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Schweden mit dem Wohnmobil erkunden – das ist ohne Zweifel die schönste Art, das Land und seine Natur zu genießen. In diesem Artikel finden Sie wichtige Tipps und Hinweise wir für Ihre nächste Tour im skandinavischen Königreich.

Die Anreise kann auf dem Landweg oder mit der Fähre erfolgen. Sowohl für die Überquerung der Öresundbrücke als auch für die Fahrt mit der Fähre entstehen Kosten. Die Fähre ist die schnellere Variante, aber für viele Wohnmobilisten ist bei einer Reise zu Land oft schon der Weg das Ziel. Allerdings sollten Sie in Sachen Straßenverkehrsordnung in Schweden einige Besonderheiten beachten.

Tipps zum Straßenverkehr in Schweden

In Schweden sind die unterschiedlichen Straßenarten anders markiert als in Deutschland und dem Rest Europas. Die Leitfarben in Schweden sind die Folgenden:

  • Grün steht für Autobahn  
  • Blau für Bundesstraßen  
  • Gelbe und weiße Schilder weisen auf Nebenstraßen hin.

Darüber hinaus gibt es einige Regeln, welche für Autofahrer in Schweden gelten. Manche davon unterscheiden sich sehr von denen in Deutschland. Die wichtigsten Regeln sind:

  • Es gilt eine Alkoholgrenze von bereits 0,2 Promille.
  • Schwedische Land- und Schnellstraßen beinhalten eine Randspur für langsamere Fahrer.
  • Gelb beschilderte Straßen sind nicht öffentlich. Sie werden im Winter nicht regelmäßig geräumt.
  • Das Verkehrsschild mit einem weißen „M“ auf blauem Grund bedeutet: Gegenverkehr beachten.
  • In Schweden ist das Fahren mit Abblendlicht zu jeder Zeit Pflicht. Fahren ohne Licht kostet 400 Kronen, ca. 40€.
  • Auf den Autobahnen gilt ein generelles 100km/h Tempolimit. Extreme Temposünder müssen Schweden nach Sofortzahlung und binnen 24 Stunden mit einem Ersatz-Führerschein verlassen.
  • In Schweden gibt es keine Vignettenpflicht. Nur für große Brücken fällt eine Maut an.
  • Viele Fähren verkehren nicht in der Zeit von 20:00 Uhr bis 08:00 Uhr.
  • Die Straßenbahn hat in Schweden immer Vorfahrt!
  • Parkverbote sind mit gelben Zick-Zack- oder gestrichelten Linien gekennzeichnet.
  • Tankstellen haben rund um die Uhr geöffnet. Sie bezahlen hier meist an Automaten mit Bargeld (Kronen) oder Kreditkarte. Viele Tankstellen übernehmen auch die Aufgaben der Post.
  • Jegliche Art von Wildunfällen ist meldepflichtig. Der Notruf lautet wie in Deutschland 112.

Camping in Schweden

Die meisten Campingplätze in Schweden sind das ganze Jahr über geöffnet, viele besitzen auch eine Sauna. Die Kosten für einen Stellplatz sind mit 150 bis 300 Skr (ca. 15-30€) sehr günstig. Campingplätze im Inland sind noch einmal günstiger als an den Küsten und in den Randgebieten der größeren Städte.

Campingplätze in Schweden liegen meist mitten in der Natur, häufig direkt neben offenen Wäldern. So zählen unter anderem Elche des öfteren zu Ihren Camping-Nachbarn.

Nordlicht am Himmel in Schweden

Schweden besitzt über 400 Campingplätze, die zur Vereinigung SCR gehören. Um dort zu parken, benötigt man die Camping Key Europe. Diese bietet:

  • Einfaches Ein- und Auschecken auf allen SCR Svensk Campingplätzen
  • Unfallversicherungsschutz für die ganze Familie
  • Zahlreiche Rabatte und Vergünstigungen

Kommunale Campingplätze sind häufig mit öffentlichen Freibädern oder ähnlichen Einrichtungen kombiniert. Dementsprechend sind auch die Toiletten häufig öffentlich zugänglich. Viele private Campingplätze hingegen besitzen hohe Standards in Komfort und Ausstattung.

Naturstellplätze sind die eigentlichen Geheimtipps auf einer Reise durch Schweden. Besonders beliebt sind sie in Süd- und Mittelschweden. Wer auf der Suche nach schönen und kostenlosen Stellplätzen ist, wird in dieser Liste mit Vorschlägen und Bewertungen sicher fündig.

Das Jedermannsrecht erlaubt außerdem unter Einhaltung gewisser Richtlinien das Campen in freier Natur. Um Missverständnissen vorzubeugen, sollte man sich vorher aber beim Grundbesitzer oder der zuständigen Behörde informieren.

Mittelalterflair am Öresund: Camping in Schwedens Süden

Rund um Malmö gibt es die herrlichen Landschaften der Region Skåne zu erkunden. Hier eröffnen sich Ihnen traumhafte Küstenformationen, gleichzeitig dürfen Sie einen Hauch südschwedischer Kultur schnuppern.

Schon die Anreise ist beeindruckend. Während der Fahrt über die Öresundbrücke, die längste Schrägseilbrücke der Welt, erhaschen Sie einen wunderschönen Blick auf die Meerenge, welche die Ostsee vom Kattegat trennt. Am anderen Ende der Brücke schimmert die Skyline Malmös. Hier erhebt sich das bizarre Hochhaus Turning Torso, das 190 Meter in den Himmel ragt und als Wahrzeichen der Stadt gilt.

Rund um Malmö: Tipps für einen Ausflug

Beginnen Sie Ihre Campingreise in Schweden mit einem Rundgang durch Malmö. Die verbliebenen Teile des alten dänischen Schlosses und die vielen Fachwerkhäuser am kleinen Markt schaffen ein sehr schönes Ambiente.

Der Lilla Torg, zu deutsch der „kleine Markt“, ist hier eines der Highlights. Sie finden dort exzellente Cafés und Restaurants, wo Sie leckere Spezialitäten wie Köttbullar probieren können.

Zwei sehr gute Campingplätze gibt es im Viertel Limhamn in unmittelbarer Nachbarschaft zur Öresundbrücke. Nach einigen Tagen in Malmö beginnt die Fahrt über die Straße Klagshamnvägen nach Süden, immer der Küste entlang. In Klagshamn biegt der Weg nach Osten ab – nach insgesamt zwölf Kilometern erreichen Sie die kleine Ortschaft Lockarp.

Lockarp ist der perfekte Ort für Golf-Fans, gleich drei Parcours befinden sich in der Nähe. Wen es nach den Abschlägen wieder nach Kultur verlangt, muss nur wenige Kilometer weiter nach Oxie fahren. Hier lohnt es sich, den alten Wasserturm und die mittelalterliche Kirche anzusehen.

Der Ort ist übrigens einer der größten Umschlagplätze für Blumen in Schweden. Soweit das Auge reicht, werden Sie hier Blumengroßhändler sehen, die ihre Waren über den Malmöer Hafen einführen.

Skånes Universitätsstadt: Ausflug nach Lund

Für die Weiterfahrt von Oxie nach Lund wählen Sie erneut die Landstraßen. Bei Svedala biegen Sie nach Norden ab, passieren über die 108 das malerische Gewässer Yddingesjön und erreichen nach knapp 40 Kilometern das Ziel. Einen passenden Campingplatz finden Sie in Lund leider nicht, können auf einem kleinen Parkplatz außerhalb des Ortes „wild“ übernachten.

In Lund sollten Sie unbedingt die mittelalterliche Kathedrale besuchen. Die wuchtigen Mauern stammen aus der romanischen Epoche und wurden aus italienischem Sandstein geschaffen. Im Inneren sind der gotische Altar von 1398 und die astronomische Uhr sehenswert. Äußerst spannend ist außerdem die uralte Krypta, in welcher der Legende nach der irische Held Fionn mac Cumhail begraben sein soll.

Das kulturelle Zentrum Lunds bildet ganz klar der Uni-Campus. Das Hauptgebäude ist allein schon wegen Ihrer Architektur eine Attraktion.

Krypta in Lund

Die klassizistische Fassade stammt aus dem 19. Jahrhundert, genauer gesagt aus dem Jahr 1882, als das Haus von König Oscar II. eröffnet wurde. Die vielen Parkanlagen rund um die Universität und die alte Bibliothek mit ihrem mittelalterlichen Turm garantieren einen unvergesslichen Anblick.

Wenn Sie mehr über die südschwedische Landkultur erfahren möchten, sollten Sie unbedingt zum Open Air Museum Kulturen fahren. In diese Ausstellung historischer Landwirtschaftsgebäude und Höfe dürfen Sie uralte Werkzeuge und Möbelstücke sowie einen markanten Runenstein bewundern.

Mit dem Wohnmobil in Schwedens Hinterland: von Malmö nach Göteborg

Hinter Lund geht die Reise weiter, immer an der Küste entlang. Über Helsingborg und Halmstad sind es 335 Kilometer nach Göteborg. Die zweitgrößte Stadt Schwedens beheimatet den wichtigsten Hafen des Landes. Damit nimmt sie als Handelsplatz eine besonders große Bedeutung in Skandinavien ein.

Faszinierend sind vor allem die Schärengewässer, die Sie mit dem Segelboot erkunden können. Vom Meer aus können Sie die luxuriösen Wohnhäuser und Villen unter die Lupe nehmen, die einige reiche Kaufleute auf den Inseln errichtet haben.

In Göteborg gibt es einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Zu den wichstigsten gehören das Museumsschiff Viking und die Oper, eines der modernsten Konzerthäuser der Welt.

Reise ins Inland: Schwedens Seen

Schwedens Hinterland ist abseits der Küsten von dichten Wäldern und kristallklaren Seen geprägt. Eines dieser Gewässer ist der Vättern, der mit fast 300 Kilometern zweitgrößte See Schwedens. Jönköping ist der perfekte Ort, um die skandinavische Natur besser kennenzulernen. Das Ambiente ist entspannt und ruhig.

Es gibt im Ort selbst einen großen Stadtpark mit Freilichtmuseum und das Fabrikmuseum von Husqvarna. Die Stadt an sich ist aber noch nicht die Hauptattraktion, sondern die dichten Wälder an der Küste des Vättern.

Die Nächte können Sie auf dem Campingplatz Habo verbringen, der sich direkt am Ufer befindet. Die Kosten für einen Stellplatz liegen bei etwa 35 Euro für vier Personen, Wohnmobil und Stromanschluss. Zu den Highlights gehören der Strand der Anlage und die von den Betreibern organisierte Elchsafari.

Schwedisches Moor

Nach dem Vättern steht der Vänern auf dem Programm, der größte See Europas. Von Lidköping am Südufer trennen Sie lediglich 120 Kilometer. Dort warten dann neben dem Zeltplatz Kronocamping Lidköping Ausflüge auf die Insel Torsö und die zerklüfteten Küstenlandschaften bei Kristinehamn. In dieser Gegend sind kaum ausländische Urlauber unterwegs, weswegen Sie hier authentisches Schweden-Feeling haben.

Norrköping und Växjö

Im Anschluss geht es an die Ostküste Schwedens, genauer gesagt nach Norrköping. Hier führt der kilometerlange Fjord Braviken ins Land hinein und eröffnet ein spannendes Panorama. Insgesamt ist Norrköping eine gemütliche Kleinstadt mit einem erstaunlich großen Hafen, der einst der Holz- und Ölwirtschaft diente. Zu empfehlen ist ein Besuch im ehemaligen Industriegelände Arbetets, das heute als Museum, Universitätsgebäude und Konzerthalle genutzt wird.

An der Uferpromenade finden Sie eine Reihe guter Cafés und Restaurants, während der Stadtteil Strömmen für seine historischen Fabrikgebäude bekannt ist. Zum Übernachten bietet sich First Camping im Vorort Kolmarden an, welches sich unmittelbar am Fjordufer befindet und mit einer ungewöhnlichen afrikanischen Gestaltung überrascht.

Von Norrköping aus geht es anschließend wieder in Richtung Süden. Die nächste Etappe führt über 260 Kilometer hinweg in die Provinzstadt Vaxjö in der Provinz Kronoberg.

Rathaus Malmö

Växjö gilt gemeinhin als die Glashauptstadt Schwedens. Der kleine Abstecher lohnt sich, weil die Glasfabriken und Werkstätten einen interessanten Einblick in das Handwerk eröffnen. Östlich des Doms können Sie den alten Runenstein bewundern. Und nur fünf Kilometer nördlich der Stadt ist die Schlossruine Kronoberg eine erwähnenswerte Attraktion.


Checkliste: Einreise mit Hund in Schweden

Auch der beste Freund des Menschen darf in den Schwedenurlaub fahren. Für die Einreise mit dem Haustier gilt in Schweden wie uns unseren Nachbarländern das EU-Recht. Das heißt bei einer Campingtour in Schweden gibt’s ein paar Sachen zu beachten, wenn man seinen treuen Vierbeiner mitnehmen will:

  • ID-Kennzeichnung: Der Hund benötigt eine ID-Kennzeichnung: Diese kleinen Transponder-Chips werden den Hunden bereits im Welpen-Alter unter die Haut injiziert. In Deutschland ist das bereits seit 2004 Pflicht, die Injektion übernimmt der Tierarzt
  • Tollwutimpfung: Er muss gegen Tollwut geimpft sein. Deutschland gilt zwar seit April 2008 als tollwutfrei, die Impfung ist seither nur noch für Auslandsreisen Pflicht. Die Impfung muss spätestens 21 Tage vor Reiseantritt erfolgen
  • Alter und Impfungszeitraum: Der Hund sollte mindestens 4 Monate alt sein. Hunde sollten bei der Tollwut-Impfung nicht jünger als drei Monate sein. Mit den 21 Tage, die zwischen Impfung und Reiseantritt liegen müssen, ergibt sich ein Einreisealter von mindestens 4 Monaten
  • EU-Heimtierausweis: Er braucht einen gültigen EU-Heimtierausweis. Dieser Heimtierausweis ist seit 29. Dezember 2014 Pflicht für alle Haustiere, die innerhalb der EU über die Ländergrenzen reisen. Die Behörden müssen diesen „Reisepass“ dem Tier eindeutig zuordnen können. Das heißt, die ID-Kennzeichnungs-Nummer des Transponder-Chips muss auf dem Pass eingetragen sein. Jeder niedergelassene Tierarzt kann einen solchen Ausweis ausstellen, wenn er eine entsprechende Ermächtigung der Landesbehörde hat
  • Zollanmeldung: Der Hund muss bei der nächstgelegenen schwedischen Zollstation angemeldet werden. Dazu sprechen Sie einfach die Beamten vor Ort an
  • Weitere empfohlene Impfungen: Der beste Freund reist außerdem gesünder, wenn er gegen Leptospirose und Hundestaupe geimpft wurde und entwurmt wurde. Für die Einreise ist all das nicht mehr rechtlich vorgeschrieben. Viele Tierärzte raten aber dennoch dazu, damit der Hund die Reise auch rundum gesund genießen kann
  • Andere Haustiere: Dies gilt natürlich nicht nur für Hunde sondern auch für andere Haustiere. Die Gesetze sind generell für Hunde, Katzen und Frettchen formuliert und gelten somit für alle gleichermaßen. Der Tierarzt des Vertrauens weiß in solchen Fällen am besten Rat

Wer diese Tipps beherzigt, kann mit seinem besten Freund in Schweden einen tollen Urlaub erleben. Das Land bietet ideale Bedingungen für einen Urlaub mit Hund. Ob nun im Süden mit seinen großflächigen Wäldern, Wiesen und Seen oder im Norden bei einem aktiven Winterurlaub im Schnee – Schweden ist die ideale Möglichkeit um mit den Hund die schönste Zeit des Jahres gemeinsam zu genießen.