jahresverbrauch ab.

Wohnwagon-Bewohner können Beleuchtung, Radio, Laptop und Smartphone ohne Schwierigkeiten betreiben und aufladen. Lediglich große Stromfresser wie SAT-Anlage, Wasserkocher und Co. bedürfen eines bewussten Umgangs.

Zu einem aufmerksamen Stromverbrauch animiert unter anderem die Stromanzeige an der Akkuanlage: Nähert sich der Zeiger langsam der Null, sollte man beispielsweise den Abend statt vor dem TV mit einem Buch verbringen.

Auch das Wasser kommt vom Dach

Während Solaranlagen auf dem Wohnmobildach mittlerweile schon bei vielen anderen Reisemobilmodellen Anwendung finden, ist der innovative Wasserkreislauf des Wohnwagon nach wie vor einzigartig.

Auf dem Dach des Caravan wachsen besondere Sumpfpflanzen, die als Grünkläranlage Regenwasser und Abwasser aus Dusche und Küche wieder in Nutzwasser verwandeln. Ein zusätzlicher Wasserfilter erzeugt aus dem wiedergewonnenen Nutzwasser Trinkwasser.

Die sogenannten Repositionspflanzen nehmen durch bestimmte Mikroorganismen an ihren Wurzeln alle Schadstoffe aus dem Wasser auf. Eine kleine Heizung im Pflanzenbecken sorgt außerdem dafür, dass die resistenten Pflanzen den Frost im Winter unbeschadet überstehen.

Insgesamt arbeitet der Wasserkreislauf mit bis zu 650 Litern, bis zu 400 Liter davon warten in zwei großen Bodentanks auf ihren Einsatz.

Warmes Wasser, warme Füße: Die Solar-Holz-Zentralheizung

Die Solaranlage auf dem Wohnwagon-Dach erzeugt nicht nur Strom, sondern auch Wärme – diese wird direkt in einen 200 Liter Warmwassertank weitergeleitet. Zwei Heizkörper geben die Tankwärme an die Raumluft ab, ein Wärmetauscher erzeugt Warmwasser zum Duschen und Kochen.

Sollte fehlender Sonnenschein die Warmwasserpläne durchkreuzen, kann man mit einem 8 kW starken wassergeführten Holzofen nachheizen. Die Temperatur von Wasser und Wohnraum lässt sich übrigens wie bei modernen Klimaanlagen über eine eingebaute Heizungssteuerung regulieren.

Nichts wird verschwendet: Dünger aus der Bio-Toilette

Die meisten Camper werden uns wohl zustimmen: Das Dumping, also das Entsorgung des Toiletten-Inhalts, ist nicht unbedingt das Highlight einer Campingreise. Doch zum Glück haben sich die Wohnwagon-Entwickler etwas einfallen lassen, um auch das angenehmer zu gestalten.

Eine speziell konzipierte Bio-Toilette mit zwei getrennten Kammern unterscheidet zwischen festen und flüssigen Ausscheidungen. Während der Urin als natürlicher Dünger für die Kläranlage direkt auf das Wohnwagon-Dach weitergeleitet wird, erhalten die festen Ausscheidungen eine sofortige Behandlung durch ein spezielles Streu.

Dieses Streu entzieht den Ausscheidungen die Feuchtigkeit, unterbricht so den Fäulnisprozess und unterdrückt den Geruch. Ist der Behälter schließlich voll, landet sein Inhalt nicht in der Dumping-Station, sondern auf dem Kompost: Hier erzeugt er ökologisch wertvolle schwarze Erde.

In Zeiten unbezahlbaren Wohnraums in Innenstädten und zunehmender Umweltverschmutzung ist es wichtig, alternative Lebensweisen zu entwickeln, zu verbessern und salonfähig zu machen.

Ob nun für den Campingurlaub oder den Alltag: Wir finden, das Konzept des Wohnwagon, ob als Almhütte oder urbaner Wohnraumersatz, ist sowohl spannend als auch zukunftsfähig. Wir freuen uns schon darauf, von den nächsten Fortschritten im autarken Leben berichten zu können.

Titelbild: Mit freundlicher Unterstützung von Wohnwagon