<iframe src="//www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-5SZQR4" height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe>

Viele deutsche verbringen Ihren Urlaub im Wohnmobil gerne innerhalb Deutschlands. Vor allem für einen kurzen Ausflug für ein paar Tage oder ein Wochenende lohnt sich ein Trip in eine nahe gelegene Urlaubsregion. An dieser Stelle finden Sie Tipps zu interessanten Campingzielen im Westen Deutschlands. Die schönsten Städte und Regionen im Osten und Süden der Republik haben wir in anderen Beiträgen für Sie gesammelt.

Lüneburger Heide: Familienspaß und violette Landschaften

Neben der Nordsee und Ostfriesland zählt vor allem die Lüneburger Heide zu den beliebtesten Campingregionen in Nordwest-Deutschland.

Eine Rundreise mit dem Wohnmobil durch die Lüneburger Heide ist ein einzigartiges Familien-Erlebnis. Den Zeitpunkt der Tour sollte man aber weise wählen, um das Meer aus blühenden Erikas nicht zu verpassen. In der Regel ist die beste Zeit für einen Urlaub dort zwischen August und September, da dann die Heide in kräftigem Violett erblüht. Im Internet gibt es das Heide-Barometer, das einem sagt, wie es mit der Heideblüte aktuell aussieht.

Eine Rundreise durch die Lüneburger Heide: Start in Lüneburg

Diese Beispiel-Rundreise beginnt in Lüneburg, der alten Hansestadt an der Ilmenau. Mit ihren nordischen Backsteinbauten und Kontoren begeistert die Stadt wirklich jeden Besucher. Interessant ist vor allem die Bedeutung des Ortes für den Salzhandel, die sehr gut im Deutschen Salzmuseum in einer ehemaligen Saline nachzuvollziehen ist. Außerdem ist der weitläufige Platz „Am Sande“ mit den prunkvollen Giebelbauten ein Muss während eines Aufenthalts in der Hansestadt.

Bauernhof Lüneburger Heide
Foto:KlausHausmann/pixabay/CC0

Dasselbe gilt für das Heinrich-Heine-Haus. In dem Patrizierhaus aus dem 15. Jahrhundert lebten einst die Eltern des berühmten Dichters. Heute wird die Einrichtung als Kultur- und Literaturtreffpunkt genutzt.

Ab in die Natur: Wildpark Lüneburger Heide und der Totengrund

Die Fahrt in die Lüneburger Heide beginnt auf der Landstraße 216 gen Westen. Vorbei an Kirchgellersen und Salzhausen erreichen Sie nach knapp 30 Kilometern den Wildpark Lüneburger Heide, der vor allem bei Kindern sehr beliebt ist.

In diesem Wildpark können sich die jungen Camper auf vielfältige Weise beschäftigen. Neben einem sehr großen Spielplatz und einem Streichelzoo sorgen 1.200 Tiere aus aller Welt für Unterhaltung. Dazu gehören unter anderem Esel und Ziegen aus dem Himalaja, Polarfüchse, Grauwölfe, Luchse und Schneeleoparden.

Der Eintritt ist darüber hinaus mit 10 Euro pro Erwachsenem und 8 Euro pro Kind recht günstig. Mit der Familienkarte spart man sogar noch etwas.

Weiter geht die Reise zum geheimnisvollen Totengrund am Fuße des Wilseder Bergs. Viele Camper nennen dies die wohl schönste Gegend der gesamten Lüneburger Heide.

Heidekraut
Foto:steinchen/pixabay/CC0

Denn wer zur richtigen Zeit anreist, wird dort mit herrlichen violetten Landschaften belohnt. Zwischen Heidekraut und Wacholderbüschen lohnt sich eine Wanderung bis zum Wilseder Berg.

Dieser ist mit knapp 170 Metern zwar nicht sonderlich hoch, die Aussicht über die blühende Landschaft von Wilsede bis Bispingen ist dennoch überragend. Nur 10 Kilometer entfernt können Sie Ihr Nachtlager auf dem Campingplatz Regenbogen in Egestorf aufschlagen.

Die Anlage bietet Spielmöglichkeiten für die Kinder und ein Restaurant mit regionaler Küche. Die Übernachtung kostet nur 12 Euro pro Nacht für Wohnmobil, zwei Erwachsene und die Kinder, wenn diese noch jünger als 13 Jahre sind.

Umfassendes Familienprogramm: Der Heidepark Soltau

Die nächste Station ist Bispingen, eine kleine Ortschaft, die Campern ein gutes Mittagessen verspricht. Die Gaststätten sind dort traditionell gehalten und das Ambiente insgesamt sehr gemütlich. Dort können Sie sich außerdem für einen spannenden Aufenthalt in Soltau stärken, wo sich der berühmte Heidepark befindet. Achterbahnen, Wasserrutschen, aufregende Shows und Familienrestaurants – was soll man sagen: Der perfekte Ort für Urlauber mit Kindern.

Nehmen Sie auf jeden Fall Badesachen mit, damit Sie im Sommer die vielen Schwimmbecken nutzen können.

Windmühle Lüneburger Heide
Foto:whoefle/pixabay/CC0

Danach bietet der Campingplatz am Mühlenbach ganz in der Nähe des Heidepark Soltau einen Platz für die Nacht. Auch dort ist ein kleiner Badesee vorhanden, an dem man mit Angelschein sogar Fische fangen kann.

Weitere spannende Ausflugsziele in der Nähe sind unter anderem das Spielzeugmuseum in Soltau und der Weltvogelpark in Walsrode. Am Abend empfiehlt sich dann eine Auszeit in der Soltau-Therme. Anschließend kann es weitergehen in Richtung Hannover und Steinhuder Meer.

Hannover und das Steinhuder Meer

Bei Hannover treffen mit dem nahe gelegenen Steinhuder Meer Kultur und Enstpannung aufeinander. Das Steinhuder Meer bietet ein Kontrastprogramm zur Metropole Hannover. Dort finden Sie auch einen günstigen Stellplatz bei Mardorf.

In Mardorf können Sie in einigen Fischerstübchen den frischesten Fang genießen, am Strand des Steinhuder Meeres können Sie die Seele baumeln lassen.

Die Infostelle in Mardorf hilft Ihnen außerderm bei der Planung Ihres Aufenthaltes weiter. Dort erhalten Sie Informationen zu geführten Moorwanderungen und zur seltenen Tier- und Pflanzenwelt, die sich dank der Schutzgebiete dort erhalten konnte.

In Hannover dagegen warten jede Menge Sehenswürdigkeiten darauf, bewundert zu werden. Dies fängt an bei der Backsteingotik der Marktkirche, auch das alte Rathaus und der Beginenturm sind unbedingt einen Besuch wert. Sowohl Rathaus als auch der Beginenturm zeugen von lange vergangenen Zeiten, zu denen die Bevölkerung der Stadt sich noch mit Schwert und Schild verteidigen musste.

Steinhuder Meer
Foto:Didgeman/pixabay/CC0

Im angrenzenden historischen Museum erfahren Sie, wie sich die Stadt im Laufe der Jahrhunderte von einem simplen Marktflecken zur Großstadt entwickelt hat.

Deutsche Geschichte in Goslar erkunden

Als nächster Stopp lohnt sich für historisch interessierte Camper die Harzstadt Goslar nur wenige Kilometer südlich von Hannover. Die Großstadt fasziniert mit seiner historischen Kaiserburg, die auch als „Kaiserpfalz“ bekannt ist.

Die Festung ist aber nicht das einzige Kulturerbe, das Sie hier besichtigen können. Auch der benachbarte Rammelsberg mit dem Besucherbergwerk gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.

Beides sollten Sie sich bei einem Besuch in Goslar unbedingt ansehen. Insbesondere die prunkvollen Gemälde in der Kaiserpfalz, zum Beispiel das „Erwachen des Kaisers Barbarossa“ und die „Apotheose des Kaisertums“. Im Zentrum bildet die Mischung aus gotischen Gilde- und prunkvoll verzierten Fachwerkhäusern ein tolles Ambiente für einen Urlaub.

Bergbau-Männchen Goslar
Foto:Taken/pixabay/CC0

Ein Muss ist außerdem das Stadtmuseum, in dem sich der berühmte Krodoaltar aus dem 11. Jahrhundert befindet. Dieser ist nach dem gleichnamigen germanischen Gott benannt und stand früher im Goslarer Dom.

Rund um Hannover droht auf den Autobahnen immer wieder Stau. Achten Sie deshalb auf den Verkehrsbericht und weichen Sie schon ab Wedemark auf die Landstraßen aus, um längere Standzeiten zu vermeiden.

Das Emsland: Eine Urlaubsregion für Familien

Etwa auf gleicher Höhe wie Goslar, doch sehr viel weiter im Westen, liegt die Region Emsland. Dort empfangen Sie weite Landschaften, die sich perfekt zum Reiten und Radfahren eignen. Für den Aufenthalt im Emsland finden sich einige Campingplätze, zum Beispiel der Campingplatz An der Bleiche. Dessen Lage am Rande der Innenstadt ist ideal, die Ems plätschert nur wenige Schritte vom Wohnmobil entfernt gemächlich nach Norden. Das Emsbad ist für vor allem für Kinder im Sommer das Badeparadies überhaupt.

Entdeckungen im Emsland: Die Rundreise beginnt in Meppen

Meppen ist eine idyllische kleine Gemeinde, die mit einem ruhigen Ambiente und ihrer süßen Altstadt fasziniert. Sehenswert ist dort in jedem Fall das historische Rathaus mit den fünf abgerundeten Giebeln. Einen Blick sollten Sie auf die ebenfalls markant gestaltete Residenz des Rektorats werfen, die lange Jahre als Gymnasialkirche genutzt wurde. Unter den Gotteshäusern ist sicherlich die Propsteikirche St. Vitus einen Besuch wert, allein schon, um neben dem spätgotischen Baustil Überreste aus dem Mittelalter bewundern zu können. Ein besonderes Highlight ist außerdem die Emsländische Freilichtbühne in Meppen, die von Mai bis September bespielt wird. Es werden jeweils ein Familienmusical und ein Abendschauspiel aufgeführt. Die Show für Familien ist vor allem für Kinder toll anzusehen.
Brücke im Emsland
Foto:falco/pixabay/CC0
Die Ortschaft Rheine liegt etwa 65 Kilometer südlich von Meppen. Sie können für die Anfahrt entweder die A31 nutzen oder Sie begeben sich auf die etwas ruhigere Bundesstraße B70. Vorteil an der Bundesstraße ist, dass Sie durch den kleinen Ort Lingen an der Ems kommen und dort bei leckerer Regionalküche einen Halt einlegen können. Mehrere schöne Gaststätten liegen außerdem am Dortmund Ems Kanal. In Rheine wiederum ist alles sehr ländlich geprägt. Es gibt viele Naherholungsgebiete wie den Bentlager Wald, wo sich Sehenswürdigkeiten wie die Saline Gottesgabe und das Kloster Bentlage verstecken. Empfehlenswert ist außerdem der Natur Zoo Rheine mit seinen Störchen und Berberaffen. Wenn Sie sich sportlich betätigen möchten, ist der Emsauenweg eine gute Möglichkeit, um mit dem Fahrrad, zu Fuß oder zu Pferde die Natur zu erkunden. Das Wohnmobil können Sie unter anderem bei einem Ponyhof in Rheine stehenlassen, um anschließend im Rahmen eines geführten Ausritts zu den landschaftlich schönsten Punkten im Auengebiet zu gelangen.

Ausflug zum Sallersee

Auf der Rückreise nach Meppen kommen Sie am Sallersee vorbei, wenn Sie die kleine Landstraße K316 über Schapen nehmen. Von Rheine ist das Gewässer etwa 35 Kilometer entfernt.
Schwäne auf See
Foto:markus53/pixabay/CC0
Bei Ihrer Ankunft werden Ihnen sofort die vielen Ferienwohnungen, ein großes Hotel und verschiedene Stellplätze für Wohnmobile auffallen. Das Naherholungsgebiet ist wirklich sehr schön und Sie können sich verschiedensten Sportarten widmen. Eine Parzelle müssen Sie nicht vorbestellen, die Preise sind mit etwa 3 Euro pro Wohnmobil absolut erschwinglich.

Ponyhöfe und Mittelalterflair: Rundreise im Münsterland

Nur wenige Kilometer südlich des Emslandes beginnt auch schon das Münsterland. Dort ist der Campingplatz Münster ein gut gelegenes Domizil für Ihren Aufenthalt. Vor allem für Familien ist es natürlich genial, dass es neben dem Campingplatz auch gleich ein Schwimmbad gibt. Die Münsteraner Innenstadt erreichen Sie von dort aus mit dem Fahrrad. Die 4,5 Kilometer ins Stadtzentrum sind im Handumdrehen bewältigt.

Eine Rundreise im Münsterland: Erste Station Münster

Wenn Sie pulsierende Städte mit vielen jungen Menschen mögen, sind Sie in Münster richtig. Allein auf der 4,5 Kilometer langen Innenstadtpromenade wird Ihnen ein buntes Treiben begegnen. Viele Einwohner sind mit dem Drahtesel unterwegs. Es soll einer Schätzung nach fast 500.000 Fahrräder in Münster geben. Auf diese Weise lässt sich der Ort auch am besten erkunden.

Sie gelangen schnell zu den historischen Wall-Anlagen und zum heutigen Hansaviertel. Wo früher Waren in den backsteinernen Kontoren lagerten, können Sie heute Ausstellungen und Galerien bewundern oder schick Essen gehen.

Das Flair ist dort ebenso wie im früheren Industriegebiet am Hawerkamp angenehm alternativ und es gibt viel zu erleben. In der Altstadt ist der Prinzipalmarkt mit seinen langen Arkaden und den historischen Giebelhäusern sehr interessant.

Burg Münsterland
Foto:wilhei/pixabay/CC0

Viele der Gebäude stammen noch aus dem Mittelalter. Für Familien interessant sind die Shows im Theater im Pumpenhaus.

Ausflüge in der Region: Dülmen und Ahlen

Die meisten Ausflugsziele in der Region schaffen Sie mühelos an einem Tag. Dülmen ist beispielsweise nur 30 Kilometer entfernt und liegt direkt an der Bundesautobahn A43. Dieser Ort ist vor allem bei Kindern sehr beliebt, denn dort dürfen sie die berühmten Dülmener Wildpferde reiten. Eigentlich handelt es sich bei den Tieren eher um Ponys, die auf den vielen Höfen der Region gezüchtet und gehalten werden.

Anschließend warten nicht weit entfernt in Ahlen alte Burgmannshöfe, insgesamt sieben an der Zahl, mit authentischen Angeboten für ein gemütliches Abendessen.

Windmühle Münsterland
Foto:falco/pixabay/CC0

Zu essen gibt es dort herzhafte Hausmannskost hinter einer schmucken, walmdachgekrönten Fachwerkfassade.

Museen und Sehenswürdigkeiten von Telgte

Ein weiteres beliebtes Ziel ist das zehn Kilometer von Münster entfernte Telgte. Der Ort ist sehr religiös geprägt, was Sie bereits im Westfälischen Museum für religiöse Kultur RELíGIO bemerken werden.

Größerer Bekanntheit erfreut sich jedes Jahr die Telgter Wallfahrt, zu der fast 8.000 Pilger in den Ort kommen und der heiligen Maria gedenken. Entsprechend werden auch Sie um einen Besuch in der Wallfahrtskapelle nicht umhin kommen.

Sehenswert ist diese in jedem Fall aufgrund ihrer barocken Architektur und der aufwendigen Schnitzarbeiten. Wenn Sie sich zufälligerweise am 8. September in Telgte aufhalten, ist der Mariä-Geburts-Markt mit dem großen Springreitturnier ein absolutes Muss.

Mit dem Wohnmobil durch das Neandertal: Reise in die Steinzeit

Das Neandertal im Mettmann-Kreis, unweit der Landeshauptstadt Düsseldorf, ist ein besonderer Tipp für historisch interessierte Camper. Neben den weltbekannten Ausgrabungsstätten – hier wurde das Skelett des „Neandertaler“ getauften Urmenschen gefunden – ist vor allem die malerische Landschaft der Region einen Besuch wert

Am besten erreichen Sie die Region über Düsseldorf – südlich der Metropole am Rhein biegen Sie auf die A46 nach Osten ab und fahren am Kreuz Hilden weiter nach Mettmann.

Sehenswertes in Mettmann: Ein Ausflug in die Steinzeit

Für die meisten Familien ist ein Besuch im Neanderthal Museum das absolute Highlight der Reise. Kinder können dort etwas über die Evolution erfahren und in die Welt unserer Vorfahren aus der Steinzeit eintauchen.

Mehrere Ebenen erzählen zunächst die Geschichte der Ausgrabungen, bevor ein weiterer Bereich die Entwicklung des Menschen darstellt. Im Anschluss an die Besichtigung wird ein Steinzeit-Workshop angeboten. Dort lernen Sie, eine Klinge aus Stein herzustellen und mit Pfeil und Bogen umzugehen.

Ruine im Neandertal
Foto:Hans/pixabay/CC0

Neben dem Neanderthal Museum ist außerdem ein Ausflug über den Kunstweg mit seinen vielen Menschenfiguren und zur ursprünglichen Fundstelle in der Feldhofer Grotte zu empfehlen. Über das Audiosystem erfahren Sie während eines Rundgangs, was es mit den Ausgrabungsstätten und dem Neandertaler auf sich hat.

Achtung: An Montagen ist das Museum geschlossen. An den restlichen Wochentagen hat das Haus von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Übernachten können Sie in der Region am Unterbacher See, wo es am Nord- und am Südufer zwei größere Stellflächen gibt. Inklusive Strom bezahlen Sie dort etwa 15 Euro für einen Stellplatz. Pro erwachsener Person kommen noch 6 Euro zusätzlich pro Nacht dazu.

Die Balver Höhle und Wandern an der Düssel

Die Balver Höhle, eine mächtige Karsthöhle im Hönnetal, ist ein weiteres perfektes Ausflugsziel in der Region um Düsseldorf. Die Anlage ist nicht nur spannend anzuschauen – sie gehört auch mit zu den wichtigsten Fundorten des Neandertalers. Zahlreiche Reliquien der Steinzeitlichen Kultur wurden dort gefunden.

Die meisten Funde sind mittlerweile im Westfälischen Museum für Archäologie in Herne und im Museum für Ur- und Frühgeschichte in Hagen zu sehen.

An der Balver Höhle finden regelmäßig besondere Events wie zum Beispiel die Märchenwoche statt. Viele davon sind allerdings schnell ausverkauft. Buchen Sie Ihre Tickets deshalb rechtzeitig online.

Gemälde Neandertaler
Foto:tpsdave/pixabay/CC0

Den Abschluss der historischen Entdeckungstour krönt eine kleine Wanderung durch die Natur. Für Wander-Fans sind die Wanderpfade entlang der Düssel zu empfehlen. Diese führen bis zur Rheinmündung uns sind umgeben von saftigen Feldern und grünen Wäldern.

Eine sehr schöne Landschaft können Sie außerdem auf dem Rundwanderweg um den Steinbruch Schlupkothen bei Wülfrath entdecken: Das Wasser schillert unterhalb der schroffen Granitfelsen türkisgrün und verlockt zu einem Sprung ins Wasser.

Rundreise im Sauerland: Von Iserlohn zum Kahlen Asten

Nicht weit vom Neanderthal liegt eine weitere beliebte Urlaubsregion, das Sauerland. Diese Beispiel-Rundreise durch das Sauerland beginnt in Dortmund. Nur 30 Kilometer südlich der Großstadt in Westfalen liegt Iserlohn, die mit Abstand wichtigste Stadt in der Region. Am Rande des Ruhrgebietes gelegen breitet sich dort eine herrliche Landschaft mit vielen Flüssen wie der Lenne aus.

Von der Iserlohner Höhe genießen Sie dabei einen guten Ausblick über das Sauerland und das Rothaargebirge. Bei einem Wanderausflug werden Sie zudem die schroff aufragenden Granitfelsen, besonders der Pater und die Nonne, beeindrucken. Außerdem können Sie sich in der Umgebung die Dechenhöhle und die Kreuzhöhle ansehen.

Als Unterkunft bietet sich der Campingplatz Kampmeier am Ufer der Ruhr an, der idyllisch liegt und ein breites Angebot auffährt.

Eine Rundreise im Sauerland: Von Iserlohn nach Lüdenscheid und zur Atta-Höhle

Hinter Iserlohn führt die Route etwa 40 Kilometer über Hagen und die A45 nach Süden. Lüdenscheid ist der erste Zwischenstopp. Schauen Sie sich dort unbedingt das Wasserschloss Neuenhof an, das sich seit dem 14. Jahrhundert dort befindet.

Besonders schön sind die beiden frühbarocken Türme und der schmuckvolle Giebel. Lassen Sie anschließend das Wohnmobil in Lüdenscheid stehen, um einen Spaziergang im Naturpark Ebbegebirge zu unternehmen.

Anschließend geht die Reise durch das Sauerland über weitere 40 Kilometer hinweg zur Listertalsperre weiter. Am Ufer können Sie sich sehr gut entspannen. Eine Unterkunft für die Nacht finden Sie am Biggesee – einige Anlagen liegen zum Beispiel am Nordostufer des Gewässers und eignen sich sehr gut für einen Besuch in Attendorn. Dort sollten Sie das Südsauerlandmuseum und die Atta-Höhle besuchen.

Vom Biggesee zum Rhein Weser Turm

Sehr zu empfehlen ist darüber hinaus ein Ausflug zum Rhein Weser Turm. Von Atterndorn nehmen Sie dazu zunächst die Bundesstraße B236 nach Lennestadt. Von dort aus geht es auf kleinen umschlungenen Wegen in die Berge.

Das Bauwerk befindet sich auf dem Westerberg und ragt ganze 24 Meter aus dem Erdboden. Von der Aussichtsplattform können Sie weit über das Rothaargebirge blicken. Im Erdgeschoss können Sie sich regionale Küche vom Feinsten gönnen.

Talsperre Sauerland
Foto:Tama66/pixabay/CC0

Der dritthöchste Berg des Hochsauerlandes: Kahler Asten

Mit 841 Metern ist der Kahle Asten einer der höchsten Berge im Sauerland. In der Nähe von Winterberg gelegen, ist der Ausblick vom Gipfel wirklich ein Traum. Vom Rhein Weser Turm ist der Berg nicht allzu weit entfernt.

Am Rothaarkamm vorbei fahren Sie über Bad Berleburg knapp 50 Kilometer nach Norden. Einen Campingplatz finden Sie dort nahe Winterberg.

Winterberg
Foto:Monsterkoi/pixabay/CC0

Die Stadt ist im Winter ein idyllischer Wintersportort. Im Sommer können Sie mit der Seilbahn zum Gipfel des Kahlen Astens fahren.

Dort oben sind der Aussichtsturm und das Gipfelrestaurant sehr zu empfehlen.

Eine Rundreise durch die Eifel

Etwas südlich des Sauerlandes liegt die Eifel. Die Eifel ist ein mystisches Gebirge, um das sich viele Sagen ranken. Sie entstanden in der Abgeschiedenheit des Landstriches mit seinen tiefen Wäldern und urigen Ortschaften, die der Region auch heute noch einen geheimnisvollen Charme verleihen. Die Eifel wird grob von den größeren Städten Aachen, Köln, Bonn, Koblenz und Trier sowie im Osten von der luxemburgischen und belgischen Grenze markiert. Dazwischen schlängeln sich Serpentinen über die Hügel und Flüsse durch Täler, die das Zuhause erloschener Vulkane sind.

Startpunkt Bonn für die Rundreise durch die Eifel

Die ehemalige Landeshauptstadt Bonn ist ein guter Ausgangspunkt für eine Rundreise durch die Eifel. Die Stadt am Rhein lockt mit ausgedehnten Parks und Grünanlagen sowie jeder Menge Kultur. Da lohnt es sich, einmal entlang der Museumsmeile zu fahren – der Name ist dort Programm. Renommierte Institutionen wie das Naturkundemuseum König, das Haus der Geschichte und die Bundeskunsthalle laden zu einem Besuch ein. Der Camper lässt sich dabei an der Bundeskunsthalle parken, von wo aus Sie die meisten anderen Museen fußläufig erreichen. Von Bonn ist es nur ein Katzensprung in die Rheineifel. Durch den Kottenforstwald gelangen Sie nach Rheinbach, wo sich urtümliche Fachwerkhäuser entlang der Hauptstraße aufreihen. Der Hexenturm am Himmeroder Wall ist noch komplett erhalten und erinnert an die Hexenverfolgungen in der Region zwischen 1631 und 1636. Hinter Rheinbach geht die Fahrt dann weiter Richtung Westen und über die Bundeslandgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Ein lohnenswerter Stopp ist Reifferscheid. Die kleine Ortschaft ist auf 564 Metern Höhe eine der höchsten in der Eifel. Sie ist für ihre Funde aus der keltischen Frühzeit sowie eine Pfarrkirche aus dem 19. Jahrhundert berühmt.

Vom Zitterwald bis zum Nürburgring

Im äußersten Westen der Eifel, an der Grenze zu Belgien, erstreckt sich der Zitterwald auf fast 700 Meter hohen Bergen. Er ist Teil des Naturparks Hohes Venn-Eifel. Im Dickicht der bewaldeten Hochebene kann man mit etwas Glück noch Exemplare der Europäischen Wildkatze beobachten. Etwas weiter südlich führt die Route nach Gerolstein. Mitten in der Vulkaneifel stoßen Sie dort auf die Burg Gerolstein und die Burg Lissingen, die zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert errichtet wurden. Doch die Geschichte der Region geht noch weiter zurück, gar bis in die Steinzeit – schon damals war die Region von Höhlenmenschen bewohnt, deren Unterschlupf man noch heute besichtigen kann.
Burg in der Eifel
Foto:Tama66/pixabay/CC0
Quer durch die Eifel führt die Rundreise nun Richtung Westen zum Nürburgring. Die Rennstrecke ist unterteilt in Südschleife und Nordschleife, die in Kombination die längste permanente Rennstrecke der Welt bilden. Ehemals auch für die Formel 1 genutzt, ist es heute besonders das 24-Stunden-Rennen, das Freunde des Rennsports anzieht. Ein besonderes Erlebnis ist es, einmal selbst auf der Nordschleife zu fahren – dies ist zu festen Terminen für Jedermann möglich.

Von Vulkanseen und Flüssen

Vom Nürburgring ist es nicht mehr weit bis zum Laacher See. Dessen tiefblaues Wasser füllt den Krater eines erloschenen Vulkans, dessen Hänge mit üppig grünen Wäldern überzogen sind. Am schönsten lässt sich der See mit dem Tretboot erkunden. Auch die nahe gelegene Abtei Marie Laach ist einen Besuch wert. Der ruhig gelegene Campingplatz direkt am See zählt zu den beliebtesten Stellplätzen in der Eifel. Etwas weiter im Osten begrenzt der Rhein das Gebirge. In der Kurstadt Bad Breisig können Sie an der Uferpromenade entlang spazieren, wo Restaurants zu einer Mittagspause einladen. Die Stadt ist wegen ihrer sprudelnden Thermalquelle ein anerkanntes Heilbad.
See Eifel
Foto:cocoparisienne/pixabay/CC0
Zurück auf dem Weg gen Norden führt die Rundreise durch die Eifel noch an Bad Neuenahr-Ahrweiler vorbei. Einst zwei Ortschaften sind Bad Neuenahr und Ahrweiler heutzutage Stadtteile der gleichen Gemeinde. Dennoch haben sie sich ihren individuellen Charakter bewahrt. Während Bad Neuenahr mit Thermen, einem Kasino und Spaziergängen durch Parks entlang der Ahr lockt, wartet in Ahrweiler ein uralter Stadtkern mit Fachwerkhäusern. Er ist umgeben von einer kreisrunden Stadtmauer mit vier Toren.

Legenden, Burgen, guter Wein: Rundreise durch das Rheintal

Zum Schluss verspricht eine Tour mit dem Wohnmobil durch das Rheinland eine gemütliche Reise. Diese führt vorbei an Schlössern und Burgen, kleinen, urigen Ortschaften sowie Gebirgen und Felsmassiven, die schon die eine oder andere Legende inspiriert haben.

Von Rüdesheim am Rhein Richtung Loreley

Ein guter Ausgangspunkt für die Reise ist Rüdesheim am Rhein, das ganz im Süden der Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal liegt. Diese gehört zum UNESCO Welterbe und erstreckt sich von hier bis zum knapp 70 Kilometer entfernten Koblenz.

Das Landschaftsbild, ein Inbegriff der Rheinromantik, ist geprägt vom Fluss, der sich hier über die Jahrtausende durch Felsen und Berge gegraben hat. So schlängelt man sich mit dem Camper durch die vielen Kurven entlang der Wasserstraße. Auf beiden Seiten zieren kleine Ortschaften die Ufer, in denen man sich in eine gemütliche Vergangenheit zurückversetzt fühlt.

Ein solcher Ort ist Rüdesheim am Rhein in Hessen, dessen Weinberge sich an die umliegenden Hänge schmiegen. In deren Hintergrund erheben sich die Burgruine Ehrenfels sowie das Niederwalddenkmal, das an die deutsche Einigung im Jahr 1871 erinnert.

In den schmalen Gassen der Altstadt locken die urigen Gaststuben der Weinschenken in wundervoll erhaltenen Fachwerkhäusern, manche mit Erkern, manche mit blumenverzierten Balkonen.

Neben der romantischen Szenerie und den herrlichen Bauwerken sind die ausgefallenen Museen einen Besuch wert: Das Mittelalterliche Foltermuseum beschäftigt sich in alten Gewölbekellern mit der Geschichte der Hexenverfolgung in Deutschland.

Heute ist das ferne Vergangenheit, die man eher in das Reich der Legenden und Märchen steckt. Doch damals wurde den angeblichen Hexen tatsächlich der Prozess gemacht. Die Ausstellung gilt als die größte Europas zum Thema „Hexen, Folter, Scheiterhaufen“. Wesentlich lebensfroher ist da die Weinbaugeschichte, die das Rheingauer Weinmuseum anschaulich darstellt – na dann mal Prost. Die Ausstellung ist in der Brömserburg untergebracht, der ältesten Burg im Oberen Mittelrheintal.

Entlang des Rheins zur Loreley

Die Strecke schlängelt sich von Rüdesheim am Rhein immerzu den Fluss entlang, linksrheinisch über die B9 durch Rheinland-Pfalz und rechtsrheinisch über die B42 durch Hessen. Die meisten Ortschaften liegen auf der rheinland-pfälzischen Seite, sodass es sich lohnt, den Rhein direkt bei Rüdesheim per Fähre zu überqueren.

Auf der gegenüberliegenden Uferseite bietet Bingen das linksrheinische Pendant zu Rüdesheim und steht dessen mittelalterlichen Charme in nichts nach.

Weiter flussabwärts sind es dann kleine Ortschaften wie Bacharach oder Niederheimbach, die zu Zwischenstopps einladen. Auch dort prägen Weinberge, Burgen und Fachwerkhäuser an Kopfsteinpflastergassen das Bild.

Rüdesheim
Foto:tpsdave/pixabay/CC0

Ein absolutes Highlight der Route ist die Loreley bei Sankt Goarshausen. Doch wer oder was genau ist die Berühmtheit eigentlich? Der Name Loreley steht für einen Schieferfelsen, der sich dort steil in einer Kurve des Rheins erhebt. In der Legende um den Felsen erhielt eine Nixe, die hier Schiffer mit ihrem Gesang angezogen haben soll, denselben Namen.

Große Dichter wie Heinrich Heine und Joseph von Eichendorff widmeten ihr Gedichte und Balladen, in denen die Loreley Schiffer anlockt, die dann an den Felsen zerschellen. Dabei ist die Sage nicht vollkommen aus der Luft gegriffen – auch heute noch ist die Passage nicht immer ganz ungefährlich. So laufen hier immer mal wieder Schiffe auf Grund.

Der Loreleyfels erhebt sich auf der rechten Rheinseite und bietet mit seinem Aussichtspunkt einen herrlichen Blick über die Rheinkurven. Wer den Fels selbst sehen will, erhascht die schönsten Blicke von der linken Rheinseite, kurz vor Sankt Goar.

Koblenz, das Siebengebirge und Bonn

Die nächste größere Stadt entlang der geschlängelten Route ist Koblenz. Dort mündet am Deutschen Eck die Mosel in den Rhein. Der Ort gilt als Wahrzeichen der Stadt, die eine der ältesten in Deutschland ist.

So verwundert es nicht, dass sich in Koblenz Burgen, Schlösser, Kirchen, Festungen und Museen geradezu aneinanderreihen. Besonders imposant sind das Kurfürstliche Schloss mit seinen weiten Gartenanlagen, die Alte Burg aus dem 13. Jahrhundert sowie die Festung Koblenz. Diese wurde im 19. Jahrhundert von den Preußen erbaut und ist noch beinahe vollständig erhalten.

Koblenz bildet das nördliche Ende der Region Oberer Mittelrhein, doch ist die Route entlang des Flusses bis nach Bonn landschaftlich und kulturell ebenso sehenswert, sodass Camperherzen auch dort höher schlagen.

Weiterhin ziehen sich die B9 und die B42 auf beiden Seiten am Rhein entlang, vorbei an idyllischen Ortschaften wie Andernach mit seiner imposanten Stadtmauer und Bad Breisig mit seinen Thermalquellen.

Burgmauern Koblenz
Foto:falco/pixabay/CC0

Hinter Bad Honnef und Königswinter erheben sich auf der rechten Rheinseite die mehr als 50 Gipfel des Naturparks Siebengebirge.

Einen besonders schönen Ausblick über die Windungen des Rheins, die Insel Nonnenwerth mit ihrem Kloster und die Stadt Bonn bietet dabei der Drachenfels mit seiner Burgruine. Das Wohnmobil kann man auf halbem Wege abstellen – von dort aus sind es eine Seilbahn oder die eigenen Füße, die den Gipfel erstürmen. Genau gegenüber liegt auf der anderen Rheinseite der schöne Campingplatz „Rheincamping Siebengebirgsblick“.

Von hier aus ist es auch nicht mehr weit bis in die ehemalige Landeshauptstadt Bonn. Diese lädt zu Spaziergängen durch die herrlich weiten Grünanlagen der Rheinaue, der Uferpromenade sowie durch das schöne Stadtzentrum ein.

Auf dessen Marktplatz steht ein altes Rathaus, während man in einer Nebengasse Beethovens Geburtshaus besichtigen kann.

Bewerte diesen Beitrag