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Seit dem 19. August ist es offiziell: Volkswagen will den Elektro-Bulli 2022 auf den Markt bringen. Der VW I.D. Buzz wurde im Januar erstmals auf der North American International Auto Show (NAIAS) als Studie präsentiert und mit Begeisterung aufgenommen. Jetzt soll er in die Fußstapfen der VW-Bus-Klassiker T1 und T2 treten und in Serie gehen. Das gab Volkswagen beim Oldtimer-Wettbewerb „Concours d’Elegance“ im kalifornischen Pebble Beach bekannt.

Das Design des VW I.D. Buzz orientiert sich am legendären VW T1, der vor fast 70 Jahren auf den Markt kam. Doch technisch ist der VW Bus im 21. Jahrhundert angekommen. Der Camper der Zukunft begeistert nicht nur mit elektrischem Antrieb, sondern verfügt auch über ein Touchpad-Lenkrad und ein Augmented Reality Display. Obendrein kann er autonom fahren und ist dank platzsparender Technologie ein wahres Raumwunder.

VW I.D. Buzz neben VW T1
Zweifarbenlackierung wie beim legendären VW T1 (Foto: Volkswagen AG)

Mit Elektro-Power durch Stadt und Land

Der I.D. Buzz basiert auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) von VW. Ausgestattet ist er mit zwei E-Motoren, die es zusammen auf eine Systemleistung von 275 kW beziehungsweise 374 PS bringen. Damit schafft es der Elektro-Bulli in nur fünf Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 160 km/h begrenzt, damit er auch ohne Aufladen weite Strecken meistern kann. Angekündigt wurde der I.D. Buzz mit einer Reichweite von bis zu 600 Kilometern. Somit ist er bestens für Roadtrips und Städtetouren geeignet.

Aufladen kann man den VW Bus der nächsten Generation induktiv oder per Ladesäule. An Schnelllade-Tankstellen soll es möglich sein, die Batterie innerhalb von 30 Minuten zu 80 % aufzuladen. An einer normalen Steckdose dauert es hingegen bis zu zwei Tage, die Batterie voll aufzuladen. Damit Reisende das Fahrzeug voll ausnutzen können, sind sie also auf eine Infrastruktur mit ausreichenden Schnellladesäulen angewiesen.

VW ID Buzz cruist am Meer entlang
In nur 5 Sekunden geht es von 0 auf 100! (Foto: Volkswagen AG)

Im Fahrersitz des VW I.D. Buzz

Beim Einsteigen fällt eins sofort auf: Ein traditionelles Lenkrad gibt es nicht. Stattdessen verfügt der I.D. Buzz über ein Touchpad. Über dieses lassen sich Blinker, Licht und Hupe bedienen. Auch auf das klassische Armaturenbrett wurde verzichtet. Die wichtigsten Informationen werden für den Fahrer via Augmented Reality Display dreidimensional auf die Frontscheibe und die Straße projiziert. Die Rückspiegel wurden durch Kameras ersetzt. Funktionen wie Infotainment und Klimaanlage werden über ein Tablet gesteuert.

VW ID Buzz Fahrerseite
Beim Einsteigen fällt eins sofort auf: Ein reguläres Lenkrad ist nicht vorhanden (Foto: Volkswagen AG).

Als Fahrer sitzt man relativ hoch in einem weichen, bequemen Sitz. Durch längeren Druck auf das VW-Logo löst sich das Touchpad-Lenkrad aus dem Armaturenbrett heraus und man kann losfahren. Die Pedale im Fußraum sind groß und modern gestaltet. Spielerische Elemente sind das Stopp-Symbol auf der Bremse und das Play-Symbol auf dem Gaspedal. Doch fahren muss man nicht wirklich selbst, denn der I.D. Buzz ist auf das autonome Fahren ausgerichtet.

Mit nur einem Klick auf das ausgefahrene Touchpad verschmilzt es wieder mit dem Armaturenbrett. Das Fahrzeug ist jetzt im vollautonomen Modus „I.D. Pilot“. Möglich macht das ein Technikensemble aus Laserscanner, Ultraschallsensoren, Radarsensoren, Area-View-Kameras und Frontkamera. Diese erfassen das Umfeld. Weitere Verkehrsdaten empfängt der I.D. Buzz über die Cloud. Verschiedene Bordeinstellungen kann man außerdem per App und persönlichem Profil vorkonfigurieren. Möglich ist das Ganze allerdings erst frühestens ab 2025. Vorher ist das autonome Fahren in Deutschland noch nicht erlaubt.

ID Buzz Touchpad
Ein Klick auf das VW-Zeichen genügt und der I.D. Buzz fährt ganz von allein (Foto: Volkswagen AG).

Ein wahres Raumwunder

Auch wenn man noch nicht autonom fahren darf, ist der VW I.D. Buzz äußerst bequem, denn er bietet Platz in Hülle und Fülle. Der Campingbus ist 4,94 Meter lang, 1,98 Meter breit und 1,96 Meter hoch. Je nach Wunsch finden hier bis zu 8 Personen Platz. Da die Sitzlandschaft multivariabel gestaltet ist, kann man sie nach den eigenen Vorlieben vielfältig konfigurieren: Die Vordersitze lassen sich drehen, die Sitze der zweiten Reihe lassen sich verschieben und zusammenklappen, während man die dritte Sitzreihe bei Bedarf zur Liegefläche umbauen kann.

Die Batterie befindet sich im Fahrzeugboden, sodass der Raum des I.D. Buzz maximal ausgenutzt werden kann. So finden unter der Fronthaube 200 Liter Gepäck Platz, während im Heck zwischen 660 und 4600 Liter Ladegut untergebracht werden können. Herausgekommen ist also ein Campingbus, bei dem man nicht an Gepäck sparen muss und mit dem auch Familien problemlos reisen können.

Volkswagen Showcar I.D. BUZZ
Selbst Surfer bekommen ihr gesamtes Equipment unter (Foto: Volkswagen AG).

Ein Preis für den futuristischen VW steht noch nicht fest. Und es ist auch noch nicht sicher, ob sich alle vorgestellten Features wirklich in Serie umsetzen lassen. Trotzdem sind wir auf das marktreife Modell gespannt und freuen uns, wenn wir ihn in fünf Jahren endlich testen können.

Was haltet ihr vom VW I.D. Buzz? Macht er Lust auf einen Campingtrip oder bevorzugt ihr den klassischen Bulli?