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Vor einigen Wochen berichtete ein amerikanisches Nachrichtenportal von einer traurigen Geschichte aus den USA: In Midland County, Texas lassen immer mehr Menschen ihre Wohnmobile und Caravans zurück! Die verwaisten Camper werden für die Stadtverwaltung allmählich zum echten Problem. In einem öffentlichen Bericht erklärt der County-Sheriff, dass öffentliche Campingplätze wie auch die Stadtverwaltung durch immer mehr „ausgesetzten“ Wohnmobile allmählich überschwemmt werden. Den Grund für die einsamen Wohnmobile auf Texas‘ Campingplätzen sieht Sheriff Painter in den wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die aus den gefallenen Ölpreisen resultieren und der texanischen Gesellschaft derzeit schwer zu schaffen machen. Die ehemals stolzen Wohnmobilisten aus Midland County, welche zu großen Teilen im Öl-Sektor beschäftigt und vorwiegend in Reisemobil und Caravan zu Hause waren, müssen sich aufgrund der veränderten wirtschaftlichen Gegebenheiten nun umorientieren. Sie verlassen die Stadt auf der Suche nach neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten, die Camper können oder wollen sie dorthin nicht mitnehmen.

Verlassen auf dem Campingplatz

„Sie lassen ihre Stellplatz-Miete auslaufen und verschwinden einfach. Ihr Wohnmobil lassen sie zurück,“ schildert Gabriel Caudillo, Chef einer großen Autoverwertungsgesellschaft in Odessa, die Szene. Die Stellplatz-Besitzer wissen nun nicht, was sie mit der immer größer werdenden Zahl verlassener Wohnmobile anfangen sollen. In Texas gelten strikte Eigentumsrechte für Reisemobile. Die Stellplatz-Betreiber dürfen die ausgesetzten Wohnmobile weder kaufen noch verkaufen. Sie können nichts anderes tun, als die Camper aus dem Stellplatz zu ziehen – doch sie wissen nicht, wohin damit. Die Stadtverwaltung verbietet das Abstellen von Reisemobilen auf den öffentlichen Straßen. Die Behörden suchen weiterhin nach einer Lösung. Zwar lässt die Gemeinde eine Lagerstätte für die Reisemobile errichten – allerdings muss jedes Fahrzeug vier Monate verlassen herumstehen, bevor es zu öffentlichem Eigentum erklärt und „umgeparkt“ werden kann. Das bringt die Stellplatz-Betreiber um die Mieteinnahmen, welche sie mit einer Vermietung an andere Dauercamper oder Touristen verdienen könnten.

Nicht aufgeben

Zwar schockiert uns die Vorstellung einer „Geisterstadt“ voll verlassener Wohnmobile – doch solange die Öl-Produktion in Texas weiter zurückgefahren wird und der Staat keine Abwrackprämie für Wohnmobile einführt, wird sich das Problem der ausgesetzten Reisemobile in naher Zukunft wohl kaum in Wohlgefallen auflösen. Wir wünschen Midland-County und anderen betroffenen Regionen ein gutes Durchhaltevermögen und viel Erfolg bei der Suche nach einer Lösung.