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149 Liter Kaffee trinkt der Deutsche jährlich im Durchschnitt und möchte auch in seinem Urlaub am liebsten nicht darauf verzichten. Gerade im Campingurlaub ist das heutzutage auch überhaupt nicht mehr nötig, gibt es doch ein großes Angebot an transportablen Kaffeezaubergeräten, die einen tollen Campingkaffee produzieren. Auch auf meinem Frühstückstisch beim Camping darf der Wachmacher keinesfalls fehlen. Erst mit einer Tasse Kaffee in der Hand fühle ich mich so, als hätte der Tag die Chance, der schönste Urlaubstag meines Lebens zu werden. Was gibt es Tolleres, als mitten im australischen Outback die Sonne über dem Ayers Rock aufgehen zu sehen mit einem leckeren Kaffee in der Hand, den es in einem Café in Berlin auch nicht besser geben würde? Oder am portugiesischen Strand von Cascais zu sitzen und den Blick über den wilden Atlantik schweifen zu lassen, während einem die köstlichen Aromen des Heißgetränks in die Nase steigen? Meiner Meinung nach nichts, weshalb ich an dieser Stelle einmal zusammenfassen möchte, welche Möglichkeiten es bei der Wohnmobil-Kaffeeproduktion zu beachten gibt.  

Es kommt auf das richtige Zusammenspiel an

Damit der Kaffee bei seiner Herstellung alles an Aroma entfaltet, was möglich ist, gilt es, die richtige Wassertemperatur sowie die Ziehzeit zu beachten. Ist die Wassertemperatur zu hoch, werden dabei feine Kaffeearomen verbrannt. Wenn sie hingegen zu niedrig ist, bekommt der Kaffee einen sauren Geschmack. Wer seine Barrista-Qualitäten perfektionieren möchte, versuche eine Temperatur zwischen 92 und 96 Grad zu erzeugen. Wenn der Kaffee zu lange zieht, schmeckt er schnell bitter, bei einer zu kurzen Ziehdauer erhält man hingegen eine geschmacklose braune Brühe.  

Das Mokka-Kännchen

Aus Traditionsgründen und wegen meiner Liebe zu Bella Italia schwöre ich weiterhin auf die gute alte Mokkakanne, die bei den Experten ziemlich gut wegkommt und deren Endergebnis mir auf meinen Wohnmobilreisen Tag für Tag große Freude bereitet. Ich verwende das Original von Bialetti, das mir beim Campen von Australien bis Uruguay nie seinen Dienst verweigert hat.  

Barrista-Zubereitung

Den besten Campingkaffee bekommt man, wenn man das Kännchen mit kochendem Wasser füllt, das bis zum Rand mit Espressopulver gefüllte Kaffeesieb hinzugibt, den oberen Kannenteil aufschraubt und das Ganze bei mittlerer Hitze erwärmt. Sobald die ersten blubbernden Geräusche zu hören sind: Herd aus und das Kännchen unter kaltes Wasser halten, damit der Brühvorgang unterbrochen wird. Perfecto!  

Frische Kaffeebohnen

Weil meine Touren oft mehrere Monate andauern, ist es mir nicht immer möglich, frische Kaffeebohnen zu verwenden. Diese haben bis drei Monate nach der Röstung den besten Geschmack und sollten am besten von Hand gemahlen werden. Kein Problem in Australien, wo man in den Großstädten hervorragende frisch geröstete Bohnen bekommt. Den besten Kaffee meines Lebens habe ich vor einigen Jahren in Melbourne getrunken. In den südamerikanischen Ländern, bis auf die Anbauländer wie Kolumbien, Brasilien oder Ecuador, eher schwierig. Aber ich habe mich sehr gefreut, als ich entdeckte, dass beispielsweise der Café Molido, den es in Uruguay in jedem Supermarkt gibt, durchaus als Ersatz herhalten kann.  

French-Press-Can aka Cafetière

Wenn ich mit Freunden auf Campingtour gehe, die meinem Espresso- oder auch Mokkaergebnis nicht so zugetan sind wie ich, gibt es zusätzlich frisch gebrauten Campingkaffee aus der französischen Cafetière, die auch unter dem Namen French Press bekannt ist. Das Prinzip ist allgemein bekannt und macht auch die Teetrinker unter unseren Freunden glücklich, da er sich ebenfalls in dieser Glaskanne zubereiten lässt. Kaffeepulver rein, heißes Wasser drüber, dem Ganzen ein paar Minuten Zeit geben und das Sieb langsam herunterpressen. Entweder kommt der Kaffee sofort in die Tassen, oder er muss in ein anderes Gefäß umgefüllt werden, damit der Kontakt zwischen Kaffeesatz und Wasser unterbrochen wird. Voilà!  

Neuentdeckung: Die Aeropress

Letztes Jahr auf unserer Reise durch Portugal, die uns mit dem Wohnmobil von Lissabon nach Porto führte, hatte ein Freund dann seine hochmoderne Aeropress-Kanne dabei, mit deren Ergebnis er uns alle überraschte und sowohl die Kaffee- als auch die Espressotrinker unter uns zu beeindrucken wusste. So geht’s: Zunächst muss der Filter unter Wasser gehalten werden, um seinen Eigengeschmack zu entfernen. Dann wird er eingesetzt, die Aeropress zusammengeschraubt und das nicht zu fein gemahlene Kaffeepulver, etwa 2-3 Teelöffel, werden hineingegeben. Schließlich wird der Brühkolben mit ca. 80 Grad heißem Wasser gefüllt. Ist er bis zu ¾ gefüllt, einmal umrühren, für noch mehr Aroma einige Sekunden warten, dann den Kolben zur Gänze füllen und langsam hinunterdrücken. Der perfekte Kaffee fließt dabei in das bereitgestellte Kännchen oder direkt in die Tasse. Je nachdem, wie die Kaffeeverhältnisse bei meinem nächsten Campingurlaub sind, werde ich meine neue Aeropress-Kanne ebenfalls mitnehmen!