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Die Türkei im Wohnmobil zu bereisen ist ein unvergessliches Erlebnis. Zu schönen, weiten Stränden und einem angenehm warmen Klima gesellen sich antike Städte, die eine lange Geschichte zu erzählen haben. Rund um Istanbul, Ankara und Co. warten jede Menge Ziele darauf, erkundet zu werden. Hier haben wir die schönsten Orte in der Türkei gesammelt, um Ihnen die Planung Ihres Campingurlaubs zu erleichtern.

Rund um Istanbul: Mit dem Wohnmobil am Bosporus

Inmitten des Marmara Meeres gehören die Prinzeninseln zu den beliebtesten Naherholungsgebieten der Istanbuler. Von einem der Campingplätze in Sultanbeyli nahe Istanbul ist der Weg zur Fähre nicht weit. Das Boot legt im südlichen Teil von Kadiköy ab und bringt Sie innerhalb kürzester Zeit auf das Eiland. Badesachen sollten Sie unbedingt einpacken, da die Strände auf den Prinzeninseln geradezu zu einem Sprung ins Wasser verlocken.

Blaue Moschee Istanbul
Foto:Samueles/pixabay/CC0

Die meisten fähren halten auf Büyükada, der größten Prinzeninseln und einem wahren Paradies für Urlauber. Eine wichtige Notiz für die Urlauber dort: Autos sind auf der Insel nicht gestattet. Es macht daher sehr viel Sinn, den Camper bereits im Hafen von Kadiköy stehen zu lassen. Zu Fuß können Sie über einen gut ausgebauten Wanderpfad den mit 203 Metern höchsten Punkt am Pass erreichen, auf dem die griechisch-orthodoxe Kirche St. Georg thront.

Im Hafen können Sie übrigens auch Fahrräder oder Esel leihen. Zudem können Sie Pferdekutschen anmieten, um Büyükada zu erkunden.

Auf in den europäischen Teil

Nicht weit ist von Istanbul außerdem der europäische Teil der Türkei. Fahren Sie aber auf keinen Fall zur Rushhour los. Die Straßen Istanbuls sind dann völlig verstopft und es kann bis zu drei Stunden dauern, um von Kadiköy oder Sultanbeyli bis zum Taxim zu kommen.

Bosporus-Brücke
Foto:ozguriks/pixabay/CC0

Der Weg führt Sie in der Innenstadt zur Bosporusbrücke Fatih Sultan Mehmet. Von dort steuern Sie auf direktem Weg Maslak, den Standort der Technischen Universität, an. Anschließend folgt hinter dem Atatürk Busbahnhof der Belgrader Wald.

Das über 5.000 Hektar große Naturschutzgebiet liegt am Fuße des Istranca Berges, den seinerseits die Wolkenkratzer Istanbuls einrahmen. Rund um den Hügel können Sie hier wunderbare Picknicks organisieren und sich an einem der vielen Seen niederlassen. Vor allem der Büyük Baraji und der Valide Sultan Göleti sind wunderschön.

Das Schwarze Meer: Schnell mit dem Wohnmobil erreicht

Vom Belgrader Wald sind es nur noch 15 Kilometer bis nach Kumköy, einer kleinen Küstenstadt am Schwarzen Meer. Die Ortschaft ist sehr idyllisch. An der Strandpromenade gibt es charmante Cafés, Bars und Restaurants, in denen Sie rundum abschalten können.

Der Mistik Campingplatz bietet hier eine gute und preiswerte Herberge. Die schönsten Strände liegen übrigens einige Kilometer westlich von Kumköy. Baden können Sie unter anderem am Gümüsdere und am Beyas Kösk Plaji.

Basar Istanbul
Foto:falco/pixabay/CC0

Außerdem spannend ist ein Ausflug nach Rumelifeneri, dem Ausgangspunkt des Bosporus ins Schwarze Meer. Der markante Leuchtturm und die Hafenmauer, von der aus Sie auf die in hohe See stechenden Fähren in Richtung Ukraine blicken können, zählen hier zu den Highlights.

Rundreise durch Anatolien – Naturwunder und Kultur

Anatolien bezeichnet fast die gesamte Türkei, denn es meint den Teil, der zu Vorderasien gehört. Dieser macht 97 % der Landesfläche aus. Früher bezog sich der Begriff nur auf das Landeszentrum, durch das sich eine besonders schöne Strecke für Wohnmobilreisen zieht.

Eine Rundreise durch Anatolien beginnt meist in Izmir. Izmir an der Mittelmeerküste ist eine der größten Städte der Türkei und ein wichtiger Hafen. Unweit der Stadtgrenzen schmücken einige traumhafte Strände mit weißem Sand und türkisem Wasser die Küste. Dort haben sich auch diverse Campingplätze angesiedelt, teilweise direkt am Meer.

Die Stadt selbst blickt auf eine lange Geschichte zurück, an die unter anderem die alte Stadtmauer oder der Uhrturm erinnern. Und auch die berühmten Ruinen der einstigen Stadt Ephesos liegen weniger als eine Stunde entfernt. Ehemals eine Metropole des griechischen Reiches und später des Römischen, sind die Ruinen auch heute noch teilweise gut erhalten. So zum Beispiel die des Amphitheaters, der Bibliothek oder des Hadrianstempels.

Von der Mittelmeerküste zu den Schätzen des Landesinneren

Von Izmir aus Richtung Osten unterwegs, führt zunächst die D300 ins Landesinnere. Die Autobahnen und Landstraßen in der Türkei sind durchaus mit denen in Deutschland vergleichbar und meist sehr gut ausgebaut. Dennoch liegt das Tempolimit bei höchstens 120 km/h. Entlang dieser Route geht es auch kurvig zu, besonders im späteren Verlauf. So können die Distanzen etwas trügen. Für die knapp 220 Kilometer von Izmir bis nach Pamukkale sollte man knapp 3 Stunden einplanen.

Die Region Pamukkale ist in erster Linie berühmt für ihre Kalksinterterrassen, die ein wahres Wunder der Natur darstellen. Warmes Thermalwasser tritt hier mit einem so hohen Kalkgehalt aus, dass sich daraus die strahlend weißen Terrassen gebildet haben. Während das Wasser von einer Ebene zur nächsten läuft, füllt es eine Vielzahl individueller Pools, die zum Baden einladen. Dabei fällt der Blick weit über das Tal am Fuße der Terrassen, das sich bis zu den Bergen am Horizont erstreckt – eine spektakuläre Aussicht.

Neben Fans der Natur kommen auch Kulturliebhaber in Anatolien auf ihre Kosten. In Hierapolis, einer Stadt der Antike, haben einige Ruinen die Zeit überdauert.

Heißluftballons über Anatolien
Foto:Unsplash/pixabay/CC0

So sind zum Beispiel das Odeon, einige Tore und die Hauptstraße noch recht gut erhalten. Mehrere Campingplätze in Pamukkale bieten Stellplätze mit direktem Blick auf die Kalksinterterrassen.

Das Herz Anatoliens

Die Fahrt führt von Pamukkale aus weiter gen Osten. Kappadokien, das nächste Highlight der Rundreise, ist knapp acht Stunden Fahrt von Pamukkale entfernt. Wer will, kann daher die Kleinstadt Akşehir entlang des Weges für einen Zwischenstopp nutzen. Eingekesselt von den Sultanbergen bieten die Straßen der Stadt tolle Blicke, während das Zentrum mit viel Grün aufwartet. Während in Izmir und Pamukkale Platz für Naturwunder und Kulturschätze war, verbindet Kappadokien beides in perfekter Symbiose.

Über nun immer gewundenere Bergstraßen geht es durch Landschaften, die tatsächlich von einem anderen Planeten stammen könnten. Die Gegend ist geprägt von weichem Tuffgestein, das sich in kuriosen Felsformationen in den Himmel streckt. Viele Tausend dieser Spitzen ragen aus den Tälern, während die Berge spektakuläre Aussichten über die Szenerie versprechen. Diese werden nur noch von den beliebten Fahrten mit dem Heißluftballon überboten.

Felsformation Kappadokien
Foto:Unsplash/pixabay/CC0

Zugleich kommt diesem Ort eine hohe kulturelle Bedeutung zu. Die ersten Anhänger des Christentums versteckten sich hier vor den Römern und gruben Höhlen in das weiche Gestein. Diese dienten als Unterschlupf für tausende von Menschen, doch auch Kirchen und Kapellen wurden angelegt.

Eine besonders schöne unterirdische Klosteranlage ist heute als Freilichtmuseum in Göreme zu besichtigen. Folgt man der Straße beim Freilichtmuseum weiter bergauf, wird dies mit einem tollen Blick über die umliegenden Täler belohnt. In der Distanz lässt sich von dort aus auch die Nachbargemeinde Nevşehir ausmachen, die sich wie ein kleines Häusermeer über einen gewaltigen Felsen zieht.

Endpunkt dieser Rundreise ist Kayseri, das knapp 70 Kilometer von Göreme entfernt ebenfalls noch Teil Kappadokiens ist. Die Stadt verbindet Elemente der Moderne und der Antike, zwischen alten Gräbern, Moscheen, Basaren und futuristischen Konstruktionen wie dem Stadion.

Im Hintergrund erhebt sich der erloschene Vulkan Erciyes auf knapp 4.000 Metern Höhe und komplettiert die Szenerie mit seinem imposanten, schneebedeckten Gipfel.

Wälder und Thermalquellen – Eine Campingreise um Ankara

Ankara ist eine lebhafte Metropole und ohne jeden Zweifel einen Besuch wert. Zwischen alten römischen Bäder, dem Augustus Tempel und den vielen imposanten Moscheen gibt es dort jede Menge zu entdecken. Auf jeden Fall besuchen sollten Sie das Mausoleum des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Dieses Monument genießt den Status eines nationalen Heiligtums. Es erhebt sich auf einem Hügel im Stadtviertel Anittepe und hat von Dienstag bis Sonntag geöffnet.

Ein Muss ist außerdem ein Besuch der Haci Bayram Moschee, die seit 1472 ein fester Bestandteil des Stadtbildes von Ankara ist. Rund um die türkische Hauptstadt können Sie wiederum Seen und traumhafte Waldlandschaften entdecken, von denen wir an dieser Stelle berichten möchten.

Rund um Ankara: Odtü Ormanı besichtigen

Etwa 15 Kilometer südlich von Ankaras Zentrum befindet sich der Naturpark Odtü Ormanı. Fahren Sie einfach mit dem Wohnmobil auf dem Boulevard Meylana aus der Stadt heraus und stellen Sie Ihr Wohnmobil zwischen der Adalet Akademie und dem Golfclub Ahlatlıbel Tesisleri ab. Von hier aus können Sie Wanderungen durch die dichten Wälder unternehmen und bis zum See Eymir Gölü spazieren.

Feldstraße um Ankara
Foto:tpsdave/pixabay/CC0

Weitere 10 Kilometer südlich gehört der See Mogan Gölü zu den schönsten Ferienregionen um Ankara. Direkt am Ufer finden Sie dort auch einen schönen Campingplatz. Badespaß pur und erholsame Abende mit regionalen Spezialitäten vom Grill sind so garantiert. Die meisten Freizeitangebote am Mogan Gölü werden Sie in der Stadt Gölbasi finden, die sich am Nordufer ausbreitet.

Unternehmen Sie unbedingt einen Ausflug zu den benachbarten Tulumatas Höhlen! Dort können Sie nämlich prächtige Stalaktiten und Stalagmiten bewundern.

Nördlich von Ankara: Besuch in Pursaklar, Beypazarı und Kızılcahamam

Etwa 15 Kilometer nördlich von Ankara liegt die Ortschaft Pursaklar. Dort lohnt es sich, ein wenig über den alten Markt zu flanieren. Südlich von Pursaklar ist anschließend der Wald Mülkiye Hatıra Ormanı sehr sehenswert. Im Norden bietet das Waldgebiet Karaköy Atatürk gute Möglichkeiten zum Wandern.

Ein weiteres schönes Ziel für einen Ausflug im Wohnmobil liegt knapp 115 Kilometer im Nordwesten. Beypazarı ist eine spannende kleine Stadt voll von traditionellen, anatolischen Wohnhäusern. Viele dieser Gebäude beherbergen kleine Geschäfte und Bäckereien.

Große Moschee Ankara
Foto:mfk/pixabay/CC0

In der Nähe entspringen übrigens mineralhaltige Quellen, die der Gemeinde zu ihrem Ruf als Gesundheitsparadies verholfen haben. Überall können Sie das Mineralwasser aus der Region kaufen. Wer das gesunde Wasser nicht nur trinken möchte, sollte unbedingt die Thermalbäder in der Nähe besuchen. Kızılcahamam, was zu Deutsch so viel wie „das rote Bad“ heißt, liegt am Rande des Soguksu Nationalparks und ist mit reichen Thermalquellen gesegnet.

Entlang der Küste von Bodrum: Entdeckungstouren am Ägäisufer

Die kleine Stadt Bodrum an der türkischen Ägäis ist immer eine Reise wert. Bei einem Besuch der Ruinen des Halikarnassos Mausoleums tauchen Sie tief in die antike Geschichte ein und stehen genau dort, wo einst eines der Sieben Weltwunder in die Höhe ragte. Sehenswert ist außerdem der Hafen von Bodrum. Von dort brechen riesige Jollen zu den Inseln der Ägäis auf, während an Land Grillstände frisch gebratene Sardellen und andere Fische aus dem Mittelmeer verkaufen.

Für Camper wohl aber viel interessanter ist die schöne Umgebung der Stadt. Entlang der Küste der Ägäis gibt es dort nämlich jede Menge Abenteuer zu erleben.

Immer an der Küste entlang: Von Bodrum nach Mugla

Die erste Etappe ist etwa 130 Kilometer lang und führt über die Überlandstraße D330 zunächst zur Küste nördlich von Bodrum. Bei Meselik biegen Sie von der D330 ab und fahren querfeldein nach Yeniköy, Maziköy und Türkevler. In dieser kleinen Gemeinde lohnt sich ein Spaziergang am Strand, um die bezaubernden Küstenformationen der Westtürkei zu sehen.

Strand an der Ägäis
Foto:Laborratte/pixabay/CC0

Weiter im Inland sorgen anschließend die gigantischen Anhöhen bei Dagpinar für Staunen. Die steilen Hügel stellen für Wohnmobilfahrer durchaus eine kleine Herausforderung dar. Fahren Sie in dieser Gegend sehr behutsam und achten Sie stets auf den Gegenverkehr. Zur Sicherheit ist es eine gute Idee, vor jeder Kurve ein warnendes Hupsignal zu geben.

In Mugla finden Sie nicht nur einige gute Campingplätze, sondern auch die große Teppich Manufaktur, für welche die Region dort bekannt ist. Hier finden Sie mit etwas Glück ein günstiges, aber ansehnliches Andenken für Zuhause.

Die Altstadt von Mugla ist sehr gut erhalten und sehr von den traditionellen Wohn- und Bürgerhäusern der Region geprägt. Sie sollten sich zudem die 1334 gegründete Ulu-Moschee mit ihren prächtigen Verzierungen ansehen und zur Entspannung im Vakiflar Hamam einkehren. Das Badehaus wurde im selben Jahr wie die Moschee eröffnet.

Zurück ans Meer: Akyaka und Marmaris

Nach Ihrem Aufenthalt in Mugla folgen Sie der Straße D550 gen Süden. Nach nicht all zu langer Fahrt erreichen Sie schließlch den Hafenort Akyaka. Die Gemeinde ist klein, verfügt über einige Hotels, zwei Campingplätze und viele Restaurants.

Teppichhandel
Foto:keresi72/pixabay/CC0

Weiter geht es dann auf der D400, unterwegs lohnen sich einige Abstecher zu den zerklüfteten Küsten südlich von Bodrum. Schon nach etwa 50 Kilometern breitet sich, versteckt hinter dichten Pinienwäldern, Marmaris aus. Die Stadt ist mit ihrer idyllischen Bucht ein berühmtes Badeparadies. Für Familien lohnt sich hier neben dem Stränden ein Besuch im Aqua Dream Water Park. Ein weiteres Highlight ist ein Ausflug nach Datca, das sich auf einer weit in das Mittelmeer hineinragenden fingerförmigen Landzunge befindet.

Dort haben Sie die Gelegenheit, die kleinen Buchten und traditionellen Windmühlen im Umland anzusehen. Auch eine kleine Bootstour entlang der Küste verspricht großen Spaß. In Marmaris wiederum lohnt sich eine Besichtigung der Festung. Hinter den wuchtigen Mauern stellt ein kleines Museum Artefakte zur türkisch-osmanischen Geschichte aus.

Die Lykische Küste: Fethiye

Die Strecke von Marmaris nach Fethiye umfasst etwa 130 Kilometer. Hier können Sie ebenfalls der D400 folgen, die sich anschließend in die Straßenversion des Lykischen Wegs verwandelt. Auf der Tour lohnen sich Zwischenstopps in Dalyan und Göcek, um ein wenig im Meer zu baden. Beide Städte präsentieren sich als moderne Resorts mit zahlreichen Freizeitangeboten und guten Campingplätzen.

Sonnenaufgang Ägäis-Strand
Foto:USchi/pixabay/CC0

Ebenfalls beliebt bei Urlaubern ist Fethiye, wo Sie eine Vielzahl an Wahrzeichen vorfinden. Eindrucksvoll ist vor allem das Telmessos Theater, das einst von den Hellenen gegründet wurde. Zudem sollten Sie der Grabstätte von Amyntas einen Besuch abstatten. Es handelt sich um einen typisch lykischen Begräbnisort, der bereits 350 v.Chr. angelegt wurde.

Von Izmir bis Antalya: Pamukkale, der Lykische Weg und die Riviera

Eine Reise von Antalya an die Küste verspricht für Wohnmobil Urlauber jede Menge Abenteuer. Entlang der mehr als 1.000 Kilometer langen Strecke liegen so spannende Orte wie die Stadt Turgutlu, Nazil und Pamukkale. Wenn Sie möchten, können Sie sich auch eher an die Küste halten und in Bodrum das berühmte Mausoleum von Halikarnassos besichtigen.

Von der Hafenstadt Izmir ins Hinterland

Nach Izmir, dem romantischen Hafenstadt im Herzen der Türkei, ist Turgutlu in knapp 50 Kilometern Entfernung das erste Ziel. Über die Landstraße D0300 erreichen Sie das alte türkische Zentrum der Ziegelei in nur einer Stunde und können anschließend durch die beschaulichen Gassen im Zentrum flanieren.

Südlich von Turgutlu erheben sich malerische Bergketten, die Sie auf dem Weg nach Süden umfahren müssen. Zwar gibt es auch eine Passstraße, die über Kuslar und Karaköy zur D310 führt, jedoch lässt es sich hier ausgesprochen schwer mit dem Wohnmobil manövrieren.

Unser Tipp: Bleiben Sie auf der D0300 und fahren Sie zunächst nach Salihli. Kurz hinter dem Ort zweigt die D585 nach Sarayköy und Denizli ab. Auch hier können Sie herrliche Landschaften bewundern. Nazilli liegt in der Nähe und ist ländliche Türkei pur. Nur wenige Menschen sprechen in dieser Gegend Englisch, trotzdem kann man sich mit Händen und Füßen verständigen. Freundlich sind eigentlich alle – man ist bemüht, Gäste der Stadt zu verstehen und ihnen bei Fragen zu helfen.

Kurzer Halt in Pamukkale und Weiterfahrt zur Lykischen Küste

Pamukkale ist ein absolutes Must-See. Die bizarr geformten Salzterrassen sind eine Attraktion, die Sie sich wirklich nicht entgehen lassen sollten. Auf dem Weg von Izmir nach Antalya liegt das Naturwunder bei Denizli. Von der Regionalhauptstadt aus sind es nur wenige Minuten mit dem Camper, um Pamukkale zu erreichen. Die Gesamtstrecke von Nazilli aus beträgt etwa 80 Kilometer.

Bis nach Fethiye sind es dann noch etwa 230 Kilometer. Bei Sögüt müssen Sie von der D585 abfahren – die D350 bringt Sie anschließend direkt nach Fethiye, dem Einstieg in den Lykischen Weg. Der berühmte Wanderweg führt an der gesamten Lykischen Küste entlang und passiert dabei zahlreiche antike Stätten.

Am Golf von Fethiye heißt es dann erst einmal abschalten und entspannen. Neben bezaubernden Stränden gibt es hier einige Sehenswürdigkeiten wie das hellenistische Theater und die lykischen Sarkophage zu besichtigten.

Für die Übernachtung bietet sich ein kleiner Campingplatz namens Aksazlar an. Die Anlage befindet sich auf einer kleinen Halbinsel, von der aus Sie direkt auf den Hafen von Fethiye mit den wunderschönen Jachten blicken können. Als besonderes Extra besitzt der Campground einen eigenen Strand zum Baden.

Entdeckungen auf dem Lykischen Weg

Von Fethiye trennen Sie etwa 350 Kilometer von der Küste von Antalya. Die Tour ist sicherlich an einem Tag machbar, bei der Masse an antiken Stätten raten wir Ihnen aber dazu, die Reise langsam und gemächlich anzugehen. Halten Sie beispielsweise in Kas an, wo sich die gut erhaltenen Ruinen des antiken Antiphellos befinden. Insgesamt eine wirklich beeindruckende Anlage mit hellenistischem Theater und Tempeln aus der Römerzeit.

Mindestens ebenso lohnenswert sind Kale und vor allem Myra in der Nähe von Demre. Das Spektakuläre in Myra ist, dass die alten Gräber direkt in den Stein gemeißelt worden sind.

Außerdem faszinierend ist Phaselis in der Nähe des Badeortes Kemer. Hier kommen wirklich viele Besucher hin, da Kemer bereits Teil der Türkischen Riviera und der Küste der Bucht Antalyas ist. Daher lohnt es sich, früh am Morgen anzureisen. Zu sehen gibt es allem voran römische Ruinen.

In der Spätantike residierten hier außerdem die Bischöfe von Lykien, die vom byzantinischen Kaiser an die Küste geschickt worden sind. Entsprechend viele ehemalige Fassaden der Bischofsresidenz sind in Phaselis noch erkennbar.

Das Ziel der Reise ist schließlich die Küste von Antalya. Am Lara Beach können Sie sich von der langen Fahrt erholen. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zählen dort das Hadrianstor und die Madrasa Karatay aus dem 13. Jahrhundert.

Türkei im Wohnmobil – Tipps und Tricks zum Camping in Anatolien und Co.
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