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Camping bedeutet, der Natur ganz nahe zu kommen, selbst direkt vor der eigenen Haustür im Schwarzwald. Für alle, die eher ausgefallene Ziele besuchen wollen, hier eine Liste der ungewöhnlichsten Urlaubsziele mit dem Wohnmobil.

Mitternachtssonne und Polarlichter: Das Nordkap in Norwegen

Wer einmal einen Tag ohne Nacht oder eine Nacht ohne Tag erleben will, ist im äußersten Norden Norwegens genau richtig. Dort ragt das Nordkap 300 Meter hoch aus dem Eismeer und verspricht einen spektakulären Blick auf die Klippen und das Meer.

Während man im Sommer unter der Mitternachtssonne ein Buch lesen kann, gibt’s im Winter die Nordlichter zu bewundern. Mehrere Campingplätze stehen in der Nähe zur Verfügung. Dort hilft man auch bei der Organisation von Aktivitäten wie Angeln, Deep Sea Rafting oder Tauchen.

Neuseelands blaues Naturwunder in den Waitomo-Höhlen

Die Waitomo-Höhlen auf Neuseelands Nordinsel sind gigantische Gewölbe, die schon allein durch ihre Größe beeindrucken. Mutige seilen sich von den 100 Meter hohen Steilwänden in die Dunkelheit unter ihnen hinab, während andere eine Bootstour genießen.

Das Highlight der Höhlen offenbart sich dabei als blauer Schimmer an den Wänden und Decken. Unzählige Glowworms lassen hier Fäden herabhängen, mit deren Licht sie Insekten anlocken und Betrachter ins Staunen versetzen.

Sie sind nicht zu verwechseln mit Glühwürmchen, auch wenn das die wörtliche Übersetzung wäre. Stattdessen handelt es sich um Pilzmückenlarven, eine Spezies, die nur in Neuseeland vorkommt. Der Campingplatz des Waitomo TOP 10 Holiday Park liegt nur 800 Meter von den Höhlen entfernt inmitten einer idyllischen Hügellandschaft. Diese Landschaft erinnert an das Auenland aus den Herr Der Ringe Filmen.

Campen in Argentinien: Der Nationalpark Los Glaciares

Startpunkt zu Wanderungen in Argentiniens Nationalpark ist der kleine Ort El Chaltén, wo sich mehrere Campingplätze angesiedelt haben. Noch schöner ist es allerdings, sein Wohnmobil auf einem der Campingplätze mitten im Park zu parken.

Einige davon sind kostenlose Campsites ohne Anlagen, während andere gegen einen Aufpreis eine Basisausstattung bieten. Doch eines haben sie alle gemeinsam: Die wahrlich beeindruckende Kulisse des Nationalparks Los Glaciares im argentinischen Teil Patagoniens.

Die Landschaft ist gezeichnet von riesigen Gletschern und Felsen. An den steilen Eiswänden des Perito Moreno Gletschers bricht sich das Licht in verschiedenen Blautönen, während das Wasser davor türkisgrün funkelt.

Die Granitberge Fitz Roy (3.406 Meter) und Cerro Torre (3.128 Meter) erheben sich steil und spitz in die luftigen Höhen und sind umgeben von zahlreichen weiteren Gipfeln. Ein wundervoller Wanderweg führt durch Laubwälder und Ebenen bis zum Fuße des Fitz Roy Hauptgipfels, wo neben einer weiten Aussicht auch eine türkise Lagune wartet.

Lebende Fossilien und Delfine in Australiens Shark Bay

Während Australien unter Campern bereits äußerst beliebt ist, so wird einigen Orten nach wie vor eher weniger Beachtung geschenkt – um so besser für all jene, die auch abseits der bekannten Urlaubsorte unterwegs sein wollen.

Im Westen Australiens erstreckt sich die riesige Shark Bay, eines der ungewöhnlichsten Ziele mit dem Wohnmobil. Niemand weiß genau, wo der Name herkommt, doch statt Haien trifft man hier Delfine an.

In der Bucht von Monkey Mia kommen die intelligenten Meeressäuger jeden Morgen bis in die seichte Brandung am Strand, um sich dort füttern zu lassen. So kann man die Tiere einmal in der freien Wildbahn erleben und in ihrer Nähe schwimmen.

Australien Shark Bay
Foto:polettix/pixabay/CC0

Gleich am Eingang zur Shark Bay, im Hamelin Pool, leben einige der ältesten Lebewesen des Planeten, die Wissenschaftler lange Zeit schon für ausgestorben hielten. Fossilienfunde hatten darauf hingedeutet, bis man dann die noch lebenden Stromatolithen fand – Ablagerungsgesteine von Mikroorganismen.

Mithilfe von Fotosynthese schaffen diese außergewöhnliche Gesteinsformationen, die bis über die Wasseroberfläche hinauswachsen. Mehrere Campingplätze verteilen sich über die Shark Bay, unter anderem am Hamelin Pool und bei Monkey Mia.

Der beeindruckende Himalaja vor der Wohnmobiltür: Ladakh in Indien

Der Himalaja wird normalerweise mit Nepal und Tibet assoziiert, doch auch Indien hat in der Region Kashmir seinen Anteil am Gebirge. Während schon die Täler von Ladakh auf 3.000 Höhenmetern liegen, erklimmen die Gipfel gar luftige Höhen von mehr als 7.000 Metern.

Hier zu campen bietet nicht nur eine spektakuläre Bergkulisse, sondern auch einen Einblick in die stark von Tibet beeinflusste buddhistische Kultur in den Dörfern der Hochebenen. Weder große Hitzewellen, noch der Monsun erreichen das in Bergen eingekesselte Ladakh, was Campingfreunde freuen dürfte.

Für gehobenere Ansprüche bietet sich das sogenannte Glamping – glamouröses Camping – in großen Zelten nahe der Stadt Leh an. Bei Nacht steht dann, dank geringer Lichtverschmutzung, die Milchstraße am Himmelszelt.

Campen an den Ufern des Senegal

Wer mit dem Camper durch Afrika unterwegs ist, wird sich über einen Stopp im Senegal freuen – sei es bei Nord-Süd- oder Ost-West-Touren. Mit Senegal ist dabei nicht nur das westafrikanische Land gemeint, sondern insbesondere der dort fließende Strom, dessen Wasser kurioserweise salzig ist.

Sonnenuntergang Senegal
Foto:ddouk/pixabay/CC0

Sein Mündungsgebiet in den Atlantik ist ein Überwinterungsplatz für europäische Zugvögel, die sich hier bestens beobachten lassen. Der Fluss bildet auch die Grenze zu Mauretanien, das gleich auf der anderen Uferseite liegt.

Direkt auf den Sandbänken der senegalesischen Seite hat sich bei St. Louis ein toller Campingplatz etabliert, der auch mit einer Werkstatt aufwartet – das ist Campen an einem der ungewöhnlichsten Urlaubsziele mit dem Wohnmobil.

Titelbild: @rakeshgoswami1/http://bit.ly/1lS9OLg/CC0/http://bit.ly/1lyJtlE