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Im Wohnmobil durch die USA – es gibt wohl keinen Camper, der nicht davon träumt. Doch worauf gilt es bei der Planung zu achten? Und welche Orte sollte man auf jeden Fall besuchen, welche Strecken sind die schönsten? Hier finden Sie von Route 66 bis Florida und Alaska die schönsten Regionen für den Urlaub mit dem Wohnmobil in den USA auf einen Blick.

Die Route 66 – Im Wohnmobil unterwegs auf der „Mother Road“

Sie ist der legendäre Inbegriff der unendlichen Weiten der USA: die Route 66. Fast jeder Fan der USA träumt davon, im Wohnmobil über die fast 4.000 Kilometer von Chicago bis Santa Monica zu touren.

Was macht den Charme der Route 66 aus? Vor allem ihre Geschichte! Die „Mother Road“ war in den 1920er Jahren eine der ersten Straßen in den USA, die den gesamten Kontinent durchzog. Sie diente somit neben der Eisenbahn als die wichtigste Verbindung von Küste zu Küste. Von Beginn an waren hier vor allem LKW unterwegs, um Waren von einem Teil des Landes zum anderen zu bringen. Daraus entstand eine Trucker Kultur entlang der Strecke mit Tankstellen und Truckstops, die sich die „Mother Road“ bis heute bewahrt hat.

Autowracks an der Route 66

Leider existiert die Strecke heute nur noch in Teilen und wurde weitgehend durch die Interstate Autobahnen ersetzt. Dennoch lassen sich noch viele historische Abschnitte entdecken. Hier ist unsere Empfehlung für eine ausgiebige Entdeckungstour der Route 66. Damit Sie unterwegs nichts verpassen, empfehlen wir eine Reisedauer von mindestens zwei Wochen.

Eine Tour auf der Route 66: Erste Etappe von Chicago nach St. Louis

Start in Chicago: Bevor die Reise beginnt, genießen Sie die schöne Landschaft am Lake Michigan und besichtigen Sie den Willis Tower, einst das höchste Gebäude der USA.

Die erste Etappe führt anschließend knapp 500 Kilometer nach Süden. Das Ziel: St. Louis, das weltberühmte Tor zum Westen. Hier, wo schon die alten Siedler und Goldsucher den Mississippi überquerten, steht heute ein imposantes Denkmal. Gateway Arch, ein spektakulärer Stahlbogen, ragt dort fast 200 Meter in den Himmel.

Das Besucherzentrum am Fuß des Monuments ist für Camper wirklich einen Besuch wert. Originale Artefakte aus der Goldgräberzeit erzählen vom Goldfieber und zeichnen ein Bild der damaligen Epoche. Besonders faszinierend ist die Aussichtsplattform, von der man den Mississippi überblicken und einige der historischen Schaufelraddampfer sichten kann.

In den Abendstunden geht nichts über einen Besuch der Blues- und Jazzclubs in St. Louis. Der Sound dort erinnert an Musiker wie Miles Davis und Chuck Berry und ist wohl das Wahrzeichen der Metropole.

Die zweite Etappe: Von St. Louis quer durch Missouri nach Oklahoma City

Mit 800 Kilometern ist die Etappe nach Oklahoma City eher lang. Deshalb empfiehlt sich eine Pause auf halbem Wege in Joplin, wo sich das typische Ambiente des Mittleren Westens einatmen lässt. Unendliche Maisfelder und Weizen, soweit das Auge reicht. Im Hintergrund ragen die Holzhäuser empor, wie man sie in dieser Gegend beinahe überall sehen kann.

Entlang der gesamten Route empfehlen sich für die Übernachtung die sogenannten KOA Campgrounds. Hierbei handelt es sich um eine Reihe von Wohnmobilstellplätzen, die Sie in den gesamten USA finden und online buchen können.

Auch in Oklahoma City gibt es einen solchen Campground, der sich inmitten der wunderschönen Landschaft ausbreitet. Zu den Sehenswürdigkeiten, die man hier keinesfalls verpassen sollte, zählt Tahlequah, ein traditionelles Dorf der Cherokee-Indianer. Diesen Ort finden Sie südöstlich von Tulsa. Dazu müssen Sie ab Vinita von der eigentlichen Route 66 in Richtung Interstate 40 abbiegen, die anschließend auch weiter nach Oklahoma City führt.

Die dritte Etappe: Von Oklahoma City nach Santa Fe

Die Etappe in den Bundesstaat New Mexico lässt sich auf der Interstate Autobahn 40 sehr gemütlich fahren. Die Straße folgt in weiten Teilen der Route 66, deren originalen Asphalt man noch an einigen Stellen abseits der Autobahn sehen kann.

Besonders schön anzusehen ist der Norden von Texas, speziell die Gegend um Amarillo. In dieser Gegend finden sich zahlreiche waschechte amerikanische Motels, viele bieten auch Wohnmobilstellplätze im Hinterhof an.

Eine echt texanische Attraktion für Touristen sind die berühmten Steakhouses. In der Big Texan Steak Ranch in Amarillo geht das Essen sogar auf’s Haus! Vorausgesetzt natürlich, Sie schaffen es, das 2 Kilogramm Steak innerhalb einer Stunde komplett zu verspeisen. Dazu empfehlen wir Ihnen unbedingt die leckeren Craftbiere des Hauses. Die Ranch betreibt sogar ein eigenes Motel, falls Sie auch die Nacht dort verbringen möchten.

Bis nach Santa Fe sind es von Amarillo noch etwa 450 Kilometer. Die Stadt im spanischen Kolonialstil ist mit den flachen Lehmbauten ein für die USA sehr ungewöhnlicher Ort. Darüber hinaus gibt es auch hier reichlich Indianerkultur zu erleben.

Besonders interessant ist der Indianermarkt. Dieser findet allerdings nur im August statt. Wenn Sie in einem anderen Monat reisen, können Sie jedoch das Indianische Museum und das Areal um den Palast besuchen, wo viele Verkäufer Töpfer- und Lederwaren anbieten. Für Ausflüge sind indianische „Pueblos“ wie Cochiti, Pojoaque und Nambe sehr empfehlenswert. Letzteres besitzt sogar einen sehr schönen Campground und einen Wasserfall.

Die vierte Etappe: Von Santa Fe zum Grand Canyon

Weiter führen die alten Wege der Route 66 nach Albuquerque und in Richtung Flagstaff, das gemeinhin als eines der Tore zum Grand Canyon gilt. In Flagstaff lässt sich eine klassisch gewachsene Siedlerstadt besichtigen, die sich zudem perfekt als Ausgangspunkt zu den Vulkankratern Sunset und Barringer eignet.

Die hiesige Attraktion schlechthin ist aber der Grand Canyon, zu dem Sie über den Highway 89 gelangen. Die Landschaft wirkt mit ihren Nadelwäldern ein bisschen wie Nordeuropa – bis das Hochplateau plötzlich abbricht und sich Ihnen die bis zu zwei Kilometer lange Schlucht des Colorado Rivers öffnet.

Stellplätze gibt es viele, Sie können daher mühelos ein paar Tage bleiben und durch das Tal wandern. Dort werden auch Bootstouren auf dem Fluss angeboten.

Die fünfte Etappe: Ankunft am Pazifik

Der Highway 180 führt zurück zur Route 66 und mündet später in die Interstate 40. Von hier aus geht es nahezu 870 Kilometer nach Westen, durch Prärie- und wüstenartige Landschaften und vorbei an bizarr geformten Sandsteinfelsen.

Eindrucksvoll sind die alten und teilweise verlassenen Goldgräberstädte wie Seligman, Peach Springs und Kingsman. Auch in der Mojave Wüste sind einige Dörfer nicht mehr besiedelt und die Saloontüren wehen nur noch einsam im Wind. Ganz wie in den guten, alten Western-Streifen.

Die restlichen 200 Kilometer bis zum Strand von Santa Monica fahren sich dann mit Leichtigkeit. Den Pazifik einmal erreicht, empfehlen wir einen Campingplatz direkt am Ufer. So ist es gar nicht weit zum Sprung ins etwas frische Nass.

Von Las Vegas in die Wüste

Wie eine Fata Morgana erhebt sich Las Vegas im Nirgendwo der Wüste Nevadas. Die Glücksspielmetropole ist nicht nur für sich einen Besuch wert, sie eignet sich auch hervorragend als Startpunkt für einen Roadtrip.

Einmal selbst den Strip rauf und runter fahren

Es ist schon ein besonderes Gefühl, die berühmten Straßen der Welt einmal persönlich zu befahren. Der bunte Strip in Las Vegas ist ein Paradebeispiel für solche Straßen. Der Weg führt vorbei an einigen der namhaftesten Hotels der Welt wie dem Bellagio und dem Venetian. An diesen Orten haben schon Größen wie Frank Sinatra mit ihren Shows Geschichte geschrieben haben.

Besonders schön lässt sich die Route auch bei Nacht erleben, wenn die vielen Lichter der Stadt die Wüste erleuchten. Sollten Sie die Stadt und Ihre Casinos zu Fuß erkunden möchten, können Sie das Wohnmobil in den zahlreichen Parkhäusern entlang des Strips abstellen. Diese gehören meist zu den Hotels, Malls und Casinos und bieten günstige Konditionen.

Folgt man dem Strip bis nach Downtown, so gelangt man zu einigen der ältesten Adressen der Stadt. Dort ist die gesamte Hauptstraße namens Freemont Street von einer riesigen LED Anzeigetafel überdacht. Jeden Abend wird somit das Dach der Straße selbst zu einer faszinierenden Show.

Vom Lichtermeer in die Wüste

Verlässt man Las Vegas über den Highway 93, gelangt man nach nur 50 Kilometern zum Hoover Damm. Dort staut sich an dessen riesigen Mauern der Colorado River. Das immense Bauwerk versorgt Las Vegas und die gesamte Umgebung mit Strom und Wasser. Der Colorado bildet hier die Grenze zwischen Nevada und Arizona. Überschreitet man die 221 Meter lange Staumauer, so überquert man die Grenze zwischen den beiden Staaten und wechselt damit auch gleichzeitig die Zeitzone.

Die gewaltigen Massen, die sich am Hoover Damm sammeln, erscheinen unwirklich, sobald sie im Rückspiegel verschwinden und plötzlich einem Ozean aus Sand und Gestein Platz machen. Die Fahrt führt in die Mojave Wüste, die sich mit ihren stolzen 35.000 Quadratkilometern auf die Bundesstaaten Nevada, Arizona, Utah und Kalifornien aufteilt.

Die Landschaft ist karg und doch ist sie gezeichnet von Vielfältigkeit. Zwischen Bergen, Felsformationen und der weiten Steppe macht sich dort eineungewöhnliche Vegetation breit. Pflanzen wie die Joshua Palmlilie, die nur hier vorkommt, wirken wie von einem anderen Planeten. Inmitten dieses kargen Niemandslandes wundert es nicht, dass die einzigen Siedlungen Geisterstädte sind. Einst florierte dort die Suche nach Silber, heute sind nur noch die leeren Häuser übrig.

Es gibt viele Campingplätze in der Mojave Wüste, sodass sich immer ein Stellplatz für die Nacht finden lässt. In der Dunkelheit lohnt es sich dann auch einen Blick nach oben zu werfen, wo ein unglaublicher Sternenhimmel wartet.

Wüstenlandschaften soweit das Auge reicht

Teil der Mojave Wüste ist auch der Nationalpark Death Valley. Der Name macht schon deutlich, dass man hier einen vollen Tank und jede Menge Wasser mitbringen sollte. Bei dem Tal handelt es sich nämlich um einen der trockensten und heißesten Orte des Planeten. Scheinbar endlos erstrecken sich die Weiten der mit Rissen durchzogenen Erde von der Straße bis zum Horizont. Mit etwas Glück lassen sich auch tierische Bewohner wie Kojoten, Füchse, Pumas und Luchse beobachten.

Innerhalb des Death Valley Nationalparks finden sich viele faszinierende Orte und Aussichtspunkte. Die Artist’s Palette macht ihrem Namen alle Ehre: Hier leuchten Felsformationen im Sonnenschein in den unterschiedlichsten Farben. Das Badwater Basin ist der tiefste Punkt der USA und liegt beinahe 90 Meter unter dem Meeresspiegel. Salzkristalle, die sich hier in der Trockenheit ausdehnen, tauchen den Boden in Weiß und brechen ihn in sechseckige Strukturen.

Andernorts erheben sich die Dünen der Mesquite Sand Dunes auf bis zu 50 Meter Höhe. Ein guter Aussichtspunkt, um das Death Valley zu überblicken, ist Dante’s View auf 1.669 Metern Höhe. Der höchste Gipfel der Region ist der Telescope Peak mit 3.366 Metern, der somit einen starken Gegensatz zu dem tiefen Badwater Basin bildet.

Von Las Vegas zum Grand Canyon und durch Kalifornien

Auf beiden Seiten der Straße, die meist kerzengerade durch die Natur verläuft, erstreckt sich die karge und dennoch schöne Prärie. Bis zum Horizont erstreckt sich der wenig befahrene Highway und verleitet dazu, schon mal aufs Gas zu treten.

Keiner der Weggefährten scheint in Eile zu sein. Und da es kaum Abzweigungen gibt, begleitet einen dasselbe Auto schon mal für einige Stunden. Entlang der Straße gibt es hier nur wenige Kleinstädte, Dörfer und vereinzelte Häuser, sodass man sich meist ganz allein fühlt.

Da aber heutzutage entlang der Straße keine Cowboys, sondern Polizisten in ihren Streifenwagen stehen, sollten Sie sich lieber an die Tempolimits halten. Sie liegen meist bei unter 100 km/h, doch mit eingeschaltetem Tempomat kann man die Fahrt durch die wundervolle Prärie entspannt genießen.

Vorbei am idyllischen Provinznest Williams liegt 435 Kilometer hinter Las Vegas der Eingang des Grand Canyon Nationalparks. Wenige Minuten später schon blicken Sie dort ehrfürchtig in die gigantische Schlucht.

San Diego am Abend
Foto:PDPhotos/pixabay/CC0

Das weite Land fällt hier bis zu 1.800 Meter tief ab zum Flussbett des Colorado River. Innerhalb des Nationalparks stehen übrigens Campingplätze zur Verfügung.

Von der grünen Oase Palm Springs bis Los Angeles

Vom Grand Canyon führt die Route weiter nach Palm Springs. Dies ist eine mit Palmen geschmückte Oase, die sich zwischen Bergen und Hügeln in der kargen Wüste Kaliforniens verbirgt. Im Rückspiegel erscheint die Stadt wie ein kleiner grüner Fleck inmitten einer Wüste aus Sand und Felsen. Zu empfehlen ist die Route über den Highway 371, der sich hoch in die umliegenden Hügel zieht.

Am südlichen Ende Kaliforniens liegt San Diego, eine entspannte Metropole, die Sie mit dem pazifischen Traumstrand von Coronado empfängt.

Von San Diego führt wir die Interstate 5 entlang der Küste vorbei an den herrlichen Stränden in Orange County bis nach Los Angeles.

Hollywood Sign
Foto:PatrickBlaise/pixabay/CC0

Dort folgen Sie der Straße kreuz und quer von Santa Monica über Beverly Hills bis Hollywood in Los Angeles. Sobald Sie wieder die Sehnsucht nach Natur und Abgeschiedenheit packt, verabschieden Sie sich von Glamour und Skyline. Dann kann die Tour durch Kalifornien weitergehen.

Über den Highway 1 nach San Francisco

Vorbei an den Stränden Malibus führt die berühmte Küstenstraße Highway 1 gen Norden. Die Straße schlängelt sich vorbei an idyllischen Buchten zwischen steilen Klippen, während sie andernorts durch dünn besiedelte Abschnitte führt.

Auf der einen Seite der Straße erheben sich nahe der Küste Dünen und auf der anderen Seite Hügel und Wälder. Das Landschaftsbild ist nun üppiger und grüner.

Letzte Station Napa Valley

Anschließend wartet die berühmte Metropole San Francisco darauf, von Ihnen erkundet zu werden. Eine tolle Aussicht über die gesamte Stadt bieten die Twin Peaks. Verlassen Sie anschließend die Stadt über die Oakland Bay Bridge Richtung Norden für einen letzten Ausflug in die Natur.

Golden Gate Bridge
Foto:Unsplash/pixabay/CC0

Vorbei an der Universitätsstadt Berkeley gelangen Sie in das Napa Valley, ein rennomiertes Weinanbaugebiet. Mit dem Wohnmobil können Sie bei den verschiedenen Gütern vorfahren, um vor Ort einige der besten Weine des Landes zu erstehen.

Die Landschaft prägen sanfte, mit Weinreben überzogene Hügel sowie Täler und Senken mit kleinen Wäldern.

Im Westen der USA – Eine Tour durch Kalifornien

Entlang des Pazifik führte diese Beispiel-Route mit dem Wohnmobil durch Kalifornien von San Diego an der mexikanischen Grenze bis hinter San Francisco, das mehr als 800 Kilometer weiter nördlich liegt. Auf dem Weg passieren Sie herrliche Sandstrände, idyllische Felsbuchten, Berge und Wälder und einige weltberühmte Metropolen.

Startpunkt San Diego für die Reise durch Kalifornien

San Diego im Süden Kaliforniens ist nach Los Angeles die zweitgrößte Metropole des Bundesstaates, wenngleich sie vielerorts das gemütliche Flair einer Kleinstadt versprüht. Besonders schön ist die Halbinsel Coronado, die zur Hälfte als Militärbasis dient.

Die andere Hälfte ist eine ruhige Wohngegend mit idyllischen Straßenzügen, die von alten Bäumen und schönen Häusern mit Veranden geschmückt sind.

Am Ende des dortigen Strandes steht das Hotel del Coronado mit seinen roten Dächern, das durch den Film „Some Like It Hot“ mit Marilyn Monroe Berühmtheit erlangte. Auf der anderen Seite von Coronado fällt der Blick auf den Hafen und die sich dahinter erhebende Skyline von Downtown.

Von San Diego aus lohnt sich ein Tagesausflug nach Tijuana in Mexiko, das direkt an der Grenze liegt. Den Camper müssen Sie aber aus Versicherungsgründen in Kalifornien stehen lassen.

Während die Grenzüberquerung nach Mexiko bedeutet, einfach nur durch ein Drehkreuz zu marschieren, kann man auf dem Rückweg schon mal ein paar Stunden Schlange stehen, da die Kontrollen auf der amerikanischen Seite wesentlich strikter sind. In Tijuana empfängt Sie nur Meter hinter der Grenze eine völlig andere Welt.

Die Hauptstraße ist gesäumt von Apotheken, in denen Einheimische wie Tagestouristen aus den Staaten alles nur Erdenkliche ohne Rezept erhalten. Dazwischen reihen sich Tacostände an Autowerkstätten und Souvenir Shops.

Wenngleich Tijuana nicht unbedingt eine typisch mexikanische Stadt ist, hat sie eine ganz besondere Atmosphäre. Der Kontrast zu San Diego auf der anderen Seite der Grenze ist allemal beeindruckend.

Gen Norden Richtung Los Angeles

Zurück in Kalifornien, geht die Reise Richtung Norden weiter. Der nächste Stopp ist dann Newport Beach. Der schicke Hafenort war bereits Kulisse diverser Fernsehserien, die sich um das Leben der Schönen und Reichen dort drehen.

Tatsächlich haben sich hier einige Hollywoodgrößen und anderweitig zu Wohlstand gelangte Persönlichkeiten Villen in den Hügeln errichten lassen. Diese bieten einen spektakulären Blick auf die Küste, wenngleich man den meisten Häusern wegen ihrer privaten Einfahrten nicht besonders nahe kommen kann.

Der Ort ist unter Badefreunden sehr beliebt, da sich auf beiden Seiten des Piers ein schöner Sandstrand erstreckt. Besonders schön ist die kleine künstliche Insel Balboa Island in der Newport Bay mit ihren schönen Wohnhäusern und Kanälen, an denen kleine Segelboote vertäut sind.

Üernachten können Sie dann in Huntington Beach, das etwas weiter nördlich am gleichen Strand liegt und über mehrere Campingplätze verfügt.

San Diego am Abend
Foto:PDPhotos/pixabay/CC0

Von Huntington Beach sind es weniger als 30 Kilometer bis Long Beach, gleich neben Los Angeles. Auch dort lohnt sich ein Stopp zum Schlendern durch den Hafen, in dem der ausrangierte Luxusliner Queen Mary ankert. Heute ist das riesige Schiff ein Museum und Hotel.

An der Küste bei L.A. erwartet Sie Santa Monica mit seinem riesigen Pier und einem herrlichen Sandstrand. Von dort aus führt die Route Richtung Westen nach Beverly Hills und Bel Air, wo elegante und grünen Alleen mit ihren Traumhäusern auf Sie warten. Auch eine Fahrt durch Hollywood mit seinen berühmten Straßen wie dem Sunset und dem Hollywood Boulevard macht großen Spaß.

Über den Highway 1 bis San Francisco

Die berühmte Küstenstraße Highway 1 beginnt schon kurz vor L.A. in Dana Point, doch wird sie nördlich der Millionenstadt erst so richtig schön. Zunächst zieht sich die Traumstraße durch Malibu mit seinem weißen Strand, um sich dann zwischen Felsen und Pazifik vorbei an kleinen Buchten zu schlängeln.

In der Universitätsstadt Santa Barbara lohnt ein Zwischenstopp, um die malerische Bucht, den Hafen und die alte Mission zu besichtigen. Weitere schöne Stopps vor San Francisco sind außerdem Carmel und Monterrey.

Strand Malibu
Foto:PublicDomainPictures/pixabay/CC0

San Francisco selbst begeistert mit dem Auf und Ab seiner zahlreichen Hügel sowie seinem liberalen und weltoffenen Flair. Banker und Hippies geben sich in den urigen Galerien und Bars die Klinke in die Hand oder kommen in tollen Parks wie dem Golden Gate Park zusammen.

Yosemite Nationalpark und Napa Valley

Ein Tagestrip führt von San Francisco aus noch etwas weiter nördlich in das Weinanbaugebiet Napa Valley. Über die Oakland Bay Bridge gelangen Sie zur Universitätsstadt Berkeley und von dort aus weiter zu den Weinbergen. Bei den herrlichen Weingütern können Sie die Hausmarken direkt vor Ort erstehen.

Ein abschließendes Highlight dieser Route ist der Yosemite National Park westlich von San Francisco. Das Landschaftsbild ist geprägt von riesigen Felsmassiven, dichten Wäldern sowie Wasserfällen und Seen.

Yosemite Nationalpark
Foto:PDPhotos/pixabay/CC0

Zahlreiche Wanderwege und Straßen laden dazu ein, gleich mehrere Tage im Park zu verbringen, was dank der gut ausgebauten Infrastruktur auch für Camper möglich ist. Für die meisten Strecken durch den Park ist ein Allradfahrzeug nicht vonnöten, allerdings ist es im Winter Pflicht, Schneeketten dabei zu haben.

Wohnmobiltour von San Francisco nach Seattle

Die Strecke von San Francisco nach Seattle entlang der pazifischen Küste verspricht jede Menge Abenteuer. Dichte Laubwälder, versteckte Seen und schroffe Klippen prägen das einzigartige Bild der dortigen Landschaft. Die schönste Aussicht genießen Sie auf den Highways entlang der Küste. Dort offenbaren sich Ihnen die schönsten Landschaften Kaliforniens, Oregons und Washingtons.

Von San Francisco nach Seattle: Erste Station Sacramento

Unsere Beispiel-Route beginnt im Hinterland von San Francisco. 140 Kilometer trennen Sie dort von der Hauptstadt Kaliforniens, Sacramento. Was Sie hier unbedingt besuchen sollten, ist das California State Railroad Museum. Dies ist eines der besten Eisenbahnmuseen der USA. Das Railroad Museum beschäftigt sich eingehend mit der Geschichte der Railways und wie sie die Expansion der Vereinigten Staaten nach Westen befördert haben. Daneben bietet die Stadt ein sehenswertes Pioniermuseum in der Festung Sutter’s Fort.

Spannend ist übrigens auch die Musikszene, die Sie in den vielen kleinen Live-Klubs auf der J Street und der K Street in Midtown erleben können.

Zurück an die Küste: Weintäler und satte Wälder

Von Sacramento folgen Sie zunächst der Interstate 5. Allerdings fahren Sie schon bald wieder ab, um ins berühmte Napa Valley zu gelangen. Dort wachsen einige der besten Weinreben der USA!

Neben Sonoma gehört Napa zu den bekanntesten Weinanbaugebieten. Wenn Sie etwas Zeit mitbringen, können Sie sogar an einer Weinverkostung teilnehmen.

Wahrzeichen Sacramento
Foto:denishiza/pixabay/CC0

Danach geht es weiter auf den Highway 101 und anschließend auf die mehr als spektakuläre Küstenstraße 1. Unterwegs werden Sie die dichten Wälder des Jackson State Forests und die Badebuchten von Cleone begeistern. Nördlich von Cleone wird die Küste wesentlich schroffer. Von den Klippen genießen Sie eine atemberaubende Aussicht auf den Pazifischen Ozean, und am Ufer können Sie Seelöwen entdecken, die sich in der kalifornischen Sonne aalen.

Nach 500 Kilometern erreichen Sie schließlich das erste Zwischenziel, Eureka. Die bezaubernde Hafenstadt liegt mitten im malerischen Redwood Forest. Im Herzen des Küstenortes steht außerdem ein eigenartiges Gebäude, die Carson Mansion.

Der gleichnamige Holzfabrikant hatte das Anwesen im 19. Jahrhundert in einem geradezu bizarren, verschnörkelten viktorianischen Stil erbauen lassen. Einen Campingplatz finden Sie ganz in der Nähe an der Redwood Coast.

Weinreben Kalifornien
Foto:schnappi/pixabay/CC0

Zwischen einigen der höchsten Bäume der Welt können Sie dort Ihr Wohnmobil inmitten des Humboldt Redwoods State Parks abstellen. Wenn Sie baden möchten, empfehlen sich stattdessen die Campgrounds in der Nähe der Strände Gold Bluffs, Clam Beach oder Big Lagoon.

Highway 101 – Der Oregon Coastal Trail

Ab Eureka folgen Sie bei Ihrer Fahrt nach Norden am besten dem Oregon Coastal Trail. Die Straße 101 verläuft parallel zu diesem namhaften Wanderweg und eröffnet Ihnen von verschiedenen Parkplätzen aus Traumaussichten auf die Küste.

Lohnenswerte Zwischenstopps auf den 800km nach Vancouver in Washington sind Crescent City, Brookings und Gold Beach.

Kurz hinter dem Arch Cape müssen Sie von der 101 auf den Highway 26 abbiegen, der auf direktem Weg nach Vancouver am Columbia River führt. Die Stadt in Washington ist die Nachbargemeinde von Portland auf der anderen Seite des Sees. Portland begeistert mit studentischem Flair und einer erstklassigen Musikkultur.

Von Vancouver ist es nicht weit zu den Wildlife Reservaten Shillapoo und Ridgefield am Columbia River. Zudem sind die Stellflächen der Campingplätze an den Gewässern rund um Vancouver sehr preiswert.

Strand Kalifornien
Foto:takzuziu/pixabay/CC0

Sie sollten besonders am Abend auch Portland eine Chance geben, da die Kneipen, Mikrobrauereien und Musikclubs der Großstadt außergewöhnliche Dynamik versprühen. Zu empfehlen sind dort das Bagdad Theater & Bar sowie das Laurelwood Public House & Brewery.

Finale Etappe: Von Vancouver nach Seattle

Von Seattle trennen Sie in Vancouver bzw. Portland noch 270 Kilometer über die Interstate 5. Auf dem Weg dorthin lohnt sich erneut ein kleiner Umweg in den Olympic National Forest. Geheimnisvoll und wild wirken dort kristallklare Seen wie der Lake Quinault und der Lake Crescent im Norden. Beide Gewässer befinden sich ebenfalls am Rande der 101.

Aus dieser Richtung erreichen Sie bei Port Angeles die Juan de Fuca Strait, welche die USA von Kanada trennt. Südlich der Meerenge liegt Seattle, weiter nördlich das kanadische Vancouver.

Seattle ist für seine vielen Inseln und Wasserläufe bekannt. In den Abendstunden können Sie in der Metropole an der Westküste hervorragend ausgehen. Viele der Musikbars in der Downtown und im Universitätsviertel stehen noch immer in der Tradition der Grunge-Kultur à la Kurt Cobain.

Seattle
Foto:Reirura/pixabay/CC0

50 Kilometer südlich von Seattle liegt die ruhige kleine Stadt Tacoma. Dort finden Sie auf einer kleinen Landzunge namens Dash Point einen Campingplatz in idyllischer Umgebung.

Sie sollten unbedingt den Zoo mit Aquarium im Park von Point Defiance besuchen, eine der besten Attraktionen von Tacoma. Wenn Sie mit der Familie anreisen, ist der Freizeitpark Wild Waves eine gute Möglichkeit, um Abwechslung in den Urlaub zu bringen.

Der Highway One – Amerikas neue Kult-Straße

Der Highway 1 – auch California State Route 1 genannt – verläuft größtenteils entlang der imposanten Pazifik Küste der USA. Auf seinen 1055 Kilometern führt der Highway 1 vorbei an bekannten Metropolen wie San Francisco und Los Angeles. Dazwischen genießen Reisende eine atemberaubende Aussicht.

Die California State Route 1 beginnt im Süden am Ende des San Diego Freeway im Bezirk Orange County. Zwischen den Städten Dana Point und Oxnard beginnt dort der erste Abschnitt mit dem Beinamen Pacific Coast Highway.

Der Pacific Coast Highway ist nicht nur der erste Abschnitt des Highway 1, sondern auch der beliebteste. Denn er verläuft direkt an der Küste entlang – hier können Reisende einen unvergleichlichen Ausblick genießen. Wer von Süd nach Nord fährt, der sieht auf der rechten Seite wunderschöne Landschaften und kleine Städtchen. Links zieren lange Sandstrände die unbändigen Weiten des Pazifiks.

Spannende Großstädte – Los Angeles und San Francisco

Der Abschnitt Pacific Coast Highway endet am Huntington Beach, kurz vor Los Angeles. Nach ein paar entspannten Campingtagen an den vielen Stränden entlang des Pacific Coast Highway sollten Reisende ein bis zwei Tage in dLos Angeles einplanen. Am Stadtrand befinden sich mehrere Stellplätze, auf denen Sie übernachten können.

Nördlich von Los Angeles, bei Long Beach, wechselt der Highway 1 ins Landesinnere. Vorbei an schönen Städten wie Malibu, Santa Monica und Santa Barbara erreicht die „Hauptstraße Kaliforniens“ die nächste bekannte Metropole: San Francisco.

San Francisco ist bekannt für Sehenswürdigkeiten wie die Golden Gate Bridge und Alcatraz. Camper haben es in der Weltstadt allerdings nicht ganz leicht. Camping- und Stellplätze befinden sich größtenteils weit außerhalb, halbstündige Bahnfahrten in die Innenstadt sind das Minimum.

Von San Francisco führt der Highway 1 schließlich weiter nach Norden durch das Urlaubsgebiet Golden Gate National Recreation Area bis in den Yosemite Nationalpark. Dort, im Redwood-Wald, nahe der kleinen Stadt Fort Bragg, endet schließlich die über 1000 Kilometer lange Fahrt an Kaliforniens Küste.

Nicht umsonst sehen viele im Highway 1 die neue Route 66 – kaum eine andere Straße verspricht eine derart abwechslungsreiche und imposante Aussicht.

Yosemite Nationalpark – im Wohnmobil die Sierra Nevada genießen

In Oakhurst, etwa drei Stunden nördlich von San Francisco, beginnt der Highway 49. Diese Bundesstraße hat den Beinamen „Golden Chain Highway“ und führt an der beeindruckenden Sierra Nevada entlang zum Yosemite Nationalpark. Von der Straße zweigen zudem mehrere Strecken ostwärts ab, mitten in die atemberaubende Naturlandschaft.

Eine erste Station hinter Oakhurst ist der Bass Lake nur wenige Kilometer im Nordosten. An der Westbucht des gut 1.000 m hoch gelegenen Bergsees bieten der Recreation Point Campground und die Bass Lake Recreation Area Wohnmobilstellplätze. Mit Grillgelegenheiten, Picknickbereich sowie Bootsverleih kann man seine Zeit hier durchaus genießen.

Der von turmhohen Bäumen gesäumte Uferbereich gestattet den Zugang zu den ausgesprochen guten Angelrevieren am Bass Lake. Insbesondere Forellen gehören zum Fischbestand, die auf den Grillplätzen fangfrisch zubereitet werden.

Die riesigen Mammutbäume von Mariposa

Vom Bass Lake führt eine Straße an den Wasserfällen Angel Falls und Devils Slide vorbei zum kleinen Bergort Yosemite Forks. Der Highway 41 Richtung Norden ist die Route, die über Sugar Pine zum Mariposa Grove Museum führt.

Dort erfahren Sie mehr über die Geschichte der Region und die Biologie des Waldes samt seiner Mammutbäume. Die teilweise über 3.000 Jahre alten Bäume erstaunen mit bis zu 90 m Höhe und einem Stammdurchmesser von über 12 Metern.

Ab dem Mariposa Grove führt eine schmale Bergstraße über Wawona bis ins Yosemite Valley am Merced River. Oberhalb des historischen Wawona Hotels ist der Wawona Campground ein guter Stellplatz für die Nacht. Nach 35 km Fahrt auf der Wawona Road sind die Bridaveil Falls eine Rast wert. Immerhin sind sie die größten und höchsten Wasserfälle im Yosemite Nationalpark mit dem mächtigen Cathedral Rock im Hintergrund.

Kurz vor dem Yosemite Valley verläuft die Straße über mehrere Kilometer konstant geradeaus und erlaubt eine eindrucksvolle Aussicht. Wer auf dieser breiten Asphaltstrecke in Richtung der Berge schaut, blickt direkt in eine gewaltige Schlucht zwischen zwei Gebirgszügen. Dadurch entsteht der Eindruck, in einen Tunnel hineinzusehen, weshalb die als Tunnel View bekannte Route gerne für Erinnerungsfotos genutzt wird.

Das Yosemite Valley

Im Yosemite Valley stehen viele Stellplätze direkt an den Ufern des gewaltigen Merced River zur Verfügung. Das Housekeeping Camp und das Camp 4 gestatten den Blick auf die Gebirgsformationen Half Dome, Eagle Peak und North Dome.

Vom Indian Canyon, der vom Yosemite Valley nach Osten abzweigt, und vom Yosemite Creek können Sie zu Bergsteiger Touren aufbrechen. Schon im Tal begeistert der tosende Lower Yosemite Fall, der vom Upper Yosemite Fall oberhalb von Yosemite Point noch übertroffen wird.

Wem die Gebirgsrouten zu anstrengend sind, dem stehen Wanderwege im Tal zur Verfügung. Im Südosten des Yosemite Valley führen die Talwege entlang des Merced River in Richtung der Vernal Falls, wo die Naturschönheiten des Tals zu sehen sind.

Den Merced River begleitet die El Portal Road bis kurz vor El Portal, die dann in den Central Yosemite Highway übergeht. Angler werden den Bereich an der Foresta Bridge von El Portal mit seinen vielen Regenbogenforellen schätzen lernen.

Beliebt sind hier Ausritte in Wild-West-Manier. Ein Pinto oder Quarterhorse bringen Sie auf gut ausgebauten Wanderwegen in die Berge. Die Nordroute führt zur gewaltigen Hike Hites Cove, einer beeindruckenden Gebirgshöhle, die gerne von Kletterern genutzt wird.

Mariposa und der Golden Chain Highway

Weiter in Richtung Pazifikküste rollt das Wohnmobil durch Incline und Briceburg auf die Gemeinde Mariposa zu. Das ehemalige Glücksritterlager wurde zur Zeit des kalifornischen Goldrausches gegründet und nach dem spanischen Wort für Schmetterling benannt, denn hier überwintern Tausende Monarchfalter. Im Nachbarort Mormon Bar ist das California State Mining and Mineral Museum einen Besuch wert.

Dort wird mit eindrucksvollen Exponaten die Geschichte des Goldrausches dargestellt und der Besucher bekommt einen Einblick in die Schürfverfahren nach Kupfer, Silber und seltenen Mineralien. Spannend ist zudem die Besichtigung des Mariposa County’s Old Stone Jail, das einen Einblick in das Leben in der Vergangenheit gestattet.

Auch Mariposa ist über den Golden Chain Highway, einen der höchsten Highways der Welt, erreichbar. Dieser beginnt weit im Norden Kaliforniens, in Vinton nordwestlich von San Francisco und nördlich von Reno in Nevada. Nach 475 km erreicht er Oakhurst im Süden des Yosemite Nationalparks.

Diese Route wurde von Goldsuchern auf dem Weg in die Sierra Nevada bevorzugt, als 1849 der kalifornische Goldrausch ausbrach. Seinen Namen verdankt er denn auch der Tatsache, dass er zahlreiche ehemalige Goldsucherorte durchquert. Der Highway gilt als eine der schönsten Panoramastrecken der Welt, führt er doch durch Schluchten sowie über Berge und Pässe, die einem den Atem verschlagen.

Den Amerikanischen Traum leben auf der historischen Route 1

Die U.S. Route 1 gilt schon lange als beliebtes Ziel für einen motorisierten Urlaub. Bereits seit 1926 führt die Route 1 über 3.800 Kilometer an der Ostküste entlang. Hier spürt man noch den Gedanken der Freiheit aus der Kolonialzeit.

Der Highway reicht von Fort Kemp in Maine bis nach Key West im Süden Floridas. Damit ist die Route 1 die längste Nord-Süd-Straße der USA und verbindet fast alle größeren Städte der Ostküste miteinander. Reisende haben die Qual der Wahl zwischen Stopps in Boston, New York City, Philadelphia, Baltimore, Washington D.C., Columbia, Miami und vielen weiteren Städten.

Die Straße folgt in Florida und Teilen Neuenglands weitestgehend der Küste. In Virginia, den Carolinas und Georgia dagegen verläuft sie parallel zum Ozean mehrere hundert Kilometer weit im Landesinneren. Dabei trifft sie auf historisch wichtige Orte wie Richmond, Raleigh oder Augusta.

Insgesamt folgt die US 1 in etwa dem Verlauf der Interstate 95, sodass Sie auf diese ausweichen können, um Staus zu vermeiden oder Großstädte zu umfahren. In den Südstaaten besteht außerdem die Möglichkeit, streckenweise auf die Route 17 zu wechseln, die direkt entlang der Küste verläuft.

Empfehlung: Road Trip in Etappen

Geht man von einem Pensum von etwa 100 bis 250 Meilen am Tag aus, kann man die Route 1 in einem längeren Urlaub komplett abfahren. Um jedoch nichts zu verpassen, bietet es sich an, den Road Trip in mehrere Abschnitte einzuteilen. Erkunden Sie bei jeder Reise eine bestimmte Gegend. Nutzen Sie zum Beispiel einen Trip für Florida und die Keys, einen zweiten für Neuengland mit Boston oder Manhattan.

Städtereise und Wohnmobilurlaub in einem

Möchten Sie eine Stadt näher erkunden, empfehlen wir, das am Anfang oder Ende Ihrer Reise vom Hotel aus zu tun. So sparen Sie sich den dichten Verkehr in der Großstadt. Wenn der Verkehr Sie nicht abschreckt, finden Sie aber in fast jeder Stadt einen Campingplatz nahe des Zentrums.

Der Liberty Harbor RV Park in New York City zum Beispiel bietet Stellplätze gegenüber der Freiheitsstatue mit direkten Bus- und Fährverbindungen nach Manhattan. Übrigens erlaubt Walmart allen Campern in den USA, gratis auf ihren Stellplätzen zu übernachten. Auf etwa 80 Prozent aller Walmart Parkplätze dürfen Sie das Wohnmobil auch nachts völlig kostenlos parken, meist mitten in der Stadt!

Neuengland: U.S. Roadtrip-Romantik, wie sie im Buche steht

Neben den berühmten Großstädten lernen Sie bei einem Road Trip entlang der Route 1 viele kleine Städte kennen. Charmante Häfen und die weite Küste sind die Highlights der Route in Maine und Neuengland. So lohnen sich hier zum Beispiel Orte wie Bar Harbor, Portland oder Kennebunkport.

Wenn möglich, sollten Sie den Neuengland-Abschnitt der Route 1 im Herbst absolvieren. Ein Road Trip ist perfekt dazu geeignet, die herrlichen Farben des Indian Summer entlang der Strecke zu genießen.

Auf den Spuren Ernest Hemingways durch die Keys

Auch die Strecke durch die Florida Keys zählt zu den Highlights der Route 1. Das südliche Ende der Route 1 bildet der sogenannte Overseas Highway, die 127 Meilen lange Strecke von Homestead bis Key West. Hier führt die Straße meist auf Brücken direkt über den Ozean bis zum südlichsten Punkt der USA.

Mehrere gut ausgestattete Campingplätze finden sich entlang der Strecke und punkten mit traumhaften Stellplätzen direkt am Wasser. Das Ernest Hemingway Haus mitten in der Altstadt von Key West sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Haus und Garten beherbergen mehr als 40 Katzen, übrigens direkte Nachfahren von Hemingways Haustier. In Key West ist mit der Boje am Southernmost Point der südlichste Punkt der USA und somit das Ende der U.S. Route 1 markiert.

Eine aufregende Rundreise durch Florida

Die Tour beginnt an der Westküste des Staates in Saint Petersburg, wo Sie Ihr Wohnmobil in Empfang nehmen können. Weiter geht es über 1.000 Kilometer Richtung Süden über Fort Myers, in die Everglades und zurück entlang der Ostküste bis Orlando.

Der kulturelle Start in unsere Rundreise durch Florida

„St. Pete“, wie Floridas viertgrößte Stadt auch genannt wird, gilt als kulturelles Zentrum der Halbinsel. Grund für dieses Image sind unter anderem die bekannten Museen der Stadt. Etwa ist hier das Dalí-Museum angesiedelt. Salvador Dalí selbst hat zwar nie in der Stadt gelebt, war aber immerhin bei der Eröffnung des Museums vor Ort. Heute beherbergt das Museum die größte Sammlung des Künstlers außerhalb Europas und ist 2011 in einen Prachtbau mit Glaskuppel gezogen. Ebenfalls in Saint Petersburg zu Hause ist das Museum of Fine Arts, wo 25.000 Bilder und Fotografien von Antike und Moderne erzählen.

Etwa zwei Stunden Richtung Süden dauert die erste Etappe nach Fort Myers. Die schöne Kleinstadt ist für ihre alten Gebäude im River District bekannt. Von Palmen gesäumt und voller historischer Häuser im spanischen Stil ziehen sich die Straßen entlang des Flusses Caloosahatchee. Auch hier gibt es ein sehenswertes Museum. Es liegt in dem Wohnhaus, in dem der Erfinder Thomas Edison und Ford-Gründer Henry Ford ihre Winter verbracht haben. Oldtimer und Erfindungen aus der Zeit der beiden sind hier ebenso zu besichtigen wie der liebevoll gestaltete Garten mit exotischen Pflanzen.

Als Stellplatz bietet sich dort der Red Coconut RV Park an. Dieser verfügt über einen Pool, bietet Kinderbetreuung an und liegt außerdem nur wenige Meter vom Strand entfernt.

Ab zu den Alligatoren

Weiter geht die Reise gen Süden fort mit einer 90 minütigen Fahrt nach Everglades City. Diese kleine Stadt zählt zwar nur 400 Einwohner, ist aber als Tor zum Everglades National Park bekannt. Ab Everglades City werden etwa die Touren mit den bekannten Luftbooten angeboten, bei denen man Alligatoren und den anderen Bewohnern der Everglades aufregend nahe kommt.

Die Weiterreise durch den drittgrößten Nationalpark auf dem US-amerikanischen Festland erfolgt dann wieder im eigenen Wohnmobil. Die Möglichkeiten im Nationalpark sind nämlich vielseitiger, als man denkt. Wer das Fahrrad dabei hat, kann auf Radtouren durch die tropische Natur gehen. Auch Kanu- und Kajakfahrten sind möglich, ebenso Wanderungen mit fachkundiger Anleitung eines Rangers aus dem Park.

Innerhalb des Nationalparks gibt es zwei Stellplätze für Wohnmobile. Wenn Sie rasch in die Städte im Osten weiterreisen möchten, empfiehlt sich der zentral gelegene Long Time Key Park am Ufer eines kleinen Sees. Ganz im Süden und damit direkt am Meer liegt der Flamingo Campground, wo Sie unter Palmen nächtigen können.

Die Metropolen an der Ostküste

Auch im Osten Floridas gibt es viel zu entdecken. Wer möchte, kann die Florida Keys am Südzipfel des Staates besuchen. Die Inselkette steht für aufregendes Nachtleben, Prominente und Luxus. Natürlich nicht jedermanns Sache, aber die Cocktails schmecken selten besser als zu einem Sonnenuntergang auf den Keys.

Anschließend folgen die Metropolen Miami, Fort Lauderdale, Delray Beach und Palm Beach, bevor Sie schließlich Orlando erreichen. Die Stadt ist so etwas wie die Metropole der Vergnügungsparks in den USA. Besonders im Westen reihen sich die Parks geradezu aneinander.

Den größten Platz nimmt das Walt Disney World Resort mit insgesamt vier Themenparks ein. Hier fühlt man sich, als wäre man in eine Märchenwelt gebeamt worden.

Wenige Kilometer entfernt widmen sich die Orlando Film Studios bekannten Blockbustern aus der Kinogeschichte Hollywoods. Sea World wiederum ist für seine Shows mit den Orcawalen bekannt. Es gibt dort aber auch spektakuläre Aquarien zu besichtigen und natürlich abenteuerliche Fahrten auf verschiedenen Fahrgeschäften.

Die abschließende Etappe von Orlando zurück zum Ausgangspunkt Saint Petersburg ist noch einmal reich an landschaftlichen Reizen. Die zweistündige Fahrt führte Sie durch die Seenlandschaft von Mittel-Florida. Dort bestehen 18 Prozent der Staatsfläche aus Gewässern, unvorstellbare 30.000 Seen befinden sich im südlichsten Bundesstaat der USA.

Auf den Spuren des Appalachian Trails

Was spannend klingt, ist es auch. Zunächst einmal aber kurz die trockenen Fakten: Der Appalachian Trail ist rund 3500 Kilometer lang und verläuft an der Ostküste der USA von Georgia bis nach Maine. Die Route ist eine der National Scenic Trails der USA, also eine der Routen, die für ihre historische Bedeutung und Sehenswürdigkeit ausgezeichnet wurden. Warum dieser Fernwanderweg – der längste der Welt übrigens – Appalachian Trail heißt?

Die Strecke zieht sich durch die gleichnamige Gebirgskette. Wie das Wort „Wanderweg“ vermuten lässt, ist der Trail ursprünglich für Wanderer ausgelegt worden. Wer mit Klettererfahrung, Fitness und mindestens fünf Monaten Zeit ausgestattet ist, macht sich also zu Fuß auf den Weg.

Wer dagegen gerne im Wohnmobil unterwegs ist und nur für einige Wochen in den USA verweilt, befährt die Route einfach. Man sollte wissen, dass man so natürlich meist auf Straßen neben dem eigentlichen Weg herfährt – aber die Highlights der Route nimmt man in jedem Fall mit.

Man kann sich den Trail als alleiniges Ziel vornehmen, er lässt sich jedoch auch prima mit einer Rundreise durch die Südstaaten oder durch Florida verbinden. Ausgangspunkt der Route im Süden ist der Springer Mountain Georgia in der Nähe von Atlanta. Der bewaldete Berg ist knapp 1200 Meter hoch. Auf die Spitze geht es selbstverständlich nur zu Fuß!

Weiter geht es dann auf Serpentinen in Richtung North Carolina. Ein kleiner Nervenkitzel ist es schon auf so engen und kurvigen Straßen – aber ein bisschen Abenteuer muss schließlich auch sein!

Anschließend folgen Sie dem Highway East 74 nach Nantahala. Von dort geht es weiter zum Great Smoky Mountain National Park, in dem Sie Ihr Lager aufschlagen können. Camping ist hier erlaubt, Tagespässe müssen dafür gelöst werden.

Lake Potomac Brücke
Foto:smartmdblond/pixabay/CC0

Durch die grün bewaldete Landschaft vorbei an Gebirgsflüssen kann man teils auch ohne Wandererfahrung prima spazieren. Im Herbst werden sich Pilzsammler dort übrigens wie im Paradies fühlen! Kein Wunder, dass dieser Nationalpark einer der meist besuchten der USA ist.

Take Me Home, Country Roads

Das nächste Ziel ist der Pisgah-Wald mit seinem Blue Ridge Parkway in Virginia. Der Parkway bietet traumhafte Ausblicke auch während der Fahrt – Anhalten ist also nicht unbedingt nötig.

Wenn man an den Wäldern und Hügeln des malerischen Virginias vorbeifährt, kommt romantisches Country-Feeling auf. In Richtung „Blue Ridge Mountains“ und „Shenandoah River“ geht es weiter – kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor?

Richtig, im berühmten Song „Take me home, country roads“ ist genau hiervon die Rede. Die Streck führt Sie vorbei an Bristol und dem Cherokee Forest, und es lohnt sich, hier Übernachtungsstopps zu machen, zum Beispiel im Sugar Hollow Park.

Einen tollen Abstecher kann man zum Catawba Mountain Virginia machen, dieser liegt unweit von Roanoke. Auch hier lässt es sich super wandern und herrliche Panoramen einfangen.

Im Norden Virginias erwarten Sie schließlich der Shenandoah-Fluss mit dem gleichnamigen Nationalpark. Tiefe Wälder beheimaten hier unter anderem Hirsche, Füchse und Stinktiere. Innerhalb des Parks gibt es vier staatlich betriebene Campingplätze, die sich allesamt gut zum Übernachten eignen.

Wandergruppe Appalachian Trail
Foto:cmauger/pixabay/CC0

Entlang des Appalachian Trails geht es weiter auf dem Highway 340 nach Harpers Ferry. Hier haben Sie genau die Hälfte der Route erreicht! Das kleine Dorf selbst hat vor allem historischen Charakter und war Schauplatz der großen „Schlacht um Harpers Ferry“ während des Bürgerkrieges 1862.

Über Harrisburg führt der Weg des Trails weiter zum Delaware Water Gap in Pennsylvania. In diesem Tal des Delaware River, einem weiteren Nationalpark, gibt es ebenfalls staatliche Campingflächen. Im Besucherzentrum des Parks kann man sich über Stellplätze informieren.

Albany, die Green Mountains und der Mount Katahdin

Inzwischen befinden Sie sich übrigens etwa auf der Höhe von New York. Die Metropole ist natürlich kein Bestandteil des eigentlichen Wanderweges. Aber wer einen Abstecher in die große City machen möchte, hat es von hier nicht weit.

Die Strecke des Appalachian Trails führt Sie dann über Albany in die Green Mountains des urigen Vermonts. Wieder eine traumhaft schöne Strecke mit vielen optischen Highlights!

An dieser Stelle sei erwähnt, dass sich der gesamte Trail besonders für den „Indian Summer“ eignet, also von September bis Oktober, da die bunten Blätter der zahllosen Bäume ein einzigartiges Naturschauspiel bieten. Sollte man gesehen haben!

Mount Georgia
Foto:skeeze/pixabay/CC0

Auch die „Green Mountains“, also grüne Berge, verfärben sich dann prachtvoll orange bis rötlich. In Vermont werden Sie sich während dieser Tour schlichtweg verlieben, denn die Schönheit der Landschaft lässt sich wirklich kaum in Worte fassen.

Nun sind Sie schon langsam auf der Zielgeraden des Appalachian Trails. Bis zum Mount Katahdin in Maine, dem Endpunkt der Route, sind es noch gut sieben Stunden zu fahren. Stopps sind überall problemlos möglich, denn Campingplätze gibt es in den USA an allen Ecken.

Am 1600 Meter hohen Mount Katahdin endet die Tour schließlich. In der Abgeschiedenheit der Landschaft stehen einsame Holzfällerhütten, hier kommt man wunderbar zur Ruhe und kann die Reise entlang des Appalachian Trails noch einmal Revue passieren lassen. Ein grandioser Trip!

Badeurlaub XXL – Die Great Lakes

Die Region um die Great Lakes zählt zu den beliebtesten Feriengebieten in den USA. Vor allem dann, wenn Sie Ihren Urlaub am liebsten im Wohnmobil verbringen. Um die fünf Seen mit den Namen Lake Erie, Lake Huron, Lake Michigan, Lake Superior und Lake Ontario herum haben sich zahlreiche Campingplätze angesiedelt.

Doch nicht nur für Wassersportler oder Erholungssuchende sind die fünf Seen sind die Campingplätze an den großen Seen das perfekte Urlaubs-Domizil. Auch Entdecker kommen in der Great Lakes Region definitiv voll auf ihre Kosten.

Direkt an die Great Lakes Grenzen bekannte Nordamerikanische Metropolen an. Auf US-Amerikanischer Seite sind dies unter anderem Chicago, Milwaukee, Buffalo und Cleveland. Im Norden des Ontariosees liegt Toronto, die größte Stadt Kanadas. Außerdem sind die Niagarafälle, das wohl bekannteste Naturschauspiel Nordamerikas, ein Teil der Great Lakes Region. Diese verbinden den Erisee mit dem Ontariosee.

Wer sich etwas weiter von den Great Lakes entfernen möchte, der kann darüber hinaus die spannende Metropole New York entdecken oder in den Bergen Vermonts seine Ski-Künste unter Beweis stellen.

Wer einen Campingurlaub am See in XXL genießen möchte, ist an den Great Lakes in den USA genau richtig. Ganz einfach ein Wohnmobil, beispielsweise in Chicago, mieten und die unendlichen Weiten der Großen Seen genießen. Vielleicht entschließen Sie sich ja anschließend, noch weitere Teile der USA zu erkunden?

Rundreise um die Great Lakes: Vom Lake Michigan zum Lake Ontario

Bei einer Great Lakes-Rundreise kann man sich ganz wunderbar einen Eindruck von diesen mächtigen Gewässern machen. Die USA sind voll von schönen Campingplätzen. Wer die hier beschriebene Route also etwas abändern oder zusätzliche Zwischenstopps einlegen möchte, wird kein Problem haben, fast überall Stellplätze für sein Wohnmobil zu finden.

Start der Große Seen Rundreise: Entlang des Lake Michigan nach Detroit

Wir starten zu unserer Beispiel-Rundreise von Chicago aus entlang des Michigansees Richtung Osten. Obwohl der Lake Michigan genau wie seine vier Geschwister ein Süßwassersee ist, wirkt er wegen seiner Dimensionen eher wie ein Ozean.

Die Fahrt führt uns an den Beverly Shores vorbei, einem großen Strandareal am Michigansee. Wer sich ein wenig Erholung gönnen und ein Sonnenbad im Sand nehmen möchte, wird hier gerne einen Zwischenstopp einlegen. An weißen Dünen vorbei geht es Richtung Wasser, das im Sommer zum Planschen einlädt.

Auf dem Highway 94 geht es danach weiter nach Detroit. Ohne Halt ist die Fahrt in knapp fünf Stunden zu schaffen.

Brücke Michigan See
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In der „Motor City“, wie die Stadt als einstiges Zentrum der amerikanischen Autoindustrie auch genannt wird, bietet sich der Detroit Greenfield RV Park zum Übernachten an. Auf dem familienfreundlichen Campingplatz finden Sie einen Spielplatz, Grillplätze und ein eigenes Geschäft, das scheinbar wirklich alles im Angebot hat.

Detroit gilt übrigens nicht nur als Auto-, sondern auch als eine der Musikstädte Amerikas. In einer der unzähligen Bars stößt man garantiert auf eine exzellente Blues-, Soul- oder Jazzperformance.

Auch die Club- und Houseszene Detroits ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Kulturfans werden sich einen Besuch des Detroit Institute of Arts nicht entgehen lassen. Als eines der wichtigsten Kunstmuseen der USA beheimatet es unter anderem Werke von Warhol, Dürer, Kandinsky und van Gogh. Nicht verpassen!

Oh, Ohio!

Es geht weiter nach Cleveland, Ohio. Dort machen Sie Bekanntschaft mit dem nächsten Großen See – dem Lake Erie. In und um Cleveland gibt es einige Strände, an denen man sich dem Badespaß hingeben oder fischen kann, beispielsweise im Edgewater State Park.

Der American Wilderness Campground empfängt dort Wohnmobile. Er liegt idyllisch in einer grünen Waldlandschaft außerhalb der City an einem kleinen Badesee. Hier hat man ein wenig das Gefühl, die Zeit sei stehen geblieben: Die Gegend strahlt Ruhe und Entspannung pur aus.

Unternehmen Sie unbedingt einen Stadtausflug nach Cleveland. Eine weitere Musikstadt! Eines der größten und bekanntesten Museen rund um den Rock ’n‘ Roll ist die Rock and Roll Hall of Fame.

Lake Ontario
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Laufend werden neue Künstler in die Ehrenhalle aufgenommen und hier geehrt. Natürlich darf der König seiner Klasse, Elvis Presley, hier nicht fehlen. Aber auch Musikgrößen wie Buddy Holly, Chuck Berry und Ray Charles sind vertreten. Besonders eindrucksvoll sind die großen, farbenprächtigen Gitarrenskulpturen vor der Halle.

Ebenfalls sehenswert ist der Cleveland Botanical Garden. Der größte Botanische Garten der Staaten hat eine umfangreiche Ausstellung von Pflanzen aller Art zu bieten, insbesondere Exoten aus den Tropen.

Ein grandioser Anblick: Die Niagarafälle

Als nächstes Ziel stehen die berühmten Niagarafälle auf dem Programm. Nach gut vier Stunden Fahrt erreichen Sie das US-Städtchen Niagara Falls. Die Nachbarstadt auf der kanadischen Seite der Wasserfälle war bei der Namensgebung nicht einfallsreicher: Auch sie heißt Niagara Falls.

Für Urlauber hat der kanadische Ort jedoch mehr zu bieten. Passieren Sie deshalb das erste Niagara Falls und fahren Sie über die Rainbow Bridge hinüber nach Kanada. Dort gibt es zahlreiche Geschäfte, Souvenirshops, Restaurants und vieles mehr.

Niagarafälle
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Ganz in der Nähe wartet auch schon die Hauptattraktion: Die gigantischen Niagarafälle. Die lang gezogenen Wasserfälle, die den Lake Erie mit dem Lake Ontario verbinden, sind ein fotogenes Naturschauspiel. Mit einer geführten Tour können Sie die Fälle von innen besichtigen: Es geht in die Tunnel der Felsen hinein.

Ab in die „Windy City“ – Chicago

Unsere Große Seen Rundreise führt uns nun wieder Richtung Chicago. Wie bereits erwähnt, bietet das Land der unbegrenzten Möglichkeiten in Sachen Camping grenzenlose Optionen.

Aber auch auf kanadischer Seite kann man fast überall Zwischenstopps einlegen und die herrliche Landschaft genießen. Verbringen Sie zum Abschluss der Rundreise noch einige Tage in Chicago.

Chicago Küste
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Hier gibt es so viel zu sehen und zu erleben, dass man zweifellos einen ganzen Urlaub nur hier verbringen könnte. Als Eldorado für Kulturliebhaber beheimatet Chicago über 200 Theater und viele sehenswerte Museen, darunter das MCA – das Museum of Contemporary Art.

Zwei Wege nach New Orleans – Von St. Louis und Corpus Christi in die Stadt des Jazz

In Corpus Christi, einer Stadt im Süden von Texas, beginnt die erste von zwei schönen Routen nach New Orleans. Über nahezu 900 Kilometer an der Küste des Golfs von Mexiko entlang führt von dort die Strecke in die Hauptstadt des Dixieland-Jazz.

Auf dem Weg nach New Orleans – von Corpus Christi nach Houston

In Corpus Christi lohnen sich Besuche im Aquarium von Texas und des Theater Harbor Playhouse, bevor die große Fahrt beginnt. Wer die Fahrt genießen möchte, solle statt der Highways im Hinterland die Überlandstraße 35 entlang der Küste wählen. Diese führt am Aransas Naturreservat, an der Bucht von Matagorda und am Städtchen Bay City vorbei. Nach etwa 350 Kilometern erreicht man Houston und wird von einer echten Metropole in Beschlag genommen.

Houston ist die größte Stadt in Texas. Über zwei Millionen Menschen leben hier, womit der Ort landesweit an vierter Stelle steht. Beeindruckend ist vor allem die hervorragende Kunst- und Kulturszene der Stadt.

Wolkenkratzer Houston
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Das Symphonieorchester in der Jones Halle ist ebenso imposant wie das Museum der Schönen Künste. Zur Sammlung dieser Galerie gehören unter anderem die Werke des englischen Romantikers William Turner.

Außerdem können Sie hier den ein oder anderen Monet, Degas, Matisse, Warhol und Picasso entdecken. Einen Campingplatz finden Sie etwas außerhalb des Zentrums auf der Insel Galveston. Dort übernachten Sie direkt am Strand des Golf von Mexiko.

Willkommen in Louisiana: Die Überquerung des Sabine River

Der Sabine River bei Port Arthur markiert die natürliche Grenze zwischen Texas und Louisiana. Das Gewässer erreichen Sie nach etwa 150 Kilometern über den Highway 73, vorbei an weiten Sumpflandschaften.

Diese Landschaften können Sie gemeinsam mit einem Guide im Sumpfboot erkunden. Im Texas Point National Wildlife Refuge können Sie aus der Ferne sogar Krokodile sichten. Ebenfalls interessant sind das Reservat Five Lakes und das Sabine National Wildlife Refuge.

Mississippi Brücke
Foto:ed2456/pixabay/CC0

Von Port Arthur aus geht es weiter über den Sabine River nach Louisiana. In der Stadt Orange führt schließlich die große Autobahn Nummer 10 über den Fluss. Ein erster Stopp lohnt sich nach 100 Kilometern in Lake Charles am Calcasieu River. Dort dürfen Sie sich bei herzhafter Südstaatenküche, sprich Steak und Wedges, stärken.

Anschließend geht die Reise weiter nach Jennings, wo man die Interstate gerne verlassen kann. Auf verschlungenen Wegen kommen Sie zur Küste und dem White Lake zurück. Bei New Iberia können Sie dann Ihr Lager nach einer knapp dreistündigen Fahrt durch die Provinz aufschlagen.

Durch das Sumpfgebiet zum Mississippi

New Iberia ist eine ausgezeichnete Wahl. Von hier aus können Sie den Highway 90 nutzen, der Sie direkt nach New Orleans führt. Vorteilhaft ist dabei, dass Sie sehr viel von der regionalen Natur mitbekommen.

Und diese besteht im Süden von Louisiana aus Wasser, Wasser und nochmals Wasser. Überall erstrecken sich Flüsse, Seen und Sümpfe. Kurz vor der Stadt New Orleans wird es zunächst etwas trockener. Dann kommt aber die ganz große Sensation: Der Mississippi.

Etwa 220 Kilometer hinter New Iberia erreichen Sie diesen mächtigen Strom an seinem Mündungskanal. Nachdem Sie ihn überquert haben, sehen Sie auch schon die Silhouette von New Orleans.

Buntes Haus New Orleans
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Verglichen mit Corpus Christi ist New Orleans deutlich dynamischer, was für eine Musik- und Jazzhochburg vermutlich kein Wunder ist. Besuchten Sie eine der vielen Musikkneipen im French Quarter! Dort scheint es, als schwebe immer noch der Geist eines Louis Armstrong durch die Räume.

Von St.Louis nach New Orleans

Wo der Missouri River in den Mississippi mündet, beginnt die Reise von St. Louis nach New Orleans. Dabei folgen Sie stets dem Old Man River, wie der Mississippi in den USA liebevoll genannt wird. Dieser führt die Staaten Missouri, Tennessee, Mississippi und Louisiana.

St. Louis und die Naturdenkmäler Missouris

Wahrzeichen von St. Louis ist der Gateway Arch, der riesige Bogen am Ufer des Mississippi River. Das begehbare Bauwerk erreicht an seinem höchsten Punkt ganze 192 Meter. Zum Glück gelangt man nicht über Treppen nach oben, sondern über einen Aufzug.

Am Scheitel des Bogens angekommen, können Sie bis in die Vororte der Stadt und darüber hinaus sehen. Das Museum unter dem Gateway Arch erzählt von der Geschichte des Mittleren Westens.

Das spannendste Museum der Region ist allerdings das City Museum. Auf gleich fünf Stockwerke erinnert das Museum fast an ein Märchenschloss. Das Haus ist voll von Möglichkeiten zu klettern, rutschen oder sich zu verstecken. Das Thema Interaktivität wird dort großgeschrieben, während das Museum verschiedenste Themengebiete abdeckt. Nicht nur für Kinder ist das City Museum ein tolles Erlebnis.

Verlassen Sie anschließend St. Louis, um die Entdeckungsreise vor den Toren der Stadt fortzusetzen. An der Mastodon State Historic Site wurden die Knochen von unzähligen Mammutiden ausgegraben. Ein vollständiges Skelett ist im Besuchermuseum der Anlage ausgestellt.

Große Tiere kann man auch im Elephant Rocks State Park sehen, jedenfalls mit einer Spur Fantasie. Der State Park beinhaltet nämlich eine Sammlung von riesigen Granitblöcken, in denen einige Beobachter die Form von Elefanten erkennen. Auch wenn das nicht jedem gelingt, eine Wanderung durch den Park ist aufgrund der sagenhaften Größe der Steine empfehlenswert.

Die Heimat von Blues und Rock ’n‘ Roll

Die Reise mit dem Wohnmobil geht auf musikalischen Spuren weiter. Zunächst durchqueren Sie Tennessee, wo Sie unbedingt einen Stopp in Memphis machen sollten.

Musikinteressierte werden hier natürlich Elvis Presley’s Graceland besuchen. Und auch die Sun Studios, in denen der King seine ersten Alben aufgenommen hat, sind einen Besuch wert.

Es lohnt sich außerdem, mit der Schwebebahn den Vergnügungspark Mud Island zu besuchen, mit dem Raddampfer Delta Queen eine Runde über den Mississippi zu fahren oder einfach nur die pulsierende Beale Street entlang zu flanieren.

Weiter auf den Spuren der Musik reisen kann man in Tupelo, im benachbarten Bundesstaat Mississippi. Dort zieht ein winziges Häuschen viele Besucher an. Hier kam in einer Januarnacht 1935 ein Junge namens Elvis zur Welt, den man später als „King of Rock ’n‘ Roll“ bezeichnen sollte.

Mit der Geschichte des Blues setzt sich das Delta Blues Museum in Clarksdale auseinander. Wem der Sinn nach Nervenkitzel steht, dem empfehlen wir den Gang über den Cypress Swamp Trail in der Nähe der Stadt Natchez.

Auf einem nicht mehr ganz baufrischen Holzsteg überquert man dabei ein Sumpfgebiet, das nicht nur von Wasservögeln und Schildkröten, sondern auch von Schlangen und Alligatoren bewohnt wird.

Im John C. Stennis Space Center wurden von der NASA die Space-Shuttles für die Mondmissionen entwickelt und getestet. Darüber kann man sich heute im Besucherzentrum der Anlage informieren.

Ab nach „The Big Easy“

Die letzte Etappe steht bevor, denn in „N’orleans“ mündet nicht nur der Mississippi in den Ozean, sondern endet auch die Reise entlang des Old Man River. Sie erreichen New Orleans über die spektakuläre Twin Span Bridge, bei der man teilweise das Gefühl hat, direkt auf der Wasseroberfläche zu fahren.

Das erste Reiseziel ist natürlich das denkmalgeschützte Altstadtviertel French Quarter. Die große Leichtigkeit, die der Spitzname der Stadt verspricht, ist hier am deutlichsten zu spüren.

Inmitten von Nachtclubs und Livekonzerten empfiehlt es sich besonders, in einem der Restaurants die Köstlichkeiten der Cajunküche zu probieren. Die Cajunküche ist die Kochweise der ursprünglich französischstämmigen Bevölkerung Louisianas, beeinflusst von der karibischen Küche. Herausgekommen ist eine wilde Mixtur aus Geschmacksrichtungen, wobei Reis, viel Gemüse und Meeresfrüchte zu den Hauptzutaten gehören.

Auch Alligatorfleisch ist eine häufige Ingredienz und einfach köstlich. An Museen sind zwei Kuriositäten besonders zu empfehlen: Das Voodoo-Museum, in dem Sie von einem älteren Mann begrüßt werden, um dessen Hals sich eine lebendige Schlange rekelt und das Wax Museum.

In letzterem sind keine Prominenten in Wachsform ausgestellt, sondern Szenen und Mythen aus der Geschichte Louisianas. Unvollständig ist ein Besuch in New Orleans natürlich, ohne eines der unzähligen Jazz-Lokale besucht zu haben.

Nicht nur, dass einige der angesehensten Jazz-Ikonen aus der Region kommen, auch bei alltäglichen Konzerten in unauffälligen Clubs kann man teilweise wahre Virtuosen beim Improvisieren bewundern.

Abenteuerlicher Campingurlaub in Alaska

Alaska ist der nördlichste Bundesstaat der USA und steht für unberührte Natur, viele wilde Tere und vor allem für grenzenlose Freiheit.

Genießen Sie die abwechslungsreiche Landschaft von der Tundra bis hin zu schneebedeckten Bergen und Gletschern, grünen Wäldern und unzähligen Flüssen und Seen. Nicht zu vergessen die Artenvielfalt der einheimischen Wildtiere. Auf einem Alaska Abenteuer bekommen Sie nicht selten Bären, Wölfe, Luchse, Elche und Adler zu Gesicht – und natürlich unzählige Lachse in Alaskas vielen Flüssen.

Abenteuer Alaska

Alaska ist ideal, um es mit dem Camper zu erkunden. Gut ausgebaute Straßen, wenig Verkehr und eine steigende Anzahl von Campingplätzen laden dazu ein, dieses einmalige Land am Polarkreis zu erleben. Bei den Campingplätzen können Sie zwischen privaten und staatlichen Plätzen wählen. Die privaten sind sehr komfortabel aber teuer, staatliche eher einfach gehalten und günstig.

Braunbären Alaska
Foto:skeeze/pixabay/CC0

Die beste Zeit für Reisen nach Alaska ist der Sommer zwischen Mai und September. Besonders in Zentral-Alaska ist der Sommer warm, es regnet nur selten und die Natur glänzt mit einem wahren Blütenmeer. In den Sommermonaten können Sie hier 20 Stunden Sonnenlicht am Tag genießen. Wenn Sie weit genug in den Norden vorstoßen, können Sie die berühmte Mitternachtssonne bewundern.

Von Anchorage in den Wilden Norden

Erste Station der Reise ist Anchorage, mit 280.000 Einwohnern – hier lebt die Hälfte aller Einwohner Alaskas – die größte Stadt des Staates. Sehr zu empfehlen ist ein Besuch im National Heritage Center, um die Kultur und Tradition der Ureinwohner kennenzulernen.

In und um Anchorage gibt es zahlreiche Stellplätze. Wer das Alaska-Abenteuer in Richtung Norden beginnen möchte, sollte sich für den Centennial Campground nördlich der Stadt am Glenn Highway entscheiden.

Die erste Etappe ist dann die Fahrt von Anchorage nach Fairbanks, eine Strecke von 580 Meilen. Folgen Sie dem Glenn Highway in Richtung Norden, erreichen Sie nach knapp 250 Kilometern den Byers Lake.

Mount Mc Kinley und Denali Nationalpark

Nach weiteren etwa zwei Stunden erreichen Sie einen der Höhepunkte des Alaska Abenteuers, den Denali-Nationalpark. „Denali“ bedeutet in der Sprache der Ureinwohner „Der Hohe“ und bezieht sich auf den Mount Mc. Kinley. Dieser ist mit seinen 6.194 Metern der höchste Berg Nordamerikas.

Der Mount Mc Kinley beherrscht – theoretisch – den Nationalpark. Praktisch ist er dagegen an über 300 Tagen im Jahr in Wolken gehüllt. Seien Sie also nicht zu enttäuscht, wenn sich der Berg hartnäckig Ihren Blicken entzieht. Dafür übertrifft eine Safari im Nationalpark meist alle Erwartungen. Zum Schutz der Tiere darf man den Park aber nur auf einer geführten Bustour erkunden.

Berge Alaska
Foto:skeeze/pixabay/CC0

Bei über 300 Grizzly Bären im Park stehen die Chancen wirklich gut, einige dieser imposanten Bären zu Gesicht zu bekommen. Außerdem tummeln sich dort Luchse, Elche und Karibus.

Nach der Safari geht die Fahrt weiter gen Norden bis nach Fairbanks, der zweitgrößten Stadt Alaskas. Fairbanks galt ehemals als ein Paradies für Goldgräber.

Vom nördlichsten Ende des Alaska Highways führt anschließend der gut ausgebauten und wenig befahrenen Highway durch eine unberührte Natur in Richtung Süden. Auf dem Weg nach Chena treffen Sie mit Sicherheit hin und wieder einen Elch am Straßenrand. In Chena lohnt sich dann ein Besucht der Hot Springs für ein entspannendes Bad in den heißen Quellen.

Gletscher und Fjorde im Süden

Der Alaska Highway führt in östliche Richtung auch in die kanadische Provinz Yukon. Um weiter die Wildnis Alaskas zu erkunden, folgen Sie der Straße in Richtung Süden. In Valdez erwartet Sie dann eine beeindruckende Landschaft aus Fjorden, Inseln und Gletschern.

Die Stadt liegt inmitten schneebedeckter Berge am Prince William Sound. Von hier aus empfiehlt sich eine Bootsfahrt zu dem riesigen Columbia Gletscher. Schon allein die unbeschreibliche Gletscherwelt ist ein Erlebnis für sich. Als Sonderzulage können Sie mit etwas Glück sogar Delfine, Otter und Papageientaucher beobachten.

Elch am Fluss
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Südwestlich von Anchorage liegt die Kenai-Halbinsel – ein beeindruckendes Panorama aus majestätischen Bergen, Flüssen und Seen. Die Halbinsel ist ein Gletscherparadies, fast 60 Prozent sind von Schnee und Eis bedeckt. Einen Stellplatz finden Sie dort in der Hafenstadt Seward, dem Tor zum Kenai Fjords National Park. Wenn Sie einen Gletscher hautnah kennenlernen möchten, lohnt sich eine Wanderung zum leicht zugänglichen Exit Gletscher.

Danach wartet ein weiteres Highlight der Alaska Tour – eine Bootsfahrt auf dem Kenai Fjord. Mit ganz viel Glück sehen Sie hier nicht nur Orcas, sondern auch Buckelwale. Es ist zwar ziemlich frisch auf dem Wasser, aber der Anblick der treibenden Eisschollen vor Alaska und der spielenden Robben lässt Sie die Kälte schnell vergessen.

Die schönsten Routen für den Indian Summer

Jedes Jahr im Spätsommer und im Herbst hüllt sich der nordamerikanische Kontinent in die leuchtendsten Farben. Dieses Naturschauspiel geht weit über die für uns Europäer gewohnte Laubverfärbung im Herbst hinaus und geht in der Regel mit einem milden Wetter und strahlend blauem Himmel einher. Kein Wunder, dass dieses Phänomen bei Reisenden so außerordentlich beliebt ist. Gerade für Camper die mit dem Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs sind, sind die Reisebedingungen ideal. Wo Sie den Indian Summer am besten erleben können und welche die schönsten Routen sind, erfahren Sie hier:
  1. New England: In den Bundesstaaten New Englands an der US-amerikanischen Ostküste ist das Farbenspiel des Indian Summer besonders ausgeprägt. Hier bietet sich eine Tour von Boston in den Norden an. Auch Geschichtsfreunde werden bei dieser Route voll auf Ihre Kosten kommen, denn in dieser Region nahm die amerikanische Unabhängigkeitsbewegung ihren Lauf, wovon noch viel zu spüren ist. Einen besonders schönen Anblick auf die rot, orange und gelb gefärbte Landschaft haben vom Cadillac Mountain im Acadia Nationalpark im Bundesstaat Maine.
  2. Nova Scotia: Eine Tour mit dem Camper durch die Kanadische Provinz lohnt sich allemal. Besonders tolle Aussichten bieten sich dem Reisenden im dicht bewaldeten Cape Breton Highlands National Park ganz im Osten Nova Scotias auf der Insel Cape Breton Island. Ebenfalls beeindruckend ist hier die großartige Tierwelt. Wenn Sie Glück haben, können die Bären, Elche und sogar Wale sichten.
  3. Der Mittlere Westen: Bei Wohnmobilreisenden zu Unrecht von der Ost- und Westküste verdrängt, ist der Mittlere Westen. Hier ist der Indian Summer besonders ausgeprägt und lässt sich wunderbar bei einer Tour durch das Hinterland beobachten. Neben Kilometerlangen herrlich einsamen Straßenabschnitten und unberührter Natur können Sie hier auch aufregende Metropolen hautnah erleben. Ein Abstecher nach Chicago oder Detroit lohnt sich!
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