<iframe src="//www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-5SZQR4" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>

Die beiden Minikantone Appenzell-Innerrhoden und Appenzell-Ausserrhoden ganz im Osten der Schweiz sind nur wenige Kilometer vom Bodensee entfernt, wo meine Wohnmobilreise durch die Schweiz gestartet ist.

Die Region ist vor allem für ihren Gourmet-Käse bekannt. Dass die Appenzeller auch stolz auf ihre historischen Eisenbahnen sind, erfuhr ich erst im Gespräch mit einem Milchbauern, bei dem ich den leckeren Schweizerkäse gekauft habe.

Natürlich habe ich daraufhin einen Blick auf die schönen, historischen Lokomotiven und die liebevoll restaurierten Waggons geworfen. Doch als Wohnmobilfan liebe ich die Freiheit, unterwegs unabhängig und flexibel zu sein und jederzeit auf einem Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz in der Natur eine Rast zu machen.

Während meiner Thementour stellte ich mir bei diesen Gelegenheiten aus den erlesenen Köstlichkeiten, die ich unterwegs erstanden habe und die ich problemlos im Kühlschrank meiner kleinen Einbauküche aufbewahren kann, eine Käseplatte zusammen.

Mein erstes Käsefondue nahe dem Vierwaldstättersee – der Geburtsstätte der Eidgenossenschaft

Die nächste Station meiner Wohnmobil-Thementour führte mich zum Vierwaldstättersee, dessen Name nicht nur Käsefreunden bekannt sein wird. Schließlich schlossen sich um 1300 hier die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden zur Eidgenossenschaft zusammen, denen bald weitere Kantone wie Nid- und Obwalden folgten. Mein Wohnmobil habe ich auf einem Stellplatz in Alpnachstadt direkt am Seeufer abgestellt.

Mit dem Ausflugsschiff gelangte ich von Alpnachstad schnell und unkompliziert nach Luzern. Auch Wohnmobilfahrern, die ihren Camper in Weggis, Küssnacht oder einem der anderen Orte am Seeufer abstellen, kann ich nur dazu raten, diese Schiffsverbindungen zu nutzen.

Denn eines werden Sie in Luzern nicht schaffen: Einen günstigen Parkplatz für Ihr Wohnmobil zu finden! Im Übrigen gilt auch für PKW, dass Parkplätze rund um die Uhr die ganze Woche ohne Ausnahme kostenpflichtig sind.

Bei meinem Bummel über die hölzerne Kappellbrücke in die Innenstadt war die Verführung groß, mein Reisemotto zu ändern und mit dem Sammeln spektakulärer Schweizer Chronographen zu beginnen, doch ich entschied mich für ein in Form eines Schweizerkreuzes designtes Käsefondue-Set. Mit reichlich Fondue-Käse und frischem Gemüse ausgestattet, fuhr ich per Schiff zurück zu meinem Wohnmobil.

Dort genoss ich mein Slow-Food Erlebnis vor der romantischen Kulisse des Vierwaldstättersees und der imposanten Berge, zu denen auch Luzerns Hausberg Pilatus zählt. Einen Ausflug zu dessen Gipfel kann ich nur jedem empfehlen! Nach einer kurzen Fahrt mit der Seilbahn liegt einem der See quasi zu Füßen.

Ein Schweizer Käse mit französischem Namen

Im Sommer, wenn die Alpenpässe geöffnet sind, ist es auch mit dem Wohnmobil ein Leichtes, von Luzern über Interlaken im Berner Oberland zum Genfer See zu gelangen.

Dort bekommt man in den Städten Montreux und Vevey, die mit einer herrlich mediterranen Promenade verbundenen sind, den aus dem deutsch-französischsprachigen Kanton Fribourg stammenden Käse La Gruyère. Auf Deutsch heißt er Greyerzer und ist ein halbharter bis harter, würziger Käse.

Montreux Genfer See
Foto:Websi/pixabay/CC0

Den namensgebenden Ort selbst habe ich nicht besucht, da ich es mir mit meinem Wohnmobil lieber am Genfer Seeufer im angrenzenden Kanton Waadt gemütlich gemacht habe. Hier spricht übrigens jeder Französisch. Weil ich es auch einmal in der Schule gelernt habe, nahm ich auf dem Campingplatz eine freundliche Einladung an und genoss die Käseköstlichkeiten, die man mir mit einem Gläschen Merlot anbot, in gemütlicher Geselligkeit.

Nicht verpassen sollte man das Chateaux de Chillon bei Montreux. Das Wasserschloss ist schon allein aufgrund seiner Lage mitten im See eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Schweiz. Sehenswert sind außerdem der Rittersaal mit seiner gewölbten Holzdecke, die Wandmalereien, die die gemütlichen Kaminzimmer schmücken, und das gotische Kellergewölbe in den Gefängnisräumen.

Emmentaler – der Schweizer Klassiker

Auch wenn der ursprünglich Schweizer Käse mittlerweile unter dem Namen „Emmentaler“ auch im Ausland hergestellt wird, geht nichts über das Original – ein milder Käse aus dem Berner Mittelland.

Zwischen Burgdorf im Norden und Langnau im Süden erstreckt sich das liebliche Hügelland des Emmentals, das auch schon einen Blick auf die über 4.000 Meter hohe Jungfrau im Berner Oberland gestattet.

Käsefondeu
Foto:Efraimstochter/pixabay/CC0

Der Emmentaler eignet sich auch gut zum Überbacken und so zauberte ich mir in meinen eigenen vier Wänden ein herzhaftes Käsegericht. Markenzeichen des Emmentalers sind seine zahlreichen Löcher und wer Löcher isst, spart Kalorien – weil ich das aber nicht nötig habe, lege ich einfach eine Scheibe mehr auf das Brot.

Meine Käse-Tour mit dem Wohnmobil führt mich über Zürich zurück zum Bodensee, wo ich bei einem guten Glas Wein noch einmal die verschiedenen Sorten Käse aus meinem Kühlschrank genieße und meine Reise Revue passieren lasse.

Titelbild: @pruzi/http://bit.ly/1RhRjOo/CC0/http://bit.ly/1lyJtlE