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Die Lofoten mit dem Wohnmobil zu entdecken, ist ein ganz besonderes Erlebnis. Denn mit ihren weißen Sandstränden und bunten Fischerdörfern vor schroffer Bergkulisse zählt die norwegische Inselgruppe am Polarkreis zu den schönsten Camping- und Wohnmobil-Destinationen, die Europa zu bieten hat.

Wir zeigen euch, welche Highlights und unvergesslichen Eindrücke im Rahmen eines Roadtrips zu den Lofoten auf euch warten. Der folgende Routenvorschlag führt zu den schönsten Orten der 150 Kilometer langen Inselkette und enthält lohnenswerte Abstecher zu Wanderungen und Stellplätzen abseits der ausgetretenen Pfade.

Die Stationen unserer Lofoten-Rundreise

Schroffe Berge, die steil ins türkisblaue Meer stürzen, malerische Fischerdörfer, über denen die Nordlichter tanzen, spektakuläre Wanderungen durch eine wilde, unberührte Natur – die Landschaft der Lofoten ist einzigartig in Europa.

Unsere Wohnmobil-Rundreise führt euch in rund sieben Tagen und sechs Etappen von Evenes bis an den Zipfel der Lofoten und zurück nach Evenes. Zwischendurch bleibt genug Zeit zum Wandern und Entdecken.

Die Stationen unserer Lofoten-Rundreise in der Übersicht:

1. Etappe: Evenes –Austvågøy (ca. 135 km)

2. Etappe: Austvågøy – Svolvær – Hennigsvær – Eggum (ca. 115 km)

3. Etappe: Eggum – Haukland Beach – Myrland – Nussfjord – Flakstad (ca. 60 km)

4. Etappe: Flakstad – Ramberg – Hamnøy – Reine – Å – Fredvang (ca. 70 km)

5. Etappe: Fredvang – Ballstad – Kabelvåg (ca. 115 km)

6. Etappe: Kabelvåg – Evenes (ca. 170 km)

1. Etappe von Evenes nach Austvågøy (ca. 135 km) – Mit dem Wohnmobil auf zu den Lofoten

Die schnellste Anreise auf die Lofoten erfolgt mit dem Flugzeug. Der nächstgelegene Flughafen ist Harstad/Narvik bei Evenes (Fluhafencode: EVE). Evenes bietet sich daher als Startpunkt unserer Lofoten-Rundreise optimal an. Von hier sind es mit einem gemieteten Camper oder Wohnmobil 135 Kilometer bis Fiskebøl auf der Insel Austvågøy, dem Tor zu den Lofoten.

Von Evenes starten wir direkt auf die E10. Diese Europastraße wird euch die gesamte Zeit eurer Reise begleiten – sie bildet quasi die Hauptverkehrsader der Lofoten. Der Abschnitt der E10 auf den Lofoten ist eine der 18 offiziellen Landschaftsrouten und gehört zu den spektakulärsten Strecken in ganz Norwegen. Auf insgesamt 230 Kilometern kann man hier alles erleben, was die Gegend so einzigartig macht.

Über Hinnøya auf Vesterålen führt euch die Route zunächst entlang zahlreicher Fjorde, die von immer höher aufragenden Felswänden gesäumt sind. Die Ausblicke sind oftmals so atemberaubend, dass man sich zwingen muss, die Augen auf die Straße gerichtet zu halten.

Auf Wanderungen werdet ihr immer wieder mit grandiosen Ausblicken belohnt

Bei Fiskebøl könnt ihr einen kleinen Umweg über die ruhigere Nebenstraße Fv888 bis Vestpollen einplanen.

Unser genereller Tipp lautet: Biegt auf eurer Lofoten-Rundreise hin und wieder einfach mal spontan von der E10 ab. Häufig münden die Nebenstraßen in Sackgassen mit kleinen Fischerdörfern, die tolle Ausgangspunkte für Spaziergänge und Wanderungen bieten.

Für die erste Übernachtung bietet sich die Insel Austvågøy an. Empfehlenswert ist beispielsweise der ruhig gelegene Wohnmobilstellplatz bei Grunnfør mit traumhafter Aussicht.

2. Etappe von Austvågøy nach Eggum (ca. 115 km) – Die Lofoten-Rundreise kann starten

Zunächst geht es zurück auf die E10, dann in Richtung Svolvær. Auf dieser Strecke kommt ihr bereits an ersten Highlights vorbei.

Svolvaer Lofoten
Fischerhütten und getrocknete Fische in Svolvaer

Svolvaer mit seinem malerischen Hafen und Kabelvåg, das älteste Fischerdorf auf den Lofoten, sind ganz klar einen Besuch wert. Falls ihr gerade im Roadtrip-Modus seid, bietet sich auch bei Etappe 6 noch die Möglichkeit, hier einen Halt zu machen.

Ein Wander-Geheimtipp – weil wenig überlaufen – ist das Rundfjell im Hinterland von Svolvaer. Hilfreiche Wegbeschreibungen und kostenlose Karten zum Herunterladen bietet die Seite www.rando-lofoten.net.

Weiter geht es entlang der E10. Ein lohnenswerter Abstecher führt nach Henningsvær. Das kleine Fischerdorf wird auch „Venedig des Nordens“ genannt, weil es vorgelagert auf zwei Inseln gebaut wurde. Geprägt wird das Bild des Ortes durch die Holzgerüste zum Trocknen des Fisches.

Fischerdorf Henningsvaer Lofoten
Fischerdorf mit viel Charme: Henningsvær

Die Fahrt geht nun von der Insel Gimsøy hinüber nach Vestvågøy. Bei Bøstad bietet sich die Möglichkeit, einen Abstecher nach Eggum machen. Das alte Fischerdorf mit seinem bekannten Leuchtturm liegt direkt am Meer. Hier wartet am Ende der Straße ein idealer Platz zum Übernachten auf euch: der Wohnmobil-Stellplatz Borga Eggum. An einer „Kasse des Vertrauens“ zahlt man einen kleinen Eintritt und kann dann den freien Blick auf den Atlantik und die Mitternachtssonne genießen.

Alternativ fahrt ihr direkt weiter zu den Stränden von Haukland und Utakleiv, zwei der schönsten Strände Norwegens. Der Stellplatz in Uttakleiv ist zwar nicht kostenlos, aber traumhaft schön gelegen. Mit eurem Wohnmobil steht ihr auf einem Parkplatz oberhalb des Sandstrands mit Blick auf das Meer und die traumhafte Bergkulisse.

3. Etappe von Eggum nach Flakstad (ca. 60 km) – Strand, Strand und nochmals Strand

Feiner Sand und türkisblaues Wasser machen die Bucht von Haukland so besonders. Am benachbarten Strand Utakleiv türmen sich hingegen große Felsen in der Brandung – ebenfalls ein Muss für Strandliebhaber auf den Lofoten.

strand lofoten
Schöner Sonnenuntergang mit traumhafter Kulisse

Wer sich nach noch mehr Abgeschiedenheit sehnt, kann anschließend einen Abstecher nach Myrland unternehmen. Nur wenige verirren sich über die FV805 in diese beschauliche Ortschaft mit ihrem Wasserfall. Die Straße führt jedoch zu einem der schönsten Orte der Lofoten.

Auch das touristische Städtchen Nusfjord eignet sich für einen Zwischenstopp. Hier findet man eine Vielzahl roter und gelber Rorbuer. Die saisonal genutzten Fischerhütten stehen unter Denkmalschutz und dienen in den Sommermonaten als Freilichtmuseum.

Zum Tagesausklang bietet der Campingplatz Lofoten Beach Camp bei Flakstad eine einmalige Lage mit Stellplätzen direkt am Strand und einem tollen Blick auf den weißen Sand und das türkisfarbene Meer.

4. Etappe von Flakstad nach Å und zurück nach Fredvang (ca. 70 km) – Spektakuläre Aussichten

Diese Etappe führt durch eine der schönsten Regionen der Lofoten. Ihr solltet euch daher ausreichend Zeit für die Sehenswürdigkeiten und Aussichten entlang der Strecke nehmen.

Kurz hinter Flakstadt taucht der blendend weiße Sandstrand von Ramberg auf. Vom Rastplatz an der Straße lässt sich die atemberaubende Bucht in voller Breite überblicken. Die E10 führt nun direkt am offenen Meer entlang nach Hamnøy. Dort öffnet sich die zauberhafte Aussicht über das Reinefjord.

Die Fischerdörfer Hamnøy und Reine zählen aufgrund ihrer schönen Motive und einmaligen Lage zu den beliebtesten Stopps für Fotografen und Reisende auf den Lofoten-Inseln.

Hamnøy Dorf Lofoten
Hamnøy – Beliebtes Ziel bei Hobbyfotografen

Sehr beliebt ist außerdem die Aussicht vom Reinebringen. Der einstündige steile Aufstieg belohnt mit einem spektakulären Panoramablick über den Fischerort und die von schroffen Felsklippen umgebenen Fjorde, ist jedoch sehr anstrengend und nur bei gutem Wetter möglich. Stündliche Wettervorhersagen bietet das norwegische Wetterportal yr.no. Alternativ empfehlen wir euch die unten beschriebene Wanderung auf den Ballstadtheia, die weniger anspruchsvoll, aber ebenso lohnenswert ist.

Reinebringen Panorama
Ein spektakuläres Panorama bei Reinebringen

Weiter geht es bis zum südlichsten Ort der Inselgruppe nach Å i Lofoten. In den Fischerei- und Stockfischmuseen könnt ihr Wissenswertes über den Fischfang und die anschließende Trocknung des Kabeljaus erfahren.

An der Spitze angekommen geht es nun auf der E10 wieder zurück Richtung Nordosten. Das bietet euch Gelegenheit, noch einige Sehenswürdigkeiten und Wanderungen mitzunehmen, die ihr auf der Hinreise verpasst habt.

Ein empfehlenswerter Ort für die nächste Übernachtung ist der Campingplatz von Fredvang. Er bietet tolle Aussichten und ist ein guter Ausgangspunkt für die Wanderung zur atemberaubend schönen Bucht von Kvalvika, die nur zu Fuß zu erreichen ist.

Strand Ytresand bei Fredvang
Ganz in der Nähe des Campingplatzes von Fredvang – Strand Ytresand

Alternativ könnt ihr zur Übernachtung den Campingplatz in Moskenes in der Nähe des Fähranlegers nutzen.

5. Etappe von Fredvang nach Kabelvåg (ca. 115 km) – Abstecher und Nebenstraßen

Nach der wundervollen Wanderung zur Kvalvika-Bucht könnt ihr nun einen Abstecher nach Ballstad machen. Ballstad ist das größte Fischerdorf der Lofoten mit zahlreichen Anlegestellen und Fischerbooten. Aber auch die umliegende Natur ist beeindruckend.

Eine Wanderung auf den Hausberg von Ballstadt, den Ballstadtheia, bietet sagenhafte Aussichten und ist eine gute (und leichtere) Alternative zum Aufstieg auf den bekannten Reinebringen.

Bei Leknes verlasst ihr nun die von der Herfahrt bereits bekannte E10 und folgt stattdessen der Nebenstraße Rv815 Richtung Valberg, die nochmals besonders schöne Eindrücke der Lofoten und der unberührten Natur bietet.

Robbe Lofoten
Robben könnt ihr während eurer Lofoten Rundreise durchaus begegnen

Ein weiterer Gemeimtipp: ein Abstecher auf die Insel Gimsøy. Das kleine Örtchen Hov bietet jede Menge Ursprünglichkeit und eine karibisch anmutende, verlassene Bucht. Übernachtung: Hov Camping.

Alternativ fahrt ihr weiter bis Kabelvåg. Zum Übernachten bieten sich die nebeneinander liegenden Campingplätze Sandvika und Ørsvågvær an.

6. Etappe von Kabelvåg nach Evenes (ca. 170 km)

Wer bei Etappe 2 die Gelegenheit noch nicht genutzt hat, kann jetzt einen Stopp in den Fischerdörfchen Kabelvåg und Svolvær einlegen. In Svolvær könnt ihr den Hurtigruten-Schiffen beim Ein- und Auslaufen zusehen.

Anschließend geht es auf der E10 zurück zum Ausgangspunkt eurer Reise nach Evenes.

Schlusswort Lofoten Rundreise

Abschließend möchten wir noch einmal betonen, dass es neben der Fahrt im Camper oder Wohnmobil kaum eine bessere Art gibt, den herben Reiz der Lofoten zu erleben, als die Landschaft wandernd zu erkunden. Neben den oben genannten Wander-Empfehlungen findet ihr auf Outtt.com zahlreiche weitere Vorschläge zum Wandern auf den Lofoten.

Ausblick Strand Lofoten
Solche Ausblicke sind immer wieder eine tolle Belohnung für die Aufstiege

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, diese einzigartige Inselwelt nördlich des Polarkreises mit dem Wohnmobil und per Pedes zu erkunden und es euch schon in den Fingern kribbelt, mit der Reiseplanung zu beginnen, könnt ihr gleich hier das passende Gefährt für einen unvergesslichen Urlaub buchen. Neben den Lofoten hat Norwegen auch noch mehr zu bieten. Seht dazu in unserem Ratgeber allgemeine Tipps zu Wohnmobilreisen nach Norwegen und weitere spannende Ausflugsziele.