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Sie möchten die Geschichte und Kultur Deutschlands mit Ihrem Wohnmobil erkunden? Auf keiner Strecke geht das besser als auf den acht Welterberouten. Diese Routen führen durch ganz Deutschland und umfassen diejenigen Stätten und Landschaften, die die UNESCO als wichtiges Erbe ausgezeichnet hat.

Wattenmeer Nordsee

Die erste UNESCO Welterberoute

Die erste UNESCO Welterberoute führt durch Norddeutschland. Vom Wattenmeer an der Nordsee, das 2009 zum Weltnaturerbe ernannt wurde, geht die Fahrt knapp 500 Kilometer weit bis zu den Ostseebädern.

Das Weltnaturerbe Wattenmeer umfasst eine Fläche von mehr als 10.000 qm an den Küsten von Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen, Dänemark und den Niederlanden. Dabei umfasst das gesamte Gebiet insgesamt drei Nationalparks.

Das Besondere am Wattenmeer ist die vielseitige Landschaft. An kaum einem anderen Ort Deutschlands finden sich so viele Tier- und Pflanzenarten wie hier. Wer mehr über die 10.000 Jahre alte Wattlandschaft erfahren möchte, sollte sich vor Ort auf jeden Fall für eine Wattwanderung mit einem Reiseführer anmelden.

Vom Meer zu Deutschlands Hansestädten

Die Hansestadt Bremen liegt nur wenige Kilometer südlich des Wattenmeeres. Hier sind der „Roland“, auch als „Bremer Freiheitsstatue“ bekannt, und das Bremer Rathaus Beispiele für die Architektur der Weser Renaissance. Die Ausstellung der Schiffsmodelle aus dem 16. bis 18. Jahrhundert in der oberen Rathaushalle erzählt außerdem von der nautischen Geschichte der Region.

Anschließend ist ein Besuch beim Bremer Roland, der mit 10,21 Metern größten freistehenden Plastik des deutschen Mittelalters, pflicht. Hier gehört es zum Brauch, die spitzen Knie des Roland zu berühren. Diese sind exakt eine Bremer Elle voneinander entfernt und dienten den Händlern im Mittelalter wohl als Maßeinheit. Danach lohnt es sich, durch die engen Gassen der Bremer Innenstadt zu spazieren.

Der nächste Halt ist die Hansestadt Lübeck. Diese wurde 1143 gegründet und gilt als die erste „abendländische Stadt an der Ostseeküste.“ Sie diente damit als Vorbild für andere Hansestädte an der Ostsee wie Rostock und Wismar. Die Altstadt Lübecks war 1987 die erste in Nordeuropa, die man ins UNESCO Weltkulturerbe aufnahm. Noch heute erinnert die Backsteingotik der Altstadt an das alte Image der Stadt als Zentrum des Welthandels.

Die Altstadt ist rundum vom Wasser umgeben, das Stadtbild prägen die sieben Türmen der fünf Hauptkirchen Lübecks. Unterwegs sollten Sie außerdem ein Stück vom originalen Lübecker Marzipan probieren.Die letzte Hansestadt der Tour ist Wismar. Die Altstadt Wismars aus dem 14. Jahrhundert gehört seit 2002 zum europäischen UNESCO Weltkulturerbe. Gemeinsam mit der Altstadt des 150 Kilometer entfernten Stralsund verkörpert sie die typische Hansestadt aus der Blütezeit des Städtebundes.

Tour-Finale an der Ostsee

Die letzte Etappe der ersten UNESCO Welterbetour verläuft über etwa 175 Kilometer entlang der Ostseeküste bis nach Rügen. Unterwegs passieren die Camper beschauliche Dörfer und Kleinstädte. Hier sorgen weite Strände und elegante Gutshäuser für ein besonderes Panorama.

Die Boddenlandschaft lädt zum Erholen ein, das OZEANUM auf der Stralsunder Hafeninsel schickt Besucher auf eine Tour durch Ostsee, Nordsee, Atlantik und Polarmeer.

Die Fahrt endet hinter der Rügenbrücke im Nationalpark Jassmund, UNESCO Welterbe seit 2011. Nach einem Spaziergang durch den Buchenwald können Reisende die Fahrt auf der ersten von acht Welterbetouren auf einem Campingplatz am Strand von Rügen ausklingen lassen.

Die zweite UNESCO Welterberoute

Die zweite der acht deutschen UNESCO Welterberouten führt uns durch Deutschlands Osten. Die Fahrt beginnt bei Eisleben in Sachsen-Anhalt und endet nach knapp 330 Kilometern in Angermünde in der Uckermark, knapp eine Fahrstunde nördlich von Berlin.

Diese Route steht im Zeichen der Geschichte. Der erste Teil der Strecke widmet sich Martin Luther, dem großen Reformator des 16. Jahrhunderts. Weitere Punkte sind die Städte Berlin und Potsdam, die mit ihren Sehenswürdigkeiten zu den meist besuchten Städten Europas zählen.

Die Lebensstationen Martin Luthers: Von Eisleben bis Wittenberg

In Eisleben im Harzvorland beginnt die Fahrt entlang der zweiten UNESCO Welterberoute. Der Theologe und Reformator Martin Luther wurde hier 1483 geboren und starb hier 1546, nachdem er schwer krank von Halle (Saale) anreiste, um einen Streit der Grafen von Mansfeld zu schlichten.

Noch heute erinnern mehrere Sehenswürdigkeiten und Museen in der Lutherstadt an den berühmten Sohn Eislebens. So zählt zum Beispiel das Geburtshaus Martin Luthers zu den ältesten Museen der Welt. Auch das Sterbehaus Luthers ist noch heute als Museum erhalten. Im Regionalgeschichtlichen Museum und im Liboriushaus im Kloster Helfta können Besucher noch mehr über die Geschichte der Region erfahren.

Vorbei an Köthen (Anhalt), wo Johann Sebastian Bach einige Teile seiner Sonaten schrieb, ist die Stadt Dessau-Roßlau der nächste Halt auf der zweiten Welterberoute.

Die ehemalige Residenz-Stadt Dessau-Roßlau liegt nur wenige Kilometer entfernt von Metropolen wie Leipzig und Magdeburg. Neben den vielen Schlössern, Gärten und Museen ist die Stadt vor allem für ihre vielen Weltkulturstätten bekannt.

Dazu gehören weite Teile des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches und das Biosphärenreservat Mittelelbe. Besonders bekannt ist darüber hinaus das zwischen 1925 und 1926 von Walter Gropius errichte Bauhaus Dessau. Die Architekturschule zählt zusammen mit der Bauhausstätte in Weimar seit 1996 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Etwas mehr als eine halbe Fahrstunde entfernt liegt die Lutherstadt Wittenberg, die letzte Etappe auf den Spuren Martin Luthers. Hier steht unter anderem die bekannte Schlosskirche, an deren Türen Luther seine 95 Thesen anschlug.

Die Stadtkirche ist aber nicht das einzige berühmte Bauwerk der Stadt. Das Schloss und die Schlosskirche, die Christuskirche und das Rathaus auf dem Marktplatz sollten sich Besucher nicht entgehen lassen. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte außerdem einen Besuch im Augusteum, im Lutherhaus, im Melanchtonhaus, in der Universität „Leucorea“ und im Hamlethaus einplanen.

UNESCO-Kulturstätten in Berlin und Potsdam

Was wäre eine kulturelle Städtetour durch Ostdeutschland ohne einen Stopp in der kulturellen Hochburg Potsdam und der Weltmetropole Berlin?

Anders als bei den vorherigen Zielen sind diese beiden Städte, vor allem Berlin, nur schwer mit dem Wohnmobil zu erkunden. Außerhalb Berlins und Potsdams stehen aber zahlreiche Stellplätze bereit, auf denen Sie Ihr Reisemobil abstellen können. Die meisten dieser Plätze sind an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden. So ist der Weg in die Innenstadt auch ohne Auto nicht weit.

Potsdam ist die Hauptstadt Brandenburgs und liegt nur wenige Kilometer südwestlich von Berlin. Sie war lange Zeit die Residenzstadt preußischer Könige, woran auch heute noch zahlreiche Parks und Bauten erinnern. Die vielen Schloss- und Parkanlagen hat die UNESCO 1990 in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit aufgenommen.

Die beliebtesten Orte dieser Kulturlandschaft sind die Parkanlagen Sanssouci, Neuer Garten, Babelsberg, Glienicke und die Pfaueninsel. Architektur-Liebhaber sollten auf keinen Fall das Schloss Sanssouci, das Neue Palais und das Orangerieschloss verpassen.

Die Metropole Berlin ist an und für sich schon einen Besuch wert. Viele historische Gedenkstätten wie das Holocaust-Mahnmal, eine Vielzahl an Museen und Ausstellungen und bekannte Bauten wie das Brandenburger Tor und das Deutsche Reichstagsgebäude sind nur wenige der vielen Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt.

Auch die UNESCO hat Teile der Stadt als wichtiges kulturelles Welterbe anerkannt. Seit 1991 stehen einige der Parks und Schlösser der Stadt auf der Welterbeliste der UNESCO. 1999 kamen die Museumsinsel und 2008 die Siedlungen der Berliner Moderne hinzu. Kaum eine Stadt Europas vereint derart viele Sehenswürdigkeiten aus verschiedensten Epochen.

Tourfinale in der Schorfheide – UNESCO-Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin

Die zweite UNESCO Welterbetour endet in Angermünde an der polnischen Grenze. Die Stadt und ihre Region sind nicht nur Erholungszentrum, sie beherbergen auch ein ganz besonderes UNESCO Weltnaturerbe.

Der Buchenwald Grumsin ist ein Teil der deutschen Karpaten und wurde 2011 dem bereits bestehenden Buchenurwald-Erbe der Karpaten hinzugefügt. Seit 1990 ist der Wald Grumsin durchweg naturbelassen, in den letzten Jahren zeigten sich die Anfänge einer durch und durch natürlichen Waldentwicklung.

Die dritte UNESCO Welterberoute

Die dritte Welterberoute führt uns auf knapp 300 Kilometern von Hildesheim in Niedersachsen über Quedlinburg in Sachsen-Anhalt bis ins schöne Eisenach in Thüringen. Diese Route zeigt ihren Besuchern den großen Umbruch Deutschlands. Viele Gebäude erinnern an die Anfänge der industriellen Revolution, eindrucksvolle Landschaften zeugen von der deutschen Reformationszeit.

Hildesheim zählt zu den zehn größten Städten Niedersachsens und markiert den Start unserer Reise. Mitten im Leinebergland, der bei Wanderern beliebten Mittelgebirgsregion, finden sich in der Stadt am Fluss Innerste gleich zwei UNESCO Weltkulturdenkmäler. Beide Bauten, der Hildesheimer Dom und die Michaeliskirche, stehen schon seit 1985 auf der UNESCO Welterbeliste.

Der Hildesheimer Dom steht schon seit 872 an derselben Stelle. Nach einem großen Brandschaden und diversen Umbauten fiel der 1850 endlich fertiggestellte Dom dem zweiten Weltkrieg zum Opfer. Bis 1960 wurde er in vereinfachter Form wieder aufgebaut.

Die beeindruckende Michaeliskirche geht ebenfalls auf das frühe Mittelalter zurück. Im Jahre 996 ließ Bischof Bernward von Hildesheim eine erste Kapelle errichten, die man über die Jahre immer weiter vergrößerte.

Weiter nach Sachsen-Anhalt in die Welt des Fachwerks

Die nächste Etappe, die Welterbestadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt, ist nur rund 130 Kilometer von Hildesheim entfernt. Doch dieser kurze Weg ist gespickt mit vielen Orten, die UNESCO Entdecker nicht verpassen sollten.

In Alfeld nahe Hildesheim findet sich ein Andenken an die Entwicklung des Bauhaus-Stils. Das Fagus-Werk, heute Sitz der Firma Fagus-GreCon, wurde 1911 vom Vorreiter des Bauhaus-Stils Walter Gropius erbaut. Seit 1946 steht das Gebäude unter Denkmalschutz, 2011 hat man es in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen.

Der deutschen Wirtschaftsgeschichte können UNESCO Entdecker in Rammelsberg, nahe Goslar, auf den Grund gehen. Hier steht das Erzbergwerk Rammelsberg. Dieses war als weltweit einziges Bergwerk mehr als eintausend Jahre lang ohne Unterbrechung in Betrieb.

Angefangen im 10. Jahrhundert hat man hier bis zur Stilllegung 1988 fast 30 Millionen Tonnen Erz gefördert. Noch heute erinnern Denkmäler wie die Abraumhalden aus dem 10. Jahrhundert und der Rathstiefste Stollen aus dem 12. Jahrhundert an die Arbeit unter Tage. 1992 ernannte die UNESCO das Bergwerk zusammen mit der Altstadt Goslars zum Weltkulturerbe.

Vorbei am Kloster Ilsenburg und dem Nationalpark Harz, dem größten Waldnationalparks Deutschlands, erreichen wir schließlich Quedlinburg.

Quedlinburg liegt im Harz an der Bode und erhielt bereits im Jahre 994 das Stadtrecht. Wegen seiner imposanten Altstadt – über 1.300 Fachwerkbauten aus mehr als acht Jahrhunderten – wurde Quedlinburg 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Das Stadtbild überragt die Stiftskirche St. Servatius, eines der beeindruckendsten Denkmäler der Hochromantik.

Weiter nach Eisenach in den Thüringer Wald

Das Finale der dritten Welterberoute befindet sich in der Lutherstadt Eisenach, am Tor zum Thüringer Wald. Unterwegs sind außerdem zwei kurze Stopps Pflicht für alle UNESCO-Fans.

Der erste Halt ist die Stadt Thale zu Halle mit ihrer Salzwirker-Bruderschaft. Der Salzabbau in der Region um Halle an der Saale war bereits vor mehr als 1000 Jahren der wichtigste wirtschaftliche Sektor der Region. Um 1491 organisierten sich die Salzarbeiter in der Salzwirker-Bruderschaft, einem Vorläufer der heutigen Gewerkschaften. Seit 2014 ist die Bruderschaft in Thale zu Halle Teil des UNESCO Weltkulturerbes.

Schon im Juni 2011 nahm man den Nationalpark Hainich zwischen Sondershausen und Mühlhausen in die Welterbeliste auf. Der große Buchen-Urwald mit seiner großen Artenvielfalt (bis zu 50 Wildkatzen sollen dort leben) ist das perfekte Ziel für Wanderungen durch die Natur.

Den Schluss der dritten UNESCO Welterberoute markiert die Lutherstadt Eisenach. In der nahen Wartburg, die um 1067 gebaut und 1999 zum Weltkulturerbe ernannt wurde, übersetzte Martin Luther zwischen 1521 und 1522 das Neue Testament ins Deutsche.

Eisenach, wo 1685 der bekannte Komponist Johann Sebastian Bach geboren wurde, weist mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten wie der Georgenkirche und dem Stadtschloss ein ganz besonderes Stadtbild auf.

UNESCO-Welterbetour durch das Rheinland

Die vierte UNESCO Welterberoute führt uns nach Westdeutschland. Von Bingen in Rheinland-Pfalz geht die Fahrt rheinabwärts über Köln und Aachen bis nach Essen ins Herz des Ruhrgebiets. Die Route beginnt schon mit einem landschaftlichen Paukenschlag: der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal.

Die Kulturlandschaft Mittelrheintal beginnt in den Wein- und Kulturstädten Rüdesheim und Bingen am Rhein nahe Mainz. Seit 2002 gehört die gesamte Landschaft zum UNESCO Weltkulturerbe. Auf den 67 Kilometern durch das Rheinische Schiefergebirge bis nach Koblenz können Camper einen Ausblick genießen wie wohl nirgends sonst in Deutschland.

Die schönen Altstädte entlang des Rheins laden zum Verweilen im Café oder auf dem Campingplatz mit Flussblick ein. Während einer kleinen Erfrischung können Sie dann einen Blick auf die riesigen Weinberge am anderen Ufer werfen.

Dazwischen finden sich immer wieder kleine Rhein-Insel und imposante Burgen und Ruinen. Und jede davon erzählt ihre eigene Geschichte. All diese Sehenswürdigkeiten lassen sich am besten bei einer kurzen Fahrt mit der Fähre erkunden.

So erinnert zum Beispiel das Niederwalddenkmal bei Rüdesheim an die deutsche Einigung von 1871. Die Burg Rheinstein galt als Herzogensitz und Räubernest und trug im Laufe der Jahrhunderte viele verschiedene Namen, von Spornburg über Fautsburg bis Vogtsburg. Um den Binger Mäuseturm nahe der Burg Ehrenfels ragen sich viele Legenden und Sagen. Diese können Sie sich bei einer Führung direkt vor Ort erzählen lassen.

Die Baukunst des Rheinlands entdecken – Brühl und Köln

Nicht weit ist die Fahrt vom idyllischen Mittelrheintal nach Brühl, der ehemaligen Residenzstadt im Rhein Erft Kreis. Die Stadt Brühl ist für ihre beiden Schlösser Augustusburg und Falkenlust bekannt. Beide zählen zu den wichtigsten Bauwerken des deutschen Barocks und Rokokos. 1984 ernannte die UNESCO beide Schlösser zusammen mit dem Schlosspark zu Welterbestätten.

Von Brühl sind es dann nur noch knapp 15 Kilometer bis zur rheinischen Metropole schlechthin: Köln. In Köln sollten Sie definitiv einen mehrtägigen Stopp einplanen. Ob entspannt am Rheinufer, auf ein Kölsch in der urigen Kneipe oder auf dem Zweirad unterwegs durch die Fahrradstadt – in Köln gibt es einiges zu entdecken.

Wer Einkaufsstraßen liebt, darf die Schildergasse zwischen Heumarkt und Neumarkt nicht verpassen. Nach einer Zählung von 2014 ist sie die meistfrequentierte Straße Deutschlands. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten der Stadt erinnern an die verschiedenen Epochen, in denen Köln entstand. Von Überresten der römischen Besiedlung des Ubier-Stammes über die imposanten Bauten und Mauern des Mittelalters bis zu den klassizistischen Wohnhäusern des Preußischen Kölns gibt es jede Menge zu entdecken.

Das wohl bekannteste kölsche Bauwerk, der Kölner Dom, ist nicht nur das Wahrzeichen der Stadt, sondern seit 1996 auch UNESCO Weltkulturerbe. Die Hohe Domkirche St. Petrus, wie der im gotischen Stil erbaute Dom offiziell genannt wird, ist das zweitgrößte Kirchengebäude Europas und das drittgrößte der Welt.

Die letzte Etappe: Über Aachen ins Herz des Ruhrgebiets

Köln ist nicht die einzige Domstadt dieser Tour. Auch Aachen, die westlichste deutsche Großstadt, darf ein imposantes Sakralgebäude sein eigen nennen. Der Aachener Kaiserdom und der dort verwahrte Domschatz wurden 1978 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. Und das als erstes deutsches und weltweit zweites Kulturdenkmal überhaupt.

Mit dem Aachener Dom ist es aber noch nicht getan. Hinzu kommen weitere Sehenswürdigkeiten wie das Aachener Rathaus, das Grashaus, das Büchelpalais, das Haus Löwenstein und die Kirche St. Michael. Camper können auf den vielen Stellplätzen in und um Aachen wunderbar Halt machen. Seit 2000 bezeichnet sich Aachen selbst als Wohnmobilfreundliche Großstadt.

Das Ende der vierten UNESCO Welterberoute befindet sich in Essen, dem Herzen des Ruhrgebiets. Die viertgrößte Stadt Nordrhein-Westfalens war 2010 stellvertretend für das gesamte Ruhrgebiet die Kulturhauptstadt Europas.

Das Ruhrgebiet beschert Essen auch sein UNESCO Weltkulturerbe. Nämlich die Zeche Zollverein, ein ehemaliges Steinkohlebergwerk, das von 1851 bis 1986 aktiv war. Heute gelten der Schacht, die Gebäude und das darin enthaltene Museum als Andenken an die deutsche Industriekultur.

Die fünfte UNESCO Welterberoute für Literatur- und Garten-Liebhaber

Die knapp 450 Kilometer lange, fünfte UNESCO Welterberoute führt uns wieder durch Deutschlands Osten. Nämlich von der Kultur- und Universitätsstadt Weimar in Thüringen über Potsdam bis nach Bad Muskau in der sächsischen Oberlausitz.

Weimar ist bekannt für die Weimarer Klassik, welche die literarische Epoche um Wieland, Schiller, Goethe und Herder bezeichnet. Wegen dieser Weimarer Klassik, des Bauhaus-Stils und der Nationalversammlung von 1919, die die Weimarer Republik begründete, wurde das „klassische Weimar“ 1998 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt.

Noch heute erinnern viele Sehenswürdigkeiten an die Hochzeiten der Stadt Weimar. Vor dem Deutschen Nationaltheater der Stadt ragt ein Denkmal von Goethe und Schiller empor und in der Altstadt kann man die ehemaligen Wohnhäuser der beiden besichtigen.

Direkt an der Ilm liegt außerdem ein großer Landschaftspark, den Goethe seinerzeit zu großen Teilen mitgestaltet haben soll. Wer sich für Literatur interessiert, sollte auch einen Besuch in den Archiven der Stadt einplanen. Dazu gehören unter anderem das Goethe- und Schiller-Archiv, das Nietzsche-Archiv und das Fürnberg-Archiv. Außerdem haben das Liszt-Haus und das Albert Schweitzer gewidmete Museum im Musäushaus für Besucher geöffnet.

Die Tour geht weiter über Dessau-Wörlitz nach Potsdam

Auch ein Dichter mit grünem Daumen braucht Inspiration. Diese holte sich Goethe für seinen Park an der Ilm im knapp 160 Kilometer entfernten Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Die Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt an der Elbe umfasst ein Biosphärenreservat von 142 Quadratkilometern.

Das Gartenreich Dessau-Wörlitz und die Schlösser und Parks Georgium, Luisium, Mosigkau, Leiner Berg, Großkühnau, Sieglitzer Berg, Oranienbaum und Wörlitz gehört seit November 2000 zum UNESCO Welterbe.

Durch den Spreewald zum Tourfinale in Bad Muskau

Die letzten Kilometer dieser Tour führen uns vorbei am Spreewald – ebenfalls seit 1991 von der UNESCO als Biosphärenreservat geschützt – nach Bad Muskau im Landkreis Görlitz in Sachsen.

Bad Muskau ist ein beliebter Kurort und darüber hinaus auch weltweit bekannt für ihren einzigartigen Landschaftspark, der im 19. Jahrhundert von Hermann Fürst von Pückler-Muskau angelegt wurde.

Hermann Fürst von Pückler-Muskau erfüllte sich mit diesem Garten einen lang gehegten Traum. Er wollte seiner Frau Lucie von Hardenberg und sich selbst ein Vermächtnis errichten, das noch Jahrhunderte später die Menschen in ihren Bann ziehen wird. Das Herz des Parks ist das Neue Schloss von Bad Muskau, auf das die Straßen und Alleen des Parks ausgerichtet sind.

Die sechste UNESCO-Welterberoute: Römer, Barock und Urpferdchen

Die sechste UNESCO Welterberoute führt Camper zu den historischsten Orten Süddeutschlands. Die Sehenswürdigkeiten in Südhessen, Franken und Bayern reichen von der Römerzeit bis ins Tierreich von vor 48 Millionen Jahren – dem „Untereozän“ – zurück.

Wie hat das Leben, das wir heute im Wasser, an Land und in der Luft beobachten, eigentlich angefangen? Die Antwort auf diese Frage können Neugierige in der Grube Messel bei Darmstadt in Hessen hautnah erleben. Seit 1995 zählt die Grube Messel zum UNESCO Weltkulturerbe, erst Anfang 2015 sorgte sie in den Medien für große Aufmerksamkeit. Der Grund: Eine neue Datierungsmethode zeigte den Forschern der Grube auf, dass sie sich um eine Million Jahre „verrechnet“ hatten. Die Grube Messel und die darin gefundenen Fossilien sind nämlich nicht nur 47, sondern ganze 48 Millionen Jahre alt.

Heute können Besucher die Funde von Million Jahre alten Fischen, Insekten, Reptilien, Vögeln und Säugetieren entdecken. Der bekannteste Fund der Grube ist das „Propalaeotherium“, auch „Urpferdchen“ genannt. Dies ist ein Vorfahre der heutigen Pferde, das vor bis zu 50 Millionen Jahren in Mitteleuropa gelebt haben soll.

Über die römische Grenze nach Würzburg

Von der Grube Wessel führt die erste Etappe in Richtung Osten nach Würzburg. Unterwegs verläuft ein Teil des 550 Kilometer langen Limes, des alten römischen Grenzwalls, welcher das Weltreich vor den Barbaren schützen sollte.

Über Bad Hönningen / Rheinbrohl verläuft der Limes bis zum Kastell Eining an der Donau, kurz vor Regensburg. Seit 1987 ist der römische Limes Teil des UNESCO Weltkulturerbes. Die Reste der über 2000 Jahre alten Wachtürme, Mauern, Palisaden und Kastelle sind definitiv einen Stopp wert.

In Würzburg erwartet uns ein Sprung von der Römerzeit in den Barock. Die Würzburger Residenz, errichtet zwischen 1719 und 1781, gilt mit ihrem prächtigen Hofgarten als das stilreinste Barockschloss Deutschlands.

Einst war die Würzburger Residenz der Sitz wichtiger Fürsten, heute zählt sie neben Schönbrunn in Wien und dem Schloss von Versailles zu den wichtigsten Bauwerken des Spätbarock. Seit 1981 gilt die Würzburger Residenz als UNESCO Weltkulturerbe.

Geschichte und Kultur in Oberfranken

Die Fahrt auf der sechsten UNESCO Welterberoute führt uns weiter nach Franken. Die beiden Städte Bamberg und Bayreuth dürfen auf einer Kulturreise durch die Region auf keinen Fall fehlen.

Die Universitätsstadt Bamberg ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum der Region Oberfranken und zählt zur Metropolregion Nürnberg. Bekannt ist die 70.000 Einwohner-Stadt vor allem für ihre Altstadt. Die Altstadt Bambergs rund um die Regnitz ist der größte historische Stadtkern einer deutschen Stadt, der bis heute erhalten ist. Seit 1993 ist die Bamberger Altstadt mit ihren historischen Bauwerken als UNESCO Weltkulturerbe eingetragen.

Nur wenige Kilometer weiter östlich von Bamberg liegt Bayreuth, die 70.000 Einwohner-Stadt, die weltweite Berühmtheit für ihr jährlich stattfindenden Richard Wagner Festspiele erlangt hat. Diese Festspiele finden schon seit 1876 zwischen dem 25. Juli und 28. August im Bayreuther Festspielhaus statt.

Die UNESCO Welterberoute führt uns aber nicht wegen der Richard Wagner Festspiele nach Bayreuth, sondern wegen der Bauwerke der Stadt. Das wichtigste der vielen Sehenswürdigkeiten Bayreuths ist das Markgräfliche Opernhaus – wegen seiner einzigartigen Innenarchitektur gehört das Opernhaus seit 2012 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Über Nürnberg zum Finale in Regensburg

Ab Bayreuth führen die Autobahnen A9 und A3 gen Süden. Erster Halt ist die fränkische Hauptstadt Nürnberg, bevor die Fahrt entlang in Regensburg ihr Ziel findet.

Die Innenstadt Nürnbergs steht nicht nur für einen einzigen Baustil, sie vereint noch dazu viele Bautraditionen in einem einzigartigen Stadtbild. Die Nürnberger Burg stammt aus der Romantik, Frauenkirche und der Schöne Brunnen entstammen der Gotik.

In die Renaissance führen uns das Pellerhaus und der Hirsvogelsaal, die Egidenkirche markiert den Übergang vom Barock zum Rokoko. Die Kirche St. Elisabeth steht für den Klassizismus, die Villa Spaeth für den Historismus, das Volksbad und das Germanische Nationalmuseum für den Jugendstil. Auch die Klassische Moderne und die Postmoderne haben ihren Platz in Nürnbergs Stadtbild erhalten.

Trotz der vielen Bauwerken erhielt die Stadt Nürnberg ihre UNESCO Auszeichnung nicht für Architektur. Wegen ihrer Rolle während des dritten Reiches verschrieb sich die Stadt Nürnberg in besonderem Maße der Herstellung und dem Erhalt von Frieden und Menschenrechten.

Dafür wurde Nürnberg im Jahr 2000 mit dem UNESCO Preis für Menschenrechtserziehung ausgezeichnet. Aktuell bewirbt sich die Stadt mit ihrem Gerichtssaal 600, in dem 1945 das Internationale Militärtribunal über die überlebenden Nazi-Funktionäre richtete, um eine Aufnahme in der UNESCO Weltkulturerbeliste.

Eine weitere beeindruckende Altstadt empfängt UNESCO Camper in der letzten Station dieser UNESCO Welterberoute. Regensburg war einst die Stadt der Kaiser und Könige, die Stadtgeschichte ist beinahe 2.000 Jahre alt.

Seit 2006 steht die Regensburger „Altstadt mit Stadtamhof“ auf der Weltkulturerbeliste der UNESCO. Hierzu gehören 984 von mehr als 1.500 denkmalgeschützten Gebäuden in der Regensburger Innenstadt.

Die siebte UNESCO Welterberoute: Klöster, Industrie und Karolinger

Wo sonst kann eine historische UNESCO Welterberoute beginnen wenn nicht in der ältesten Stadt Deutschlands? Die Welterberoute Nummer sieben beginnt in Trier mit einer ganzen Ansammlung an UNESCO Denkmälern. Weiter geht die Fahrt über Völklingen im Saarland und durch den Rhein Neckar Kreis, bis sie in Maulbronn im Enzkreis endet.

Die Stadt Trier in Rheinland-Pfalz trug bei ihrer Gründung vor mehr als 2.000 Jahren den Namen „Augusta Treverorum“. Sie war die erste römische Siedlung auf deutschem Boden, die sich zur anerkannten Stadt entwickelte.

An die römische Gründungszeit erinnern noch heute viele Baudenkmäler in der Innenstadt, welche allesamt seit 1986 zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. Diese sind die Barbarathermen, die Kaiserthermen, das Amphitheater, das Porta Nigra, die Römerbrücke, die Konstantinbasilika, die Igeler Säule, die Liebfrauenkirche und der Dom.

Völklingen – Industrieromantik im Saarland

Weiter geht die Tour in Völklingen im Saarland. Die Völklinger Hütte – gegründet 1873 und geschlossen 1986 – gilt als Inbegriff der Saarländer Industrie. Über 100 Jahre lang hat man dort große Mengen Roheisen erzeugt.

Als ehemals wichtiger Standort der Industriekultur wurde die Hütte 1994 zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt. 2007 wurde sie außerdem für die Auszeichnung als Historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland nominiert.

Kloster Lorsch – Das Vermächtnis der Karolinger

Nicht mehr viel erinnert an die fast 150-Jährige Herrschaftsgeschichte der Karolinger. Vor allem deshalb gilt das Kloster Lorsch an der Bergstraße in Südhessen als wichtiges historisches Baudenkmal und nimmt einen wichtigen Platz auf der siebten UNESCO Welterberoute ein.

Das Kloster Lorsch wurde 764 als Benediktiner-Abtei gegründet und erst im Jahre 1564, nachdem es 1461 vom Erzstift Mainz an die Kurpfalz verpfändet wurde, von diesen aufgelöst. Weltweite Bekanntheit erhielt das Kloster Lorsch durch die vielen dort aufbewahrten und bis heute erhaltenen Dokumente. Die bekanntesten dieser Dokumente sind der Lorscher Codex, ein umfassendes Güterverzeichnis, das Lorscher Evangeliar und der Lorscher Bienensegen. Den Status des UNESCO Weltdokumentenerbes erhielt das Kloster im Jahr 2013 aber wegen des Lorscher Arzneibuches, dessen Erstellung auf das Ende des achten Jahrhunderts zurückgeht.

Nur wenige Kilometer von Lorsch entfernt liegt die Stadt Speyer. Die von den Römern gegründete Stadt war einst eine freie Reichsstadt, bayerische Verwaltungsstadt und eine der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.

Heute ist Speyer vor allem für seinen Dom bekannt. Der „Kaiser- und Mariendom“ wurde ab 1025 erbaut und gilt als die größte erhaltene romanische Kirche der Welt. Papst Pius XI. erhob den Speyerer Dom 1925 darüber hinaus in den Stand einer „Basilica minor“ und verlieh ihm damit einen besonderen Ehrentitel. Seit 1981 gehört der Dom zum UNESCO Weltkulturerbe.

Tourfinale im Enzkreis – Das Kloster Maulbronn

Die siebte UNESCO Welterberoute endet in Maulbronn, einer kleinen Stadt im Enzkreis nahe Mühlacker und Pforzheim. Die Kleinstadt zählt nur etwas mehr als 6.000 Einwohner, erhielt wegen des Klosters Maulbronn aber weltweite Bekanntheit.

Das Kloster Maulbronn wurde um 1147 gegründet, heute gilt es nördlich der Alpen als die am besten erhaltene Klosteranlage aus dem Mittelalter. Mittlerweile fungiert es nicht mehr als Kloster, sondern beherbergt das Rathaus, die Polizei und mehrere Restaurants – und ist selbstverständlich für Touristen geöffnet. Seit 1993 ist das Kloster Maulbronn Teil des UNESCO Weltkulturerbes.

Die achte UNESCO-Welterberoute: Kirchen, Schlösser, Bodensee

Die achte UNESCO Welterberoute beginnt in Oberbayern, führt durch das Allgäu und die Allgäuer Alpen und endet schließlich im Bodensee auf der Insel Reichenau. Auf unseren letzten 200 Kilometern Kultur-Straße gibt es nochmal einiges zu entdecken.

Der erste Stopp unserer letzten UNESCO-Reise befindet sich im sogenannten bayerischen „Pfaffenwinkel“ in der Gemeinde Steingaden in Oberbayern. Dort steht die Wieskirche, eine Wallfahrtskirche mitten auf einer grünen Wiese.

Zu Anfang stand hier auf der oberbayerischen Weide eine Statue des „gegeißelten Heilands“. Diese Statue wurde um 1730 von zwei Geistlichen aus dem Kloster Steingaden gefertigt und wechselte nach ein paar Jahren in den Besitz eines Bauern „auf der Wies“, wenige Kilometer vom Kloster entfernt.

Dort bemerkte die Bäuerin Maria Lory am 14. Juni 1738 einige Tropfen auf den Augen der Figur und deutete diese als Tränen. Daraufhin begannen zahlreiche Gläubige damit, zur Statue zu pilgern. Im Jahr darauf hat man für diese Pilger die Wieskirche errichtet.

Größtenteils auf Initiative der Bauern hin wurde die kleine Kapelle über die Jahre weiter ausgebaut. Sie erhielt eine imposante Orgel, einen großen Altarraum und eine kunstvolle Deckenbemalung. Die Bauern vor Ort, so wird oft erzählt, sollen sich auch mehrfach gegen den bayerischen Staat durchgesetzt haben, der die Wieskirche schließen wollte. 1983 hat man die Wieskirche schließlich zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

Alpen, Allgäu und Neuschwanstein – Eine einzigartige Fahrstrecke

Weiter geht die Fahrt über die deutsche Alpenstraße, die älteste und vermutlich auch beliebteste deutsche Ferienstraße, bis nach Füssen. Dort steht eines der wohl bekanntesten deutschen Sehenswürdigkeiten: Das Schloss Neuschwanstein.

Mehr als 1,3 Millionen Besucher aus aller Welt strömen jedes Jahr zum ab 1869 erbauten architektonischen Wunderwerk, das zu Anfang noch den Namen „Neue Burg Hohenschwangau“ trug. Das Schloss Neuschwanstein ist ein Hauptwerk des Historismus und gilt für viele als wahrer Inbegriff des Märchenschlosses. Noch wurde dem oberbayerischen Märchenschloss die Ehre des UNESCO Weltkulturerbes nicht zuteil – seit 2008 strebt Neuschwanstein gemeinsam mit den anderen beiden Ludwig-Schlössern Linderhof und Herrenchiemsee eine Aufnahme in die UNESCO Weltkulturerbe Liste an.

Nach einem Besuch auf dem Schloss Neuschwanstein führt uns die Strecke weiter über die deutsche Alpenstraße in Richtung Bodensee. Unterwegs durchqueren UNESCO Reisende hier das Allgäu – und dürfen einen ganz besonderen Ausblick genießen. Die Straße führt mitten durch die einzigartige bayerische Landschaft, durch die Fenster auf der Fahrerseite scheint das unvergleichliche Panorama der alpinen Gebirgskette.

Die Alpen sind nicht nur schön anzuschauen – hier befindet sich auch ein Teil des deutschen und europäischen UNESCO Weltkulturerbes. An 111 Fundstellen in der Alpenregion wurden in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien und der Schweiz Überreste von prähistorischen Pfahlbauten entdeckt. Diese Behausungen gehen auf das fünfte bis erste Jahrtausend v. Chr. zurück. 2011 wurden diese Fundstellen in die Liste des UNESCO Welterbes aufgenommen.

UNESCO-Finale auf der Insel Reichenau

Am Ende der Alpenstraße im Allgäu erreichen wir schließlich das Ziel der Fahrt – den Bodensee. Über Lindau führt die Strecke den See entlang bis nach Meersburg. Von dort können UNESCO Reisende mit der Fähre nach Konstanz übersetzen. Von Konstanz aus fährt eine weitere Fähre zum letzten UNESCO Weltkulturerbe unserer Reise – zur Insel Reichenau.

Die Insel Reichenau gehört zum Landkreis Konstanz und ist die größte Insel auf dem Bodensee. Auf der Insel liegen drei Dörfer – Oberzell, Mittelzell und Niederzell -, von denen Mittelzell mit 2454 Einwohnern das größte ist.

Seit 2000 gehört die Insel Reichenau zum UNESCO Weltkulturerbe. Das hat sie nicht allein ihrer wunderschönen Landschaft zu verdanken, sondern vor allem dem ehemaligen Benediktinerkloster Reichenau in Mittelzell. Dieses Kloster zählt neben St. Gallen und Fulda zu den bedeutendsten Karolinger-Klöstern. Heute befindet sich im ehemaligen Kloster das Rathaus der Insel. Neben dem großen Einfluss des Klosters hat es vor allem seine Gründungsgeschichte berühmt gemacht.