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An die Nordsee im Wohnmobil – die Nordsee und ihre Inseln zählen zu Deutschlands beliebtesten Regionen unter Campern. Neben einer schönen Küste und weiten Stränden locken vor allem viele bequeme Campingplätze. In diesem Artikel finden Sie wertvolle Reisetipps für einen Urlaub mit dem Wohnmobil an der Nordsee.

Nordsee pur: Eine Reise von Amsterdam nach Hamburg

Genießen Sie eine abwechslungsreiche Tour mit dem Wohnmobil an der Nordsee entlang. Diese Beispiel-Tour beginnt in Amsterdam und führt schließlich über Wilhelmshaven und Norden nach Hamburg.

In Amsterdam begeistern vor allem die wunderschönen Grachten und Blumenmärkte, das Rijksmuseum, und natürlich der Hafen, an dessen Docks man sich stundenlang aufhalten kann.

Nach ein paar Tagen Sightseeing in Amsterdam geht es dann auch schon weiter. In etwa drei Wochen lassen sich die knapp 700 Kilometer bis nach Hamburg im Wohnmobil ohne Probleme meistern. Dazwischen sind natürlich ein paar Stopps in Hafenstädten und im idyllischen Ostfriesland geplant.

Von Amsterdam nach Hamburg: Erster Reiseabschnitt

Verlassen Sie Amsterdam auf der Autobahn 6, die nach Osten hinaus aus der Stadt und weitgehend rund um das Marken- und das IJsselmeer führt. Nutzen Sie dabei auch kleinere Straßen, zum Beispiel den Oostvaardersdijk, der am gleichnamigen Naturschutz- und Vogelbrutgebiet vorbeiführt.

Auf dem Weg nach Norden kommen Sie an der Hafenstadt Lelystad und in Lemmer vorbei, wo Segel-Begeisterte einen Halt einlegen sollten.

Auch Makkum am Abschlussdeich, niederländisch Afsluitdijk, verfügt über sehr gute Segelangebote. Mit der Jacht kann man am großen Deich entlangfahren, der das IJsselmeer von der offenen Nordsee trennt und gleichzeitig als eine der wichtigsten Autobahnen der Niederlande fungiert.

Die Region bietet weitrechende Camping-Möglichkeiten. Sehr beliebt ist zum Beispiel der Campingplatz Holle Poarte, der direkt am Meer gelegen ist. Zum Strand müssen Sie dort nur wenige Minuten laufen. Vor Ort gibt es sogar Möglichkeiten zum Segeln und Kiten.

Auf nach Ostfriesland: Ausgiebige Wanderungen durchs Watt

Die nächste Zwischenstation ist Groningen, das von Makkum etwa 100 Kilometer entfernt liegt. Innerhalb einer Stunde ist man in der Kleinstadt, die zwar nicht direkt an der Nordsee angesiedelt ist, aber durchaus ihre Vorzüge hat. Backsteine, wohin das Auge reicht: Im Klinkerstil wurden hier die Martinikirche, der runde Wasserturm und die Kathedrale Sankt Jozef erbaut.

Die kleinen Gassen und ihre Kanäle locken zum Spazieren Das nur 40 Kilometer entfernte Eemshaven liegt wieder an der Küste. Von hier aus können Sie mit der Fähre nach Borkum, der westlichsten der Ostfriesischen Inseln übersetzen.

Wegen der Gebühr von über 80 Euro für Hin- und Rückfahrt kann es sich hier allerdings lohnen, das Wohnmobil für eine Weile stehen zu lassen. Im Hafen gibt es dafür einige Parkplätze. Die Strände von Borkum können Sie dann zu Fuß erkunden.

Anschließend ist Emden die erste Station in Ostfriesland. Zum Hafenort gelangen Sie, indem Sie die gesamte Emsmündung und den Dollard umfahren.

Wattenmeer
Foto:Nhelia/pixabay/CC0

Nach knapp 110 Kilometern sind Sie am Ziel und können das maritime Flair genießen. Im Ostfriesischen Landesmuseum erfahren Sie mehr über die wirtschaftliche Bedeutung des Hafens.

Lassen Sie sich die feinen Nordseekrabben schmecken, die wirklich in keinem Lokal vor Ort fehlen dürfen. Spektakulär sind außerdem die Werften und die Museumsschiffe Amrumbank und Stadt Emden, die einen sehr schönen Eindruck von der deutschen Seefahrt geben.

In Emden sollte für Sie auf dem Weg von Amsterdam nach Hamburg aber längst noch nicht Schluss sein. Fahren Sie ruhig die 40 Kilometer nach Norden, einem kleinen Baderesort, in dem Sie den Norddeich erreichen.

Hier blicken Sie auf Juist und Norderney hinüber und können sich auf ausgiebige Wattwanderungen begeben.

Vom Jadebusen nach Hamburg

Wilhelmshaven und die gesamte Region am Jadebusen ist eine wahrhaft idyllische Gegend. Vor allem die Stränden, die hier für die Nordsee ungewöhnlich nach Süden blicken, beigeistern die Besucher. Hinzu kommen in Wilhelmshaven natürlich die großen Marineschiffe und das Marinemuseum selbst, das ein wirkliches Highlight für alle Geschichtsinteressierten ist.

Rund um den Jadebusen gibt es viele weitere Fischerorte, an denen Sie anhalten können. Dangast ist zum Beispiel wunderschön, ebenso wie Tossens mit den Center Parcs.

Nach Tossens geht es über die Weserbrücke bei Stadtland zunächst nach Bremerhaven und die restlichen 40 Kilometer weiter nach Cuxhaven, wo die Elbe ins Wattenmeer fließt.

Hafen Emden
Foto:Kapa65/pixabay/CC0

Cuxhaven ist die Topdestination, wenn es ums Baden und Wattwandern geht. Es gibt viele Campingplätze für Wohnmobilurlauber und umfassende Freizeitangebote, die oft sogar die Betreiber der Unterkunft selbst organisieren. Wenn Sie in der Nähe auf dem Campingplatz Finck am Sahlenburger Strand parken möchten, sollten Sie im Sommer unbedingt vorher reservieren.

Bis nach Hamburg sind es nur noch 130 Kilometer, die Sie entlang der Elbe innerhalb von zwei Stunden zurücklegen. Auf der Strecke können Sie in Otterndorf und Stade, zwei idyllischen Küstenorten, anhalten und sich Schritt für Schritt in die große Hansemetropole vorwagen.

Dort angekommen wird es mit den Parkmöglichkeiten allerdings schwierig. Ein Navi dabeizuhaben, das Sie ohne Umwege zu Ihrem Campingplatz führt, ist daher Gold wert. Über Hamburg selbst ist nicht mehr viel zu sagen: Die Stadt pulsiert und atmet den Geist moderner Kultur, die Ihnen vor allem im Schanzenviertel begegnet.

Eine Föhr Rundreise – Urlaub in der friesischen Karibik

Reetgedeckte Häuser und feinsandige, weiße Strände – Föhr ist eine Insel zum Verlieben. Dies ist eine Empfehlung für eine Tour über die zweitgrößte Friesische Insel.

Es gibt nur einen Weg, um die Insel Föhr in der Nordsee mit dem Auto oder dem Wohnmobil zu erreichen – und der führt übers Wasser. Wie gut, dass es seit Jahrzehnten bestens ausgebaute Schifffahrtswege zu der Insel gibt.

Fahren Sie zunächst über Husum entlang der Landstraße nach Niebüll. Von dort ist es nur ein Katzensprung an den Fährhafen von Dagebüll.

Im Stundentakt fahren dort Fähren nach Wyk auf Föhr und zurück, von frühmorgens bis in den Abend hinein. Wer mit dem Wohnmobil reist, geht am besten auf Nummer sicher und reserviert die Tickets für die Überfahrt vorab.

Nach rund 50 Minuten erreichen Sie dann Wyk. Der Ort ist quasi das Inselzentrum mit seinen vielen Geschäften und Cafés. Auch wer auf der Suche nach einem Fahrradverleih ist, wird hier fündig. Wyk selbst lässt sich prima mit dem Rad erkunden, und auch auf dem Rest der Insel sind Radler überall gern gesehen.

Von Wyk aus geht es weiter nach Utersum an die Westküste der Insel. Nördlich von Utersum befindet sich Föhrs Wohnmobilstellplatz, dessen Gelände idyllisch in Strandnähe liegt. Von hier aus erreicht man den kleinen Ort Utersum schnell und bequem zu Fuß.

Der Campingplatz eignet sich sehr gut als dauerhafte Basis, wenn man den Camper stehen lassen will und nur per Rad die Insel erkunden möchte. Wichtig zu wissen: Dieser Platz nimmt wirklich nur Wohnmobile auf. Wohnwagen oder Autos mit anderen Anhängern dürfen den Stellplatz nicht nutzen.

Bezaubernde Dörfer und Wanderungen im Watt

Utersum hat den wohl schönsten Strand der Insel zu bieten – und hier wird einem auch schnell klar, warum man Föhr auch als „friesische Karibik“ bezeichnet. Diesen liebevollen Spitznamen verdankt die Insel ihren weißen Sandstränden und dem tiefblauen Meer.

Bei gutem Wetter kann man vom Strand Utersums die benachbarte Insel Amrum sehen. Wen die Abenteuerlust gepackt hat, der kann sogar eine Wattwanderung hinüber nach Amrum unternehmen.

Allerdings sollte man das unbedingt unter fachkundiger Führung tun, denn für Laien kann es weit draußen im Watt schnell gefährlich werden. Nähere Infos über die Wattwanderungen erhält man bei der Touristenzentrale Föhrs, unter anderem im Reedereigebäude des Fährhafens von Wyk.

Das nächste Ausflugsziel der Rundreise auf Föhr ist das hübsche Friesendorf Oldsum. Hier erwarten Sie zauberhafte kleine Cafés, die mit Eis und hausgemachtem Kuchen zum Verweilen einladen.

Watt vor Föhr
Foto:fbhk/pixabay/CC0

Nach einer kleinen Stärkung tut ein Spaziergan zur Oldsumer Mühle gut. Da das Gebäude von 1900 heute als Wohnhaus genutzt wird, kann man sie nicht von innen besichtigen. Doch schon der Anblick von außen ist ziemlich imposant.

Es handelt sich hierbei übrigens um einen Ersatzbau: Die wesentlich ältere Originalmühle aus dem 18. Jahrhundert fiel leider einem Brand zum Opfer.

Kunst und Geschichte auf Föhr

Schließlich steht noch ein wenig Kultur auf dem Programm. Mit dem Fahrrad geht es zurück nach Wyk, wo zwei interessante Museen warten.

Wer das Dr. Carl-Haeberlin-Friesenmuseum erreicht, staunt nicht schlecht: Das Eingangstor besteht aus den riesigen Kieferknochen eines Blauwals.

Im Museum selbst erfährt man allerlei Wissenswertes rund um Seefahrt, Navigation und den Walfang aus alten Zeiten. Auf dem Museumsgelände steht außerdem das älteste Haus Norddeutschlands aus dem Jahr 1617 – das Haus Olesen, ein typisches Wohnhaus der damaligen Zeit.

Kuhweide auf Föhr
Foto:filmteam/pixabay/CC0

Ein weiteres kulturelles Highlight stellt das Museum der Westküste dar, welches die Kunst der Westküste aus dem 19. und 20. Jahrhundert ausstellt. Zu sehen sind Werke aus Ländern wie Deutschland, Dänemark und Norwegen.

Wer sich Föhr einmal von oben anschauen will, kann übrigens auf einem Privatflugplatz nahe Wyk Rundflüge buchen. Es heißt, wer die grüne Insel einmal von oben gesehen habe, der würde sie nie wieder vergessen können.

Die Nordseeküste von Schleswig-Holstein mit dem Wohnmobil entdecken

Das vielfältige Bundesland Schleswig-Holstein ist das perfekte Reiseziel für Camper: An den vielen Stränden an Ost- und Nordsee bleiben bei Fans von Strand und Meer auf jeden Fall keine Wünsche offen.

Mit ihrer rauen, maritimen Atmosphäre ist die Nordseeküste besonders bei Urlaubern beliebt, die es rustikal mögen. Wegen ihrer guten Anbindung über die A1 und die A7 kommen Sie auch mit dem Wohnmobil problemlos dorthin.

Eine beliebte Route führt von Hamburg über Dithmarschen und Büsum nach St. Peter-Ording.

Die Nordseeküste in Schleswig-Holstein und ihre schönsten Ferienorte

Viele Campingreisen durch Schleswig-Holstein starten in der spannenden Hansestadt Hamburg. Dann führt der Weg gen Norden über die A23 Richtung Heide.

Schon nach kurzer Zeit erreichen Sie dann den Kreis Dithmarschen. Insgesamt umfasst Dithmarschen dreizehn Gemeinden, darunter Büsum, Friedrichskoog, Heide und Marne. Die weiten Felder und der friedliche Deich wecken auf jeden Fall sofort das Urlaubsfeeling.

Strand Nordsee
Foto:grafik_design/pixabay/CC0

Besonders charmant sind die vielen kleinen Cafés und Hofläden, in denen man selbstgemachte Kuchen und viele andere Leckereien genießen darf. Mit dem Wohnmobil können Sie flexibel überall einen kleinen Stopp für eine Tasse Kaffee oder ein paar frische Erdbeeren einlegen.

Ein erster großer Halt lohnt sich im Nordseeheilbad Büsum. Dank der Winterstellplätze in Büsum können Sie dort auch in der kalten Jahreszeit problemlos campen.

Der Hafen versprüht direkt ein maritimes Flair und lädt an warmen Tagen zum Sonnenbaden und Entspannen ein. Sollte das Wetter nicht so ganz mitspielen, verbringen Sie Ihre Tage einfach im Erlebnisbad Piraten Meer oder im Kur- und Wellnesszentrum Vitamaris.

An sonnigen Tagen sollten Sie auf jeden Fall eine Wattwanderung einplanen. Das Wattenmeer hinter dem Nordseedeich wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Genauso sehenswert sind der Büsumer Leuchtturm und der Museumshafen.

Weiter geht es Richtung Norden. Nach einem kurzen Stopp im Luftkurort Friedrichstadt erreichen Sie das Ziel im Westen Schleswig-Holsteins, St. Peter-Ording. Dieser Ferienort bietet die perfekte Mischung aus Entspannung und Bewegung.

Wattenmeer
Foto:Nhelia/pixabay/CC0

An den langen Sandstränden können Sie sich sonnen, ausgiebige Spaziergänge unternehmen oder eines der vielen Sportangebote auf dem Wasser ausprobieren. Ein Tag in der Dünen-Therme belebt Körper und Geist und füllt Ihre Energiereserven wieder auf.

Natur pur im Nationalpark „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“

Der Nationalpark „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ gehört zu den absoluten Highlights einer Reise entlang der Nordseeküste. Hier sehen Sie noch die ursprüngliche Natur der Nordsee in ihrer ganzen Schönheit.

Das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer erstreckt sich von der Elbmündung bis hoch nach Dänemark auf fast 4.500 qm, von denen große Bereiche noch bis heute in ihrem ganz ursprünglichen Zustand zu bewundern sind. Besonders faszinierend sind die endlosen Landschaften und die Vielfalt an Vögeln, die es hier zu bestaunen gibt.

Um das Wattenmeer hautnah zu erkunden, müssen Sie sich zu Fuß auf den Weg machen. Eine geführte Tour ist zu empfehlen, da die Gezeiten schon so manchen unerfahrenen Wattwanderer überrascht haben. Bei so einer Wanderung können Sie Krabben, Muscheln und vieles mehr entdecken.

Die Leuchttürme der Nordseeküste

Viele Gemeinden an der Nordsee besitzen ihre eigenen Leuchttürme, die als persönliches Wahrzeichen und in allen erdenklichen Farben weit in die Höhe ragen. Sie sind nicht nur beliebte Foto- und Postkartenmotive, viele haben einen echten Kultstatus erreicht.

Leuchtturm Nordsee
Foto:DorianKrauss/pixabay/CC0

Fast alle Leuchttürme werden heute per Computer gesteuert, aber ihren Charme haben sie dadurch trotzdem nicht verloren. Viele Türme kann man sogar besichtigen. Auf einer Führung darf man dazu spannenden Geschichten aus ihrer Vergangenheit lauschen.

Der oft etwas beschwerliche Aufstieg bis hoch auf den Turm wird mit einem atemberaubenden Blick über die flache Ebene der Schleswig-Holsteinische Nordseeküste belohnt.

Ostfriesland entdecken

Ob ein erholsamer Inselurlaub oder ein actionreicher Ausflug voller Aktivitäten – Ostfriesland hat sehr viel mehr zu bieten, als so manch einer weiß. Die malerischen Häfen mit ihren unzähligen Cafés und der weiße Sandstrand der Inseln laden ein zum Flanieren und Entspannen, die weiten grünen Wiesen zu tollen Ausflügen wie Fahrradtouren oder Wanderungen. Die Anzahl an Aktivitäten in Ostfriesland ist groß – und mit Sicherheit ist für jeden etwas dabei!            

Camping in Ostfriesland: Urlaub für Genießer

Kleine Kutter in schmalen Sielhäfen, Schafe auf grasgrünen Deichen, gleich nebenan wartet der nächste Strand. Außerdem verwöhnen gemütliche Restaurants und Kneipen mit der kräftigen Küche der Küste. Ein Camping Urlaub in Ostfriesland lohnt sich auf jeden Fall für stille Genießer. Der kleine Krabbenkutterhafen von Carolinensiel döst unter der milden Sonne des Nordens. Leinen schlagen an Masten, Museumsschiffe schubbern dort am Kai. Die Cafés ringsum bieten zum Pharisäer (Kaffee mit Rum) den besten Blick auf dieses geruhsame Bild. Das alte Hafenbecken liegt weit im Land. Über die zwei Kilometer lange Harle-Prommenade spaziert man zum neuen Harlesieler Außenhafen am Meer, von wo aus die Fährschiffe nach Wangerooge ablegen. Direkt an der Mole, oben auf der Deichkrone, sitzen abends Urlauber und genießen den Sonnenuntergang.

Im Land der Fischerhafen

In Ostfriesland ist so einiges ganz anders ist als im Rest der Republik. Auf der flachen Halbinsel zwischen Wilhelmshaven und Emden (die höchste Erhebung misst knapp 25 Meter) gibt es wenig Hektik und Stress. Dafür gibt es dort urige Orte und Städtchen, weite Felder und Wiesen, Windmühlen und endlos lange Deiche. Und einen schönen Fischerhafen nach dem anderen. Zweimal innerhalb von 24 Stunden zieht sich die Nordsee diskret zurück. Um bis zu vier Meter sinkt und steigt dann der Wasserspiegel bei Ebbe und Flut. Dies hat zur Folge, dass Sie bei Ebbe wunderbar im Watt waten können. Schlick und Algen massieren dabei die Füße, manchmal piekst eine Muschel oder ein kleiner Krebs. Währenddessen kann sich kaum vorstellen, dass die See zur Zeit der Herbst- und Winterstürme zerstörerische Kräfte entwickeln kann. Ohne die knapp neun Meter hohen Deiche wäre in Ostfriesland schon lange Land unter.

Von Wilhelmshaven nach Jever

Das Meer prägt die gesamte Ostfriesische Küste. Angefangen bei Wilhelmshaven, der größten Stadt mit rund 100.000 Einwohnern, welche vor 150 Jahren als Marinestützpunkt entstand. Marine prägt bis heute das Stadtbild. Hinzu kommt der neue JadeWeserPort für Containerschiffe, und man setzt verstärkt auf Tourismus. Oben vom Wohnmobil-Stellplatz am Fliegerdeich geht der Blick weit über die Meeresbucht namens Jadebusen. Strandkörbe sind auf grüne Deichwiesen getupft, und nahebei locken Attraktionen wie Marinemuseum und Aquarium-Erlebniswelt. Damit ist Wilhelmshaven ein guter Stopp, auch bei norddeutschem Nieselwetter. Nebenan lohnen der Ort Jever mit schöner Altstadt und Traditions-Bierbrauerei oder das barocke Wasserschloss Gödens einen Besuch. Ein weiteres Highlight der Küste ist Neuharlingersiel, hier ankern die Krabbenkutter noch direkt im engen, idyllischen Sielhafen. Das fangfrische Meeresgetier wird direkt von Bord verkauft. Nebenan liegt der lange, künstlich aufgeschüttete Sandstrand – noch schöner badet man nur auf den vorgelagerten Inseln, die sich hervorragend für einen Tagesausflug eignen. Über Orte wie Esens mit Bernstein-Schmiede, Norden samt seiner historischen Bauten und Museen sowie den schönen Fischerort Greetsiel landet man schließlich in Emden. Die zweitgrößte Stadt der Region (rund 52.000 Einwohner) bietet Seehafen, Universität, Kunsthalle – und Otto Waalkes, der als Schauspieler, Sänger und Komiker Weltruhm erlangte. „Ich bin stolz auf mein Ostfriesland“, hat er einmal gesagt, und das war überhaupt nicht als Witz gemeint.

Sechs lohnende Stopps in Ostfriesland

Diese Region bietet mehr als nur grüne Deiche und Möwengeschrei – Ostfriesland ist reich an Kontrasten. Die Palette reicht vom Shoppen in Wilhelmshaven über großartige Architektur in kleinen Orten bis zum entspannten Vergnügen, mit der Fähre einen Abstecher auf die vorgelagerten Inseln zu machen.

Wilhelmshaven

Am dem Jadebusen zugewandten Südstrand von Wilhelmshaven entstand eine attraktive Meile mit Aquarium, Museen und Sterne Restaurant. In der Nordsee Passage lässt es sich auf zwei Etagen wunderbar Shoppen und Flanieren. Deutschland, Ostfriesland mit Wohnmobil K-TEC 599

Jever

Die Stadt Jever mit 14.000 Einwohnern ist der Verwaltungssitz des Landkreises Friesland. Zu ihren Wahrzeichen zählen die 32 Meter hohen, verspiegelten Glastürme des Friesischen Brauhauses. Schon seit über 150 Jahren braut man dort das typisch herbe friesische Bier. Deutschland, Ostfriesland mit Wohnmobil K-TEC 599

Carolinensiel

Die Gemeinde Carolinensiel (1600 Ew.) überrascht mit einem der schönsten Häfen Ostfrieslands, obwohl sie gar nicht direkt am Meer liegt. Ein gut vier Kilometer langer Museumsweg führt vom Sielhafenmuseum durch den Ort und an der Harle entlang. 37 Stationen informieren zu historischen Gebäuden und mehr. Deutschland, Ostfriesland mit Wohnmobil K-TEC 599

Neuharlingersiel

Dieser schon 1693 gegründete Ort (1050 Ew.) am Wattenmeer mit 600 m langem Sand- und daran anschließendem Grünstrand hat einen schönen, noch immer sehr lebhaften Hafen. Zehn Fisch- und Krabbenkutter sind dort stationiert, und es herrscht stets Betrieb. Zudem locken ein Buddelschiffmuseum und gute Restaurants und Kneipen. Deutschland, Ostfriesland mit Wohnmobil K-TEC 599

Nessmersiel

Bei Dornum liegt dieser kleine Hafen, von dem aus regelmäßig Fähren zur vorgelagerten Insel Baltrum starten. Weitere Fährhäfen sind zum Beispiel Emden (nach Borkum), Norddeich (nach Juist und Norderney), Bensersiel (nach Langeoog), Neuharlingersiel (nach Spiekeroog) und Harlesiel (nach Wangerooge). Deutschland, Ostfriesland mit Wohnmobil K-TEC 599

Greetsiel

Das über 600 Jahre alte Greetsiel (1500 Ew.) ist eine Perle unter den Sielhafenorten. Mit mehr als 25 dort beheimateten Krabbenkuttern ist das Städtchen sehr geschäftig. Gleichzeitig sorgen historische Häuserzeilen sowie schöne Läden und Restaurants für eine romantische Atmosphäre. Deutschland, Ostfriesland mit Wohnmobil K-TEC 599

Mit dem Camper nach Sylt

Sie ist die wohl bekannteste Insel der Nordsee: Sylt, vor der Westküste Schleswig Holsteins. Man erreicht sie in der Regel auf dem Schienenweg über den Hindenburgdamm. Größere Wohnmobile setzen jedoch am besten über Dänemark und mit der Fähre ab Römö nach Sylt über. Dies ist zum einen günstiger, zum anderen sind größere Camper mit Dachluken und Panoramafenstern leider vorerst von der Überfahrt mit dem Autozug ausgeschlossen. Campingbusse und kleinere Modelle kann man problemlos über den Hindenburgdamm transportieren. Die touristischen Hochburgen sind dort die Kurorte Westerland, Kampen und Wenningstedt. Das Dünen Camping Sylt am südlichen Ende des Nordseeheilbades Westerland ist ein beliebtes Ziel für die Fans des mobilen Reisens. Mit moderaten Preisen und Stellplätzen von 80 bis 100 qm hinter den Dünen und in Strandnähe bietet der Platz das ideale Ziel für einen Campingurlaub. Sonnenuntergang auf Sylt Auch der Campingplatz in Wenningstedt gilt mit vier Sternen zu den begehrten Plätzen der Insel. Inmitten der idyllischen Heidelandschaft Sylts kann man dort während der Hochsaison schon für 25 € am Tag einen Stellplatz finden. Wer mit dem Hund in den Campingurlaub fährt, kann auf diesem Platz übrigens den “Open Air Waschsalon“ für Vierbeiner nutzen. Dort können Sie den Hund nach einer Wanderung von Schlick und Sand befreien.

Schwimmen, Sonnen, Surfen – Die schönsten Ecken der Insel

Sylt bietet für jeden Geschmack die passende Freizeitbeschäftigung. Windsurfer finden in den Brandungen am Ellenbogen perfekte Bedingungen vor, die Traumstrände von Westerland, Kampen und Rantum eignen sich dann perfekt für ausgiebige Sonnenbäder. Wer anschließend das Watt erkunden möchte, ist in List genau richtig. Wer einen Urlaub auf der Insel plant, kann also einiges erleben. Ein besonderer Höhepunkt im Frühjahr ist eine Fahrt mit dem urigen Krabbenkutter “Rosa Palika“ zu den Ruheplätzen der Seehunde. Vor allem für Reisen mit Kindern ist dies ein ganz besonderes Erlebnis.

Die kulinarischen Highlights der Insel entdecken

Auf Sylt gibt es für Freunde des Gaumenkitzels Tolles zu entdecken. Vor allem die vielen gastronomischen Manufakturen gelten als besondere Highlights auf der Insel. Wie wäre es mit einer leckeren “Syltella“? Die leckere Nussnugatcreme aus der Sylter Schokoladenmanufaktur des Café Wien in Westerland hat auf jeden Fall einen hohen Suchtfaktor. Strand, Sommer und Eisessen gehören untrennbar zusammen. Wer selbstgemachtes Eis der Extraklasse genießen möchte, sollte unbedingt einen Besuch bei der Sylter Eismanufaktur einplanen. Mit viel Liebe zum Produkt wird dort Eis in den unterschiedlichsten Sorten hergestellt. Vom Sylter Milcheis über hausgemachte Fruchtsoßen bis hin zu exotischen Milchshakes kann man dort ein kühles Fest für die Sinne erleben. Natürlich dürfen auch Matjes- oder Krabbenbrötchen bei einem Urlaub auf Sylt nicht fehlen. Bei Gosch, dem wohl bekanntesten Spezialisten der Insel für maritime Leckerbissen, genießt man Fisch von fangfrisch bis exklusiv. Lust auf heimische Austern? Dann probieren Sie die Sylter Royal! Liebhaber erstklassiger Meeresfrüchte können auf Sylt Austern aus der Zucht im Wattenmeer kosten. Die facettenreiche Insel Sylt ist ein ideales Ziel für alle Camper, die sich ein bisschen Wind um die Nase wehen lassen möchten. Mit gutem Essen und einer malerischen Landschaft ist sie das perfekte Ziel für die ganze Familie, Paare oder einen Urlaub mit den besten Freunden.

Urlaub mit Hund auf Sylt

Die Nordseeinsel bietet ideale Bedingungen für einen Urlaub mit dem vierbeinigen Freund. Ausgedehnte Spaziergänge durch die facettenreiche Landschaft mit ihren Dünen, Watt- und Heidelandschaften sorgen für Erholung an beiden Enden der Leine. In nur wenigen Bereichen der Insel gilt eine allgemeine Anleinpflicht, sodass der Hund größtmöglichen Freilauf genießen kann. Für Campingfreunde, die eine längere Anreise mit dem Hund zu bewältigen haben, denen empfehlen wir unseren Artikel mit vielen nützlichen Tipps zum Thema Wohnmobilreisen mit Hund. Mit Campanda finden Sie außerdem auch das passende Wohnmobil- oder den Wohnwagen mit Hundeerlaubnis.
Im Wohnmobil an die Nordsee – Camping in Ostfriesland, Sylt und Co.
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