<iframe src="//www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-5SZQR4" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>

Andalusien ist die perfekte Destination für Sonnenanbeter. Hier, im Süden des sonnigsten Landes Europas, scheint an über 300 Tagen im Jahr die Sonne und dank des mediterranen Klimas ist die Region ein ideales Reiseziel während der Nebensaison. An der Küste ist es sogar im Winter so angenehm, dass jedes Jahr viele Nordeuropäer dort im Wohnmobil oder Caravan überwintern.

Wenn ihr also dem deutschen Herbstwetter entfliehen oder im Frühling schon mal dem Sommer entgegen fahren möchtet, begebt euch auf einen sonnigen Roadtrip durch Andalusien. Neben schönem Wetter und Sandstränden erwarten euch die berühmten weißen Dörfer, spannende Städte mit einer Vielzahl an kulturellen Angeboten sowie jede Menge kulinarische Genüsse. Naturliebhaber finden in der südlichsten Region Spaniens außerdem eine beeindruckende landschaftliche Vielfalt.

Wohnmobil Roadtrip Andalusien

Unsere Route führt euch an der Costa del Sol entlang nach Gibraltar, durch den Naturpark Los Alcornales über Jerez de la Frontera nach Sevilla und von dort aus nach Córdoba und Granada. Zahlreiche Stell- und Campingplätze – ob stadtnah oder mitten in der Natur –  bieten euch in jeder Gegend eine Übernachtungsmöglichkeit. Los geht es in Málaga.

Station 1: Málaga

Die Geburtsstadt Picassos ist der perfekte Startpunkt für eine Tour durch den Süden Spaniens. Da sich der größte Flughafen Andalusiens in Málaga befindet, kann man problemlos von vielen deutschen Städten aus anreisen und hier auch direkt sein Wohnmobil mieten. Viele zieht es nach der Landung direkt weiter. Wir empfehlen allerdings, ein bis zwei Tage zu verweilen, denn die zweitgrößte Stadt Andalusiens hat Besuchern einiges zu bieten.

Málaga blickt auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurück, was sich in der der Stadt widerspiegelt. Besonders interessant sind die Kathedrale von Málaga, das Castillo de Gibralfaro, die Alcazaba und das Teatro Romano. Kunstliebhaber können das Picasso-Museum, das Zentrum für zeitgenössische Kunst oder das Centro Pompidou Málaga besuchen. Wer es eher entspannt mag, kann sich am Sandstrand La Malagueta sonnen oder sich in einer der vielen Tapas-Bars durch die regionale Küche schlemmen.

Der nächstgelegene Stellplatz ist Camping Torremolinos. Von hier aus seid ihr in 10 Autominuten in der Stadt, beziehungsweise könnt ihr das Zentrum bequem mit Bus oder Bahn erreichen, wenn Ihr euer Fahrzeug lieber stehen lassen wollt. Vom Stellplatz aus sind es nur etwa 50 Kilometer Fahrt bis zum nächsten Ziel: Marbella.

Station 2: Marbella

Wohnmobil Marbella Roadtrip Andalusien

Der mondäne Badeort Marbella lädt zum Flanieren, Feiern, Shoppen und Genießen ein. An den wunderschönen Uferpromenaden der Stadt könnt ihr ausgiebig spazieren gehen; die feinen Sandstränden sind perfekt zum Sonnenbaden und Schwimmen. Am Yachthafen Puerto Banús könnt ihr euch unter die Schönen und Reichen mischen, Sterneküche genießen und extravagant shoppen. Hier befinden sich auch einige der besten Diskotheken Marbellas. Wunderbar feiern lässt es sich aber auch in den vielen Strandbars. Ein weiteres Highlight ist die Altstadt Marbellas. Hier könnt ihr die Baukunst vieler bedeutender Baumeister aus den unterschiedlichen Epochen Spaniens bestaunen. Wer gerne einkaufen geht, findet in den engen Gassen der Altstadt zahlreiche kleine Boutiquen.

Nur 10 bis 15 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt befinden sich mehrere Campingplätze in Strandnähe, an denen ihr euer Reisemobil abstellen und übernachten könnt. Von hier aus lassen sich Marbella und Umgebung bestens erkunden. Wenn ihr euch an den Reichen und Schönen satt gesehen habt, geht es etwa 80 Kilometer weiter an der Küste entlang ins britische Überseegebiet Gibraltar. Einen grenznahen Stellplatz findet ihr in La Linea de la Concepción.

Station 3: Gibraltar

Camping Gibraltar Wohnmobil

In der britischen Enklave mischt sich spanische Lebenslust mit britischem Charme: Bobbys regeln den Verkehr, rot lackierte Telefonzellen erinnern an London und in der Main Street gibt es in mehreren Pubs das britische Leibgericht „Fish and Chips“. Neben den britischen Eigenheiten lockt die Kronkolonie mit wunderschönen Landschaften und historischen Sehenswürdigkeiten. Viele schätzen die Halbinsel auch als Einkaufsparadies, da man hier mehrwertsteuerfrei einkaufen kann.

Auf jeden Fall solltet ihr den Felsen von Gibraltar, das Wahrzeichen des Stadtstaates, besichtigen. Auf den Felsen gelangt ihr zu Fuß, mit der Seilbahn oder einem Sammeltaxi. Oben angekommen erwarten euch quirlige Berberaffen und eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt, die Bucht von Algeciras und die Straße von Gibraltar. Während der Vogelzugzeit kann man hier auch wunderbar Vögel beobachten.

In den Höhlen des Felsens könnt ihr euch außerdem auf die Spuren der Neandertaler begeben. Vor allem die Gorham-Höhle ist als bedeutender archäologischer Fundort bekannt. Sie wurde während der Steinzeit von Neandertalern bewohnt. Die Tropfsteinhöhle St. Michael’s Cave ist ein weiteres Highlight.

Tipp: Stellt euer Wohnmobil auf dem Parkplatz vor der Grenze ab und überquert sie zu Fuß. So erspart ihr euch Ärger mit Staus und Wartezeiten. Außerdem sind die Straßen des Stadtstaates eng, sodass viele für Camper gesperrt sind. Auf den meisten Parkplätzen dürfen große Fahrzeuge auch nicht geparkt werden.

Station 4: Alcalá de los Gazules im Naturpark Los Alcornales

Los Alcornales Spanien im Camper

Als nächstes geht es in den Naturpark Los Alcornales, ein Mekka für Natur- und Wanderfreunde. Hier befinden sich die größten Korkeichenwälder der Iberischen Halbinsel und gleichzeitig das größte zusammenhängende Naturwaldgebiet im gesamten Mittelmeerraum. Der Naturpark bietet zahlreichen Vogel- und Tierarten ideale Lebensbedingungen. Ginsterkatzen, Fischotter und Meloncillos sind in den Wäldern genauso zu finden wie Geier, Falken und Adler. Wer gern aktiv ist, kann hier wandern, mountainbiken, klettern, Kanu fahren, fischen oder Pilze sammeln.

Einen ganzjährig geöffneten Campingplatz mit Restaurant, Café und Supermarkt gibt es bei Alcalá de los Gazules. Alcalá de los Gazules ist ein typisch andalusisches Städtchen mit weiß getünchten Häusern, steilen Straßen und großen Plätzen. Seine Altstadt wurde zum historisch-künstlerischen Erbe erklärt. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Reste des von den Mauren erbauten Castillos und das Rathaus aus dem 16. Jahrhundert. Nur 50 Kilometer entfernt liegt die Hochburg des Sherrys, die nächste Station auf unserer Route.

Station 5: Jerez de la Frontera

Jerez de la Frontera auf einem Wohnmobil Roadtrip

Jerez de la Frontera ist für drei Dinge bekannt: Sherry, Flamenco und Pferde. Es lohnt sich, den Aufenthalt rund um diese Markenzeichen zu planen. Besonders ans Herz legen wir euch den Besuch einer der zahlreichen Bodegas. Hier könnt ihr Sherrys aus der Region probieren und Wissenswertes über diesen Wein erfahren. Bekannte Bodegas wie Tío Pepe bieten Führungen sogar auf Deutsch an.

In der Wiege des Flamenco ist außerdem der Besuch eines Flamenco-Konzerts ein Muss. Tolle Performances gibt es auf dem jährlichen Flamenco-Festival zu sehen. Wer nicht zum Festival in der Stadt ist, kann in den Peñas und Tabancos der Stadt regelmäßig richtig gute Live-Auftritte erleben. Ein weiteres Highlight ist ein Ausflug in die Königlich-Andalusische Reitschule. Hier könnt ihr auf einer Tour durch die Schule oder bei einer Dressurschau die berühmten Kartäuserpferde bestaunen. Nach dem Aufenthalt in Jerez de la Frontera geht es weiter Richtung Norden zum Ausgangspunkt der Ruta de los Pueblos Blancos.

Station 6: Arcos de la Frontera

Arcos de la Frontera Wohnmobil Reise

Die weißen Dörfer (Pueblos Blancos) zählen zu den Wahrzeichen Andalusiens. Arcos de la Frontera ist eines der bekanntesten und zählt zu den schönsten Bergdörfern Andalusiens. Die Gemeinde liegt auf einem knapp 200 Meter hohen Bergrücken, der von dem Fluss Guadalete umflossen wird. In den engen, weiß getünchten Gassen von Arcos kann man sich stundenlang verlieren und an jeder Ecke etwas Neues entdecken. Im maurischen Ortskern sind vor allem das Castillo de los Duques und die zahlreiche Kirchen und Kapellen sehenswert. Eine tolle Aussicht auf die Umgebung erhaltet ihr von der Plaza del Cabildo oder dem Kloster San Augustin.

Da Arcos in wunderschöne Natur eingebettet ist, eignet sich die Umgebung bestens für Wanderausflüge und Radtouren. Im See Lago de Arcos könnt ihr schwimmen, angeln, surfen und segeln. Wer gerne den Golfschläger schwingt, findet bei Arcos einen von der renommierten Firma Landmark Land entworfenen Golfplatz mit außergewöhnlichen Panoramablick auf die andalusische Landschaft.

Der nächste Campingplatz liegt nur 10 Kilometer entfernt. Hier steht ihr in einer spektakulären Umgebung, direkt am Stausee Embalse de Guadalcacín. Wenn ihr Lust auf etwas Zeit in der Natur habt, könnt ihr hier schwimmen, Kanu fahren, segeln oder fischen. Nach dieser kleinen Auszeit auf dem Land geht es dann auf unserer Route weiter in die Hauptstadt Andalusiens.

Station 7: Sevilla

Sevilla im Wohnmobil erleben

Nach etwa 90 Kilometern Fahrt Richtung Norden erreicht ihr Sevilla, die viertgrößte Stadt Spaniens und Geburtsort der Tapas. Euer Wohnmobil könnt ihr direkt in der Stadt bei El Parking Caravane abstellen. Auf dem speziellen Parkplatz könnt ihr übernachten und die Abwassertanks entleeren. Wasser und Strom sind auch vorhanden. Wer es lieber etwas komfortabler mag, kann natürlich auch außerhalb der Stadt campen. Der Campingplatz Villsom liegt beispielsweise nur 15 Kilometer von der Innenstadt Sevillas entfernt.

Egal welchen Platz ihr wählt, in Sevilla lohnt es sich definitiv, ein paar Tage zu bleiben. Dank der langen, bewegten Geschichte könnt ihr hier zahlreiche Sehenswürdigkeiten aus den verschiedenen Epochen erkunden. Die Kathedrale von Sevilla, der Glockenturm Giralda und der königliche Palast Alcázar gehören zu den Must-Sees, aber zu entdecken gibt es natürlich noch viel mehr.

Kunst- und Kulturinteressierte können sich an zahlreiche Museen erfreuen. Im Museum der Schönen Künste könnt ihr beispielsweise Meisterwerke von berühmten Künstlern wie Zurbarán, Murillo und Goya bewundern. Genießer finden allein im Zentrum in über 3000 Bars, Restaurants und Bodegas Gelegenheit, es sich gut gehen zu lassen. Zum Flanieren und Entdecken empfehlen wir die Viertel Santa Cruz und Triana sowie den Maria Luisa Park.

Station 8: Córdoba

Córdoba Camping Urlaub

Das nächste Ziel auf unserer Strecke lädt euch auf eine Zeitreise ein. Römer, Maurer, Berber und katholische Aristokraten haben Córdoba im Laufe der Geschichte erobert und mit imposanten Bauten ihre Spuren hinterlassen. Wer genug Zeit hat, plant im Idealfall also gleich mehrere Tage für den Besuch ein.

Beginnen könnt ihr eure Entdeckungstour an der Puente Romana (Römische Brücke). Dieses Meisterwerk römischer Ingenieurskunst wurde 45 v. Chr. erbaut und gehörte ursprünglich zur Via Augusta. Mit insgesamt 16 Bögen spannt sie sich über den Fluss Guadalquivir. Besonders schön ist es auf der Brücke bei Sonnenuntergang. Am Ende der Brücke thront der Torre de la Calahorra. Diese ehemalige arabische Festung bietet Besuchern eine sensationelle Aussicht auf die Altstadt Córdobas. Heute beherbergt der Torre ein Museum, das sich mit dem friedlichen Zusammenleben von Muslimen, Juden und Christen während der Kalifatszeit befasst.

Auf jeden Fall solltet ihr auch die Mezquita-Kathedrale – das Wahrzeichen Córdobas – besichtigen. Diese Moschee wurde im 8. Jahrhundert von den Mauren erbaut und nach der Reconquista im Jahr 1236 zur christlichen Kirche geweiht. Seit 1984 gehört die Mezquita zum Weltkulturerbe. Auf den Spuren der religiösen Geschichte Córdobas wandelt ihr auch im Alcázar de los Reyes Cristianos. Dieser Palast diente den katholischen Königen bis zur Rückeroberung Granadas als Residenz. In der Blütezeit der spanischen Inquisition wurde der ehemalige Königspalast als Tribunal und Kerker genutzt. Direkt an die Mezquita grenzt auch La Judería, das jüdische Viertel. Der Stadtteil gilt mit seinen verwinkelten Straßen und Gassen unter Besuchern als das schönste Viertel Córdobas. Im Zentrum des Viertels steht seit dem 14. Jahrhundert die alte Synagoge.

Einen zentral gelegenen Stellplatz findet ihr im Norden der Stadt auf dem Campingplatz El Brillante. Der ganzjährig geöffnete Campingplatz liegt nur anderthalb Kilometer vom historischen Zentrum entfernt und ist somit bestens als Ausgangspunkt für Touren durch Córdoba geeignet. Zur nächsten Etappe der Route – Granada – sind es von hier aus etwa 200 Kilometer.

Station 9: Granada

Granada Roadtrip Sonne Andalusien

Hemingway soll einmal gesagt haben: “Wenn wir nur eine Stadt hätten, die wir besuchen könnten, so sollte es Granada sein.” Kein Wunder, denn hier erwarten euch märchenbuchhafte Aussichten, lebendige Tapas-Bars und eine malerische Altstadt voller historischer Bauwerke. Das unumstrittene Wahrzeichen Granadas ist die Alhambra, eines der beeindruckendsten Monumente der islamischen Baukunst in Europa. Da die Stadtburg eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Spaniens ist, solltet ihr euch die Tickets im Voraus besorgen. Selbst in der Nebensaison ist es schwierig, spontan vor Ort eine Eintrittskarte zu ergattern. Für den Besuch der riesigen Burganlage könnt ihr gut und gerne einen ganzen Tag einplanen.

Wenn ihr etwas mehr Zeit habt, empfehlen wir außerdem einen Spaziergang durch das arabische Viertel Albaicín. In den verwinkelten Gassen des ältesten Stadtteils Granadas könnt ihr in die Geschichte eintauchen und in den vielen Bars und Restaurants entspannen. Vom Aussichtspunkt Mirador de San Nicolás bietet sich euch ein Panoramablick auf die Alhambra mit den Bergen der Sierra Nevada im Hintergrund. Im Westen von Albaicín findet ihr das ehemalige Zigeunerviertel Sacromonte. Hier solltet ihr unbedingt die sogenannten Höhlenwohnungen besichtigen. Sie geben euch einen authentischen Eindruck der Lebensverhältnisse spanischer Zigeuner gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

Rund um Granada gibt es mehrere Campingplätze, auf denen ihr euer Reisemobil abstellen und die Gegend erkunden könnt. Von Granada aus geht es dann an der Sierra Nevada vorbei Richtung Süden und an der Küste entlang wieder zurück nach Málaga. Wenn ihr ein bisschen Zeit übrig habt, legen wir euch einen Zwischenstopp im Nationalpark Sierra Nevada wärmstens ans Herz. In dem Gebirge befinden sich die höchsten Berge des spanischen Festlands – ein wahres Paradies für alle Wanderlustigen und Mountainbiker. Von den Aussichtsplattformen der zwei höchsten Gipfel könnt ihr einen herrlichen Ausblick auf Andalusien genießen und euch so mit letzten zauberhaften Impressionen von dieser magischen Region verabschieden.