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So mancher Künstler schafft es erst nach seinem Tod zu großem Ruhm: Den Erfolg von Van Goghs Bildern, Stieg Larssons Romanen oder Israel Kamakawiwoóles Musik durften die jeweiligen Künstler selbst nicht mehr miterleben. Dasselbe Schicksal teilt eine US-amerikanische Reisemobil-Manufaktur, die noch heute begeistert, aber nur vier Jahre existieren durfte.

Unter Sammlern zählt er zu den wohl beliebtesten Wohnmobil-Modellen schlechthin, auf Straßen und Campingplätzen sorgt er stets für Aufsehen: der Vixen 21 aus Pontiac in Michigan (USA).

Dieses einzigartige Wohnmobil der Vixen Motor Company macht durch zwei Dinge auf sich Aufmerksam:

  • Erstens: Im Produktionszeitraum von 1986 bis 1989 wurden nur 587 solcher Wohnmobile gefertigt – alle in einem anderen Farbton. Jedes Fahrzeug ist somit ein einzigartiges Sammlerstück.
  • Zweitens: Seine innovative designte Bauweise – ein voll ausgestattetes Wohnmobil kaum größer als ein Kastenwagen – macht ihn damals wie heute zu einer Attraktion.
Schon bei einem ersten flüchtigen Blick auf das Reisemobil fällt dem Betrachter auf: hierbei handelt es sich um etwas Besonderes. Allein schon, weil es schwer fällt, den Vixen 21 einer bestimmten Wohnmobilklasse zuzuordnen.

Vixen Wohnmobil-Treff vor ehemailigem Vixen-Werk
Foto: Mit freundlicher Unterstützung von AFAB, LLC/http://bit.ly/22itKr1

Die Maße des Zigarren-Wohnmobils erinnern ein wenig an einen modernen, etwas zu groß geratenen Kastenwagen: knapp 1,90 Meter Höhe und 2,15 Meter Breite paaren sich mit stolzen 6,40 Metern Länge.

Doch nicht allein die Maße waren für die damalige Wohnmobil-Welt bereits fortschrittlich. Auch die Innenausstattungen steht heutigen vollintegrierten Freizeitfahrzeugen in beinahe nichts nach.

Der Vixen 21 definierte den Camping-Komfort der 1980er Jahre

Der Designer Bill Collins und die Vixen Motorhome Company entwickelten in der vierjährigen Produktionszeit drei verschiedene Vixen-Modelle, allesamt mit maßgeschneidertem Fiberglas Chassis außen und BMW M21 Turbo-Diesel Motor unter der Haube.

Den Anfang machte der Vixen 21 TD. Trotz seiner kompakten Reisemobil-Maße garantierten Generator, Wassertank, Warmwasser-Heizung, Mikrowelle, Kühlschrank Klimaanlage und Nasszelle den Campern absolute Autonomie auf dem Campingplatz und unterwegs.

Ähnlich wie der VW Bulli besitzt auch der Vixen 21 TD ein ausfahrbares Schrägdach. So können sich auch großgewachsene Camper frei im Fahrzeug bewegen, während der Vixen ohne Schwierigkeiten in eine normalgroße Garage passt.

Trotz des einzigartigen und innovativen Designs kämpfte die junge Firma von Anfang an mit großen Absatzschwierigkeiten. Um die Verkäufe anzukurbeln, bekam der Vixen 21 TD schon im nächsten Geschäftsjahr Gesellschaft vom Vixen 21 XC.

Bei einem ähnlichen äußeren verzichtete dieses Modell größtenteils auf den Campingkomfort, um an Stelle von Dinette, Nasszelle und Küche insgesamt neun Sitzplätze im Innenraum zu schaffen. So versuchte die Vixen Motorhome Company, neben dem Reisemobilmarkt auch im Taxi- und Limousinen-Gewerbe Fuß zu fassen.

Einen letzten Versuch starteten die Hersteller im Jahr 1989 mit dem Vixen 21 SE, wieder „back to the roots“ mit einem voll ausgestatteten Wohnmobil. Der SE erhielt einen leistungsstärkeren Benziner-Motor und einer Propangas-Heizung zusätzlich zur Camping-Ausstattung des TD.

Außerdem erhöhte man die Fahrzeugdecke auf knapp zwei Meter. Nun passte das Fahrzeug zwar nicht mehr in die normalhohe Garage, dafür konnten sich selbst großgewachsene Camper frei im Wohnmobil bewegen, ohne das Dach ausfahren zu müssen.

Leider schaffte die Vixen Motorcoach Company auch damit nicht den großen Durchbruch. Nach vier Jahren und nicht ganz 600 verkauften Fahrzeugen schloss die Firma im Jahr 1989 für immer ihre Pforten.

Für viele ein Traum, für manche wird er wahr

Die Firmengeschichte dauerte zwar nicht lange, die Erfolgsgeschichte des Vixen 21 dauert aber noch bis heute an. Die meisten der 587 produzierten Freizeitfahrzeuge touren noch heute durch die Straßen Nordamerikas, manche wechseln hin und wieder sogar noch den Besitzer – teilweise zu einem Betrag von rund 75 Prozent des einstigen Neupreises von 40.000 bis 53.000 US-Dollar.

Viele Sammler weltweit träumen davon, selbst einmal ein Vixen Wohnmobil fahren zu dürfen – für einige wenige wird der Traum Wirklichkeit. Beispielsweise für den Wohnmobil-Begeisterten Claus Reissig aus Hamburg.

Nach langer Suche wurde er endlich fündig: in North Carolina durfte er vor Kurzem eine der Raritäten erstehen und von nun an sein Eigenen nennen. In seinem Blog „Das selten coole Wohnmobil“ auf Spiegel Online berichtet er von seinem großen Reisemobil-Glück.

Vixen in Alaska
Foto: Mit freundlicher Unterstützung von AFAB, LLC/http://bit.ly/22itKr1

Das Zentrum einer wahren Vixen-Fangemeinde findet sich heute noch in Belgrade im US-Bundesstaat Montana. Hier hat der Ersatzteil-Hersteller und Händler AFAB, LLC seinen Sitz.

Als eine der letzten Firmen stellen sie heute noch Ersatz- und Ausbauteile für Vixen, LeSharo und andere Sammler-Wohnmobile her und bieten Fahrzeug-Reparaturen an. Außerdem organisieren sie regelmäßig gemeinsame Treffen und Rallies für Vixen-Fans aus aller Welt, um den Vixen am Leben zu erhalten.

Der perfekte Treffpunkt für alle Vixen-Wohnmobil Besitzer, Sammler, Fans und Sympathisanten.

Titelbild: Mit freundlicher Unterstützung von AFAB, LLC/http://bit.ly/22itKr1

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